AntiKohlekraftbewegung.de
"Bürger für Klimaschutz"
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Kommentare

Ihr habt die Rechnung ohne uns gemacht!

"Politiker - sie machen was sie wollen - Wenn wir nichts gegen sagen - ey, sie machen was sie wollen"

Sind die Schleswig-Holsteiner cool, oder was?!? :-)

Gefunden auf www.photovoltaik-guide.de . Meldung dazu stammte vom 29.09.2009, siehe hier unter Aktuelles bzw. Archiv.

 

Kommentar13

Kraftwerks-CO2-Müll und CCS: Wir brauchen unterirdische Speichermöglichkeiten für ganz andere Nutzungen ...

... denn der Klimawandel kann noch derart drastische Formen annehmen, dass eine Verringerung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre erreicht werden muss. Wenn die Speicher dann bereits mit dem CO2-Müll der Kohlekraftwerke vollgepumpt sind, ist dies nicht mehr möglich.
Dieses Szenario setzt natürlich voraus, dass die Speicher tatsächlich dauerhaft dicht sind und bleiben. Außerdem brauchen wir die unterirdischen Speicher z.B. für die vorübergehende Speicherung von Gas, Druckluft und die Nutzung durch Tiefengeothermie.

Wir bezweifeln stark, dass die unterirdische und - seeische CO2-Endlagerung sicher ist. Denn Sicherheit wurde uns auch bei den Atommülllagern schon versprochen. Ohne dass diese Sicherheit je gegeben war. Das Atommüllproblem ist bis zum heutigen Tag ungelöst. Die Nutzung der unterirdischen Speicher lehnen wir nicht per se ab. Es geht um die sinnvollste und sicherste Nutzung. Deshalb darf eine unsichere Technologie wie CCS andere Nutzungsformen nicht behindern. Denn niemand kann heute sagen, wie es in einem CO2-Speicher in 100 Jahren aussehen wird. Auch ist nicht zu erwarten, dass sich das Problem Klimawandel in 100 Jahren bereits verflüchtigt hat.

Deshalb fordern wir die Regierung auf, sie möge ein Forschungsgesetz für eine kleine und begrenzte Zahl von Standorten beschließen, in denen im kleinen Rahmen unter konzernunabhängig finanzierter wissenschaftlicher Aufsicht CCS erforscht wird, um langfristig zu annähernd gesicherten Aussagen zu gelangen.

Am dringlichsten scheint uns jedoch, so schnell wie möglich die Energiewende umzusetzen. Das bedeutet nicht die CO2-Emissionen - also den Ausstoß von CO2 - sondern die CO2-Produktion an sich so weit wie möglich zu reduzieren. Im günstigsten Fall müssen wir uns den Risiken der CO2-Müll-Endlagerung dann gar nicht mehr aussetzen.

 

Sondermitteilung 12

Sehempfehlung (Empfehlung: mehrere Sehsitzungen einplanen. Am Stück kaum zu ertragen)

Dokumentation "Albtraum Atommüll" auf arte

Während die Gefahren der Erderwärmung immer mehr ins öffentliche Bewusstsein dringen, preisen Industrielle und Politiker die Atomkraft als die geeignetste Energiequelle der Zukunft an: sauber, kontrollierbar und gefahrlos für Umwelt und Gesundheit.

"Die Leute um La Hague atmen also ständig Krypton ein. Im Klartext: radioaktive Luft. Die Wiederaufarbeitungsanlage von La Hague hat mit die weitreichendsten Befugnisse weltweit. Zum Beispiel liegt die Menge an Krypton, die bei allen 500 oberirdischen Atomwaffentests in die Luft geblasen wurde, bei der gleichen Größenordnung.
Die Anlage von La Hague hat in einem Jahr, z.B. 1999, mehr Krypton85 in die Luft geleitet, als alle Atombombenexplosionen, die der Mensch in Jahrzehnten durchgeführt hat. Und da die Halbwertszeit dieses Gases 10 Jahre beträgt, sammelt es sich mehr und mehr in der Atmosphäre an. [...] Seit den 60er Jahren bis heute steigt die Konzentration von radioaktivem Krypton in der Lufthülle über der Nordhalbkugel stetig an. Das liegt am Ausstoß der Wiederaufarbeitungsanlagen. Darunter natürlich La Hague." Link zum Film ...
Quelle: Zitiert aus der Dokumentation "Albtraum Atommüll". Regie Eric Guerét. Ab Minute 50:48.

 

Sondermitteilung 12

Herzlichen Glückwunsch an die BI Saubere Luft Ostfriesland!!

Ihr habt es geschafft - Ihr seid super!

Das umstrittene Kohlekraftwerk in Emden wird nicht gebaut. Wie ein Sprecher des dänischen Energie-Konzerns Dong Energy am Montag sagte, sei beschlossen worden, «kein konkretes Projekt in Emden zu realisieren». Zur Begründung, warum das Projekt fallen gelassen wurde, sagte er lediglich: «Es war eine Kombination von mehreren Sachen, die für uns entscheidend war.» Die Kraftwerksgegner in Emden werteten unterdessen den Rückzug von Dong als «Riesenerfolg». [...] «Ich kann noch gar nicht fassen, dass unser Protest plötzlich erfolgreich gewesen sein soll», sagte die Sprecherin der Bürgerinitiative «Saubere Luft Ostfriesland», Susanne Gersema. [...]
Zu den Vorhaben von Dong Energy gehört auch der Bau eines Steinkohlekraftwerks mit zwei Blöcken mit jeweils 800 Megawatt Leistung am Industriehafen Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern. Das rund zwei Milliarden Euro teure Projekt soll 2012 ans Netz gehen und vorrangig Kohle verstromen, die auf dem Seeweg importiert wird. Die Bürgerinitiative forderte, auch diese Pläne fallen zu lassen. Quelle: ddp

Herzliche Grüße an Uwe und Elsche :-)

 

 

Kommentar zur Wahl 12

CCS: schadet dem Klima, subventioniert Kohlekraftwerke, verhindert Energiewende, kostet Milliarden

CCS, auf Deutsch übersetzbar als CO2 Lagerung, Speicherung, Endlagerung, Verbuddelung oder was auch immer. Laut Medien und Energiekonzernen ist CCS auf jeden Fall DIE Technologie der Zukunft, und ohne diese Megatechnologie wird die gesamte Weltwirtschaft zusammenbrechen. Jawoll.
Ein Blick in die Zusammenfassung der Stellungnahme des Sachverständigenrats für Umweltfragen der Regierung erklärt, was tatsächlich hinter CCS steckt. Die Stellungnahme zum CCS-Gesetz-Entwurf an sich ist für den Laien zwar schwer verständliche Kost. Sich komplett hindurchzuackern ist jedoch unnötig. Bereits auf Seite 6 wird deutlich, was CCS tatsächlich ist:
" [...] birgt das Risiko, dass die Betreiber von CCS-Anlagen und Kohlendioxidspeichern zusätzlich in erheblichem Maße indirekt subventioniert würden: Der Zugang zu der begrenzten Ressource Speicherkapazität wird kostenfrei gewährt, die Haftung für Schäden und Risiken der Betreiber wird zeitlich und im Umfang begrenzt, und der Staat übernimmt langfristig die Verantwortung für den Erwerb von Emissionsrechten im Falle von Leckagen."
Klartext:
- ungeklärt ist, wieviel CO2 die Lagerstätten weltweit überhaupt aufnehmen könnten, also ob es überhaupt sinnvoll ist, CCS in Betracht zu ziehen, wegen: Speicherkapazitäten
- ungeklärt ist, ob das in die Tiefe gepumpte CO2 auch dort bleibt. Sicher festzustellen erst in ein paar Millionen Jahren.

Es spricht alles gegen CCS / CO2-Zwischenlagerung und zeitverzögerten Austritt in die Atmosphäre. Die Konzerne dürfen Bürger des deutschen Staates enteignen (ca. 1000 Enteignungen pro 300 Kilometer), ihren CO2-Müll in die Erde pumpen, und sind *SCHWUPPS!* nach 30 Jahren bereits alle Verantwortung los. Weil: das CO2 ist dort auf Millionen Jahre sicher!! So wie der Atommüll in der Asse! Deswegen übernehmen die Konzerne die Verantwortung auch nur für 30 Jahre und nicht für Millionen Jahre. Und wenn das ganze CO2 dann nach ca. 30 Jahren wieder austritt und die Klimakatastrophe mit Macht vorantreibt, dann darf der deutsche Bürger via seine Regierung die CO2-Zertifikate für all das austretende CO2 kaufen.

CCS funktioniert wie ein schlechter Staubsauger: vorne rein, hinten raus. Hauptsache die dreckige Kohle bringt weiterhin maximal GELD. Alles andere scheint EGAL - jedenfalls den Energiekonzernen und deren Handlagern in der Politik.

 

Kommentar 11

Kommentar: Wenn Unternehmensverantwortung mehr ist als eine (leere) Worthülse

Die BI Saubere Energie konnte sich freuen, als kürzlich ein neuer Akteur die Dörpener Kohlekraftwerksbühne betrat. Der Windkraftanlagenhersteller Enercon kündigte an, auf den Bau eines Werks in Haren mit 1000 Arbeitsplätzen zu verzichten, sollte das von EnBW und den Berner Kraftwerken (BKW) für Dörpen geplante Kohlekraftwerk mit 100 Arbeitsplätzen gebaut werden.

Für die zahlenmäßig starke BI bedeutet dies enorme Unterstützung. Umsomehr, weil man z.B. als Geschäftsfrau bzw. -mann genau darauf achten muss, ob man Manchen unliebsame Äußerungen von sich gibt oder dies vielleicht doch besser bleiben lässt. Denn die Politik vertritt in Dörpen teils recht eigenwillige Auffassungen bezüglich lebendiger Demokratie und Lebensqualität.

Selbstverständlich dürfte beim Schachzug von Enercon auch simples wirtschaftliches Kalkül eine Rolle gespielt haben. Als international tätiges Unternehmen muss die Chefetage sich wohl langsam fragen, wie rentabel es ist Produktionsstätten in einem Land zu erhalten bzw. gar neu zu errichten, das Kohle- und Atomkraft den Vorzug gibt. Sinnvoller ist die Produktion allemal dort, wo die produzierten Güter auch abgesetzt werden können.

Im vorliegenden Fall ergibt sich ein schönes Zusammenspiel aus verantwortlichem und zugleich wirtschaftlichem Handeln. Zur Nachahmung dringend angeraten.

 

Kommentar 10

Große Anti-Atom-Demo am 5.09. in Berlin

Mehr als 50.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, gut 400 Traktoren aus dem Wendland und anderen Regionen, eine generationenübergreifende Menschenmenge - es war gewaltig.

Vorab wurden nur gut 10.000 Menschen erwartet. Das Demo-Ende habe ich gar nicht zu sehen bekommen, ebensowenig den angekündigten Kohleblock. BI-Freunde aus Emden und Dörpen, Bremen und Baden-Württemberg und BI-Kollegen von CO2-Endlager Stoppen habe ich glücklicherweise gefunden. Einen Regenschirm trug ich die ganze Zeit in meiner Tasche spazieren. Am Vormittag deutete noch alles auf einen regnerischen Tag hin. Doch das Wetter meinte es gut mit uns und Sonnenmilch wäre eher angebracht gewesen. Was alle, die vorher zu Bussen und Bahnen mussten nicht mehr erlebt haben, versuche ich kurz zu beschreiben.

Ein Spaziergang entlang des vierreihigen Treckeraufzugs ergab, das er bis auf ca. 200m an die Siegessäule heranreichte. Auf dem Weg zurück präsentierte sich ein einprägsam schönes Bild. Nach einem sanften Schauer ein starker Regenbogen in großer Höhe, mit einem Geschwisterbogen in noch größerer Höhe, Brandenburger Tor und Fernsehturm am Alex umrahmend, davor ein Trecker neben und hinter dem anderen. Als diese sich zur Abfahrt in Bewegung setzten, wurden sie an der Kurve vor dem Brandenburger Tor von den letzten paar hundert Demoteilnehmenden erwartet, die ihnen zuwinkten, klatschten und jubelten. Und so bekamen alle bis zum letzten Traktor einen persönlichen Abschied. Lachende Gesichter, winkende Hände, Bilder knipsende Hände, und ab und jemand, der eine Hand zu einer Wischbewegung zu den Augen hob in den Treckern. Morgen 10 Stunden Rückfahrt, hieß es für manche. Zum Teil in Mini-Treckern, kaum höher als ich, zum Teil in wahren Ackergiganten, deren Hinterreifen mich überragten.

Die große Schwester der antikohlebewegung hat auch mit unserer Unterstützung heute klar gezeigt, was Sache ist: Energiewende jetzt!!

 

Sondermiteilung 09

Liebe Aktive, die in Dörpen dabei waren/Sind,

selten habe ich in so kurzer Zeit so viele beeindruckende Menschen getroffen. Bleibt einig, bleibt stark! Niemand kann euch mehr nehmen, was ihr schon alles erreicht habt, niemand kann euch zu weniger wertvollen Menschen machen. Egal was kommt - ihr habt bereits gewonnen.

Danke für die schöne Zeit mit Euch!

Die Online-Redaktion

 

Sondermitteilung 08

BI "CO2-Endlager stoppen" klärt auf

Warum es korrekterweise CO2-Endlagerung heißen muss und nicht CO2-Speicherung

Wesentliche Teile des Gesetzes stammen aus der Feder von RWE und Vattenfall. Die gesetzgeberische Kompetenz des Bundes wird dadurch untergraben und die behördliche Sorgfaltspflicht bei der Erstellung des Gesetzestextes vernachlässigt. So findet man in den allgemeinen Eingangsbestimmungen schon falsche und irreführende Begriffe, wie sie von der Industrie verwendet werden, wie z.B. „Speicherung“ statt „Ablagerung“ bzw. „Endlagerung“.

Die durchgängig fehlerhafte Verwendung des Begriffs Speicherung ist einerseits grob irreführend und andererseits mit erheblichen rechtlichen Konsequenzen behaftet. Eine Speicherung stellt eine vorübergehende Einlagerung mit dem Zweck der Wiederverwendung dar, während die Ablagerung eine dauerhafte Einlagerung ohne Absicht der Wiederverwendung bedeutet. Im sogenannten CO2-Speichergesetz geht es aber zweifelsohne um eine endgültige behälterlose Ablagerung (Endlagerung, bzw. Abfallbeseitigung) gasförmiger Stoffe, die nicht wieder entnommen werden sollen.
Quelle: BI CO2-Endlager stoppen (Brandenburg)

 

Sondermitteilung 07

Herzlichen Glückwunsch an die BI umweltverträgliche Energieversorgung für die Region kiel!

Es wird kein Kohlekraftwerk in Kiel gebaut werden, denn auch hier hat eine BürgerInneninitiative gesiegt!!
Ihr seid super!!

Bereits im Mai hatte die BI ein eigenes Konzept zur Energiewende für Kiel vorgelegt und damit allem Widerspruch kräftig den Wind aus den Segeln genommen. Das "Konzept für die Versorgung der Region Kiel mit Regenerativer Energie" wird am Freitag, den 17.7.2009  um 19 Uhr im Gemeindehausder St. Nikolaus Gemeinde, Rathausstr. 5, vorgestellt.

Ausgehend von der Situation im Jahr 2007 (Kohle 61%, Atomkraft 22%) wird gezeigt, wie bis spätestens 2040 die vollständige Umstellung gelingen kann. Es werden zwei Umstiegsszenarien erläutert, Einsparungsmöglichkeiten aufgezeigt und die künftige Zusammensetzung der Strom- und Wärmeversorgung erklärt.
Diese Veranstaltung ist die letzte in der "Vortragsreihe Klimaschutz", veranstaltet von BUND Kiel in Zusammenarbeit mit der Nikolaus Gemeinde. Link zur Kurzfassung des Konzeptes ...

www.keine-kohle-kiel.de

 

Sondermitteilung 06

Aufruf BI Stoppt das CO2-Endlager

Inke Vollmer, BI "Stoppt das CO2-Endlager":

Liebe Mitglieder der Antikohlekraftbewegung,
ich wende mich als Mitglied der BI "Stoppt das CO2-Endlager" (Nordfriesland/Schleswig-Flensburg) an Sie.
Vielleicht haben Sie bereits vernommen, was sich bei uns im hohen Norden abspielen soll. Leider aber nicht nur dort, denn es ist die gesamte norddeutsche Tiefebene betroffen.

ES IST EILE GEBOTEN:

Das CCS-Gesetz, das die CO2-Verpressung regeln soll (und damit den Bau von weiteren Kohlekraftwerken ermöglicht), befindet sich am 19. Juni 2009 in der dritten Lesung und soll noch vor der Bundestagswahl durchgedrückt werden. Dieses Gesetz setzt ebenso wie das Bergrecht alle Einflussmöglichkeiten der Länder, Kreise und Gemeinden außer Kraft. Dieses Gesetz gibt den Energieversorgern das Recht mit vorhandener Technik und ohne weitere Forschung jetzt schon CO2 unter der Wohnbevölkerung endzulagern. Die Vorbereitungen für den Bau und Betrieb der Pipeline und des Endlager in unserer Region sind in geheimster Art und Weise fertiggestellt worden. Die Vorbereitungen für die Messungen und Sprengungen ab September sind ebenfalls getroffen. Für Politik und Energieversorger ist das CO2-Endlager hier bei uns bereits beschlossene Sache.

Was wird nun von unserer Seite aus getan:
Wir haben eine Petition eingereicht. Es werden weiter Unterschriften gesammelt.

 

Kommentar 05

Großdemonstration
am 04. Juli 2009 zwischen 10:00 und 14:00 Uhr

stattfinden. Hierfür wird die B199 (Strecke nach Sylt zwischen Hörup und Stadum) gesperrt.

Wir möchten dort auch Ihrer Bürgerinitiative eine Plattform bieten, die Aufmerksamkeit nochmals auch auf Ihre Anliegen zu richten. Wir sind der Meinung, dass ein Schulterschluss zwischen allen Bürgerinitiativen geschaffen werden sollte, denn wir wollen alle das Gleiche (Saubere Luft, keine Kohlekraftwerke, keine unerforschte Technik).

Falls Sie Interesse haben sollten, sich an unserer Demonstration, zu der auch die Presse vertreten sein wird, zu beteiligen, bitte ich um eine kurze Mitteilung. Ich werde Ihnen dann weitere Informationen zukommen lassen.

Im Namen der BI "Stoppt das CO2-Endlager" herzliche Grüße aus dem hohen Norden
Inke Vollmer
Telefon: (0 46 39) 9 84 94
Telefax: (0 46 39) 78 39 33

 

Kommentar04

Gaskraftwerke sind DIE Übergangstechnologie - NICHT Kohlekraftwerke, erst recht nicht mit CCS!

Auch wenn Herr Carstensen nur verschieben und nicht aufheben will, geht er zumindest gegenwärtig einen mutigen Schritt in die richtige Richtung.
Atom-Müll-Endlager Asse: war nie sicher, ist nicht sicher und wird es nie sein. Aber CO2-Müll-Endlager sind auf einmal sicher? Wer's glaubt ...

Kommentar 03

CO2-Müll UND ccs: Der letzte große Witz
sICHER WIE ASSE!

Eine Zeitbombe wurde es schon genannt, der finale Amoklauf der Dinosauriertechnologie, die Sprudelflasche im Untergrund,ein blog (Internettagebuch) samt Online-Petition gibt es und der Widerstand in der Bevölkerung regt sich bereits - die CCS-Technologie erweckt Aufmerksamkeit.

CCS (Carbon Capture and Storage – Kohlendioxid Abspaltung und Endlagerung) wird von der daran verdienenden Industrie als das Wundermittel propagiert, das Dreck sauber und Kohlekraftwerke CO2-frei macht und gefährlichen Müll als Lösung denn als Problem darstellt. CCS ist aber ein neu geschaffenes, den Kohlekraftwerken anhängiges Problem, das die veraltete Energieerzeugung aus Kohle um keinen Deut besser macht und die CO2-Produktion sogar noch erhöht.

Warum? Darum:

Ob ein Speicher dicht sein könnte, wird daran festgemacht, ob sich die messbaren Druckverhältnisse über einen gewissen Zeitraum verändern oder nicht. Sehr genau sind diese Druckmessungen allerdings nicht, kleine Mengen können entweichen, ohne messbar zu sein. Sprich: auch ein vorgeblich dichter Speicher kann bereits mehrere Lecks aufweisen. Bleibt dahingestellt, ob sich diese Löcher durch den Druck auf Dauer nicht vergrößern oder weitere Löcher entstehen könnten. Warum nicht?

Was in den Speichern und ihrer Umgebung passiert, wenn dort dauerhaft CO2 gelagert wird – ja, das weiß man nicht. Darum wollen die Energiekonzerne die Verantwortung für die Endlager auch möglichst schnell abgeben – 30 Jahre nach Betriebsende. Die Folgekosten und –schäden sind dann Sache der deutschen Bevölkerung.

In Zeiten des Klimawandels ist es Wahnsinn, zahlreiche CO2-Endlager anzulegen – wie es um die versprochene tausende und Millionen Jahre lange Sicherheit steht, das sehen wir heute an den Atommüllendlagern, die sich keine 100 Jahre nach Inbetriebnahme als alles andere denn dicht erweisen.

Wir wissen es alle - das Übermaß an CO2 in der Atmosphäre ist Gift für's Klima. Was geschieht, wenn all diese geplanten Speicher entstehen, das CO2 geballt und schlimmstenfalls auch noch zeitnah aus mehreren Speichern an die Oberfläche kommt und in die Atmosphäre gelangt – niemand weiß es und ausmalen möchte man sich das auch nicht. Gut für unser ohnehin in Schieflage geratenes Klima kann das nicht sein.

Das CO2 würde verdichtet und flüssig durch Rohrleitungen zu den Speichern geleitet. An und für sich ebenso einzuschätzen wie Gasleitungen, bei Lecks droht aber auch hier in der Nähe Erstickungsgefahr. Entsteht ein Leck in einer Senke, bleibt das Gas, das schwerer als Luft ist, stehen. Wer sich dort befindet, hat dann Pech gehabt.

Besonders gemein ist auch, dass CCS eine Bremse für die Erneuerbaren Energien sowie den zukunftsgerechten Umbau der anhängigen Industrie darstellt. Nach amerikanischer Wildwestmanier erlaubt die Gesetzeslage das Abstecken von Claims: beanspruchen die Energiekonzerne bundesdeutsches Gebiet als CCS-Spielwiese, darf dieses Gebiet für nichts anderes mehr genutzt werden. Nicht für Geothermie, nicht für Druckluftspeicher, und wenn’s dumm läuft, liebe Häuslebauer und liebe Landwirte, auch nicht mehr zum Leben – Enteignung und Vertreibung sind durchaus möglich - dank des Bundesberggesetzes.

Außerdem macht CCS die ohnehin ineffizienten KKWs noch ineffizienter, da die Abspaltung, der Transport und die Lagerung wiederum (Kohle-)energieaufwändig sind.

Sauber wird Kohle niemals sein, CO2 hin oder her: Schwefeldioxid, Stickoxide, Feinstaub, Blei, Quecksilber, Arsen, Cadmium und Nickel – alles Produkte, mit denen ein Kohlekraftwerk seine Umgebung beglückt.

Die Technologie ist noch gar nicht fertig entwickelt, wird aber dreist als Argument pro KKWs angeführt. Vermutlich wird sie auch nie eingesetzt werden, ob sie nun existiert oder nicht. In diese Richtung deutet jedenfalls die peinliche Vereinbarung der Grünen mit Vattenfall bezüglich Hamburg-Moorburg: „wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen“ will Vattenfall CCS nachrüsten – wenn nicht, dann halt nicht. Hauptsache, das Ding wird jetzt genehmigt und gebaut.

Um die Investitionen dürfte es die Energiekonzerne nicht reuen – werden doch kräftig staatliche und EU-Mittel in die Erforschung von CCS gepumpt. Und wenn ich den Herrn Müller von Vattenfall richtig verstanden habe, sollen die Einnahmen aus dem CO2-Zertifikate-Handel künftig für die Kosten von CCS aufkommen. Strafgeld für CO2-Produktion als Subvention für produziertes CO2? Wer bei solch verquerem Denken noch mitkommt, möge mich bitte aufklären ... Weitere Gründe gegen CCS nimmt die Redaktion gern entgegen.

Die Atomkraft hat uns bereits gelehrt: Endlager sind nicht sicher! Fördermittel nur noch für Erneuerbare!

CCS – Nein danke!

 

02 Kommentar

Zum Exklusiv-Artikel "Peinliche Premiere vor Schiedsgericht" der Financial Times Deutschland vom 08. April 2009

Eine peinliche Premiere in der Tat - Vattenfall zerrt seinen Gastgeber, den deutschen Staat, wegen Hamburg-Moorburg auf die Anklagebank. Peinlich für wen?

Deutschland steht erstmals vor dem Investitions-Schiedsgericht der Weltbank in Washington, berichtet die FTD. Gelandet ist Deutschland dort, weil Vattenfall sich so frei fühlte, in Hamburg-Moorburg arroganterweise einfach loszubauen, anstatt abzuwarten, ob man für das neue Klimamonster überhaupt eine Genehmigung bekommen würde. Man schaltete also den gesunden Menschenverstand aus, scherte sich einen feuchten Kehricht um die Meinung der Hamburger, baute fleissig los und glaubt sich mit dem Berliner Klimaschutzgrinsen aus dem Schneider.
Unterdessen standen auch die verklagten Aktivisten schon vor Gericht - man hatte es gewagt, Grund und Boden des Konzerns zu betreten. Wen wundert es da, wenn in Hamburg des nächtens Vattenfall-Autos brennen?

Warum ist Vattenfall der Bundesrepublik eigentlich so furchtbar böse? Angesichts des Milliardenprofits den der schwedische Staat, Besitzer Vattenfalls, aus Deutschland rausholt, angesichts der Klimakiller, Zeitbomben und maroden AKWs mit denen dieser Profit erzielt wird, müsste Vattenfall Deutschland doch eigentlich ganz doll lieb haben.

Einem solchen Gast sollte man eigentlich nur auf eine Art und Weise begegnen - indem man ihn vor die Tür setzt.

 

Kommentar 01

Neues Kohlekraftwerk in Berlin vom Tisch Brandenburg als dreckiger Hinterhof etabliert

Berlin: In Berlin macht Vattenfall jetzt ein klimaschutzfreundliches Gesicht. Dank der schon fast zweijährigen Proteste engagierter Privatpersonen, Umweltschutzorganisationen und einzelner Politikerinnen und Politiker, die in einem großen Bündnis gipfelten (berlin-sagt-nein.de), wird auf Berliner Boden kein neues Kohlekraftwerk entstehen. Man habe tief in die Berliner Bevölkerung hineingehorcht, verlautbarte Vattenfall auf einer Pressekonferenz am 12.03.2009.
Während Organisationen und Parteien nun damit beschäftigt sind, sich kräftig auf die eigene Schulter zu klopfen, ist gleichzeitig klar: frei vom Dreck der Kohle ist Berlin damit noch lange nicht. Kein einziges der vorhandenen Kohlekraftwerke wurde bisher abgeschaltet, und es gibt keinen Plan, geschweige denn Verbindlichkeiten für den Ausstieg aus der Kohlenutzung.

Vorne hui – hinten pfui
Jenseits der Hauptstadtbühne zeigt Vattenfall ein ganz anderes Gesicht. Gleich um die Ecke in Brandenburg findet sich Jänschwalde, eines der größten und dreckigsten Kohlekraftwerke Europas. Dörfer, Landschaften und Naturschutzgebiete müssen hier Vattenfalls Kohlehunger weichen. Und nun kommt auch noch CO2-Müll – demnächst in den Regionen Ketzin, Beeskow und Neutrebbin.

CCS - Sicher wie Asse
CCS, die Abkürzung für Carbon Capture and Storage, auf Deutsch "CO2 Auffangen und Endlagern", wird von Vattenfall als Mittel zur "sauberen" Energiegewinnung aus Kohle angepriesen. Sauber ist aber gar nichts, denn es fällt ebenso viel CO2 an, wie vorher. Einziger Unterschied: das giftige Gas wird in einem energie- und kostenintensiven Verfahren abgespalten, anstatt durch den Schornstein zu entweichen. Und dann - wohin mit dem CO2-Müll? Irgendwo außer Sicht unter der Erde verbuddeln, lautet Vattenfalls Antwort. Seltsam bekannt erscheint uns dieses Vorgehen dieser Tage. Schwappt doch gerade die radioaktive Lauge in dem als auf tausende von Jahren sicher angepriesenen, inzwischen leider offensichtlich undichten Atommülllager Asse. Das eine Müllproblem noch nicht gelöst, steigt Vattenfall schon in die Produktion weiteren gefährlichen Problemmülls ein und lobt sich für seine Innovationsfähigkeit.

Damit noch immer nicht genug: Pannenreaktoren in Brunsbüttel und Krümmel, Hamburg-Moorburg, Boxberg. Und wann Forsmark mal wieder kurz vor der Kernschmelze steht, scheint auch nur eine Frage der Zeit.
Das freundliche Gesicht ist eine Maske. Zukunftsfähigkeit ist was anderes. Es steht erst 1:0.

 

... und so hat es mit den Kommentaren angefangen - manchmal kann man einfach nicht mehr still bleiben ;-)

21.05.2008
Kommentar: «Dumm, dümmer, Kunde» ist Vergangenheit, liebe Energiekonzerne!

Interessant ist es schon, was da so in der Strombranche passiert und permanent scheinbar durch Geldgier, sorry, Profitstreben verbockt wird. Die ständigen Preiserhöhungen, in diesem Fall vom schwedischen Unternehmen Vattenfall in Hamburg und Berlin, führten tatsächlich dazu, dass die sonst so treuen, drögen, dummen Stammkunden letztendlich doch in Scharen zur günstigeren Konkurrenz übergelaufen sind. Jetzt gibt es harte Zahlen: Im ersten Quartal brach der Gewinn beim schwedischen Energieriesen laut spiegel.de in Deutschland um gut ein Viertel ein. Vattenfall verlor in Berlin und Hamburg 2007 angeblich 250.000 Kunden – Köpfe rollten! Da kommt doch so eine Studie aus Hamburg gerade recht: Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat "Tarife, Vertragsbedingungen, Produktspektrum, Internetauftritt sowie die Servicequalität am Telefon und per E-Mail eingehend analysiert" und 682 Interessentenkontakte (ist das damit überhaupt eine repräsentative Umfrage/Untersuchung?) ausgewertet. Das tolle Ergebnis: Vattenfall ist "Bester Stromanbieter", Sieger, Nummer 1, Primus, einfach geil, oder? Dabei scheinen die günstigsten Anbieterpreise in einzelnen Städten nicht ermittelt worden zu sein. Das ist doch nebensächlich, der Preis spielt keine Rolex, oder? Jetzt hängen überall Plakate in Hamburg mit "Vattenfall ist Nr. 1" herum und man hört komische Rundfunkspots von Vattenfall nach der Art "Du musst dich nicht schämen, denn Vattenfall ist doch supergeilsexy". Ist es nicht! Wie verzweifelt und frustriert müsst ihr eigentlich schon sein, liebe Stromchefs, dass ihr euch solche – sorry – blöden – Kampagnen verkaufen lasst? Kein Stromkunde glaubt noch, dass ihr Nummer 1 seid. [...] Ein Kommentar von Oliver Hein-Behrens

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Gegendarstellung im Sinne des Presserechtes: Sehr geehrter Herr Hein-Behrens, im Rahmen Ihres Kommentars "«Dumm, dümmer, Kunde» ist Vergangenheit, liebe Energiekonzerne!" beziehen Sie sich auf die von unserem Institut durchgeführte Studie in der Stromanbieterbranche 2008. Ihre Behauptung, wir hätten in dieser Studie das Preis/Leistungsverhältnis nicht getestet, ist schlicht falsch. Die Tarife flossen zu 50 Prozent in die Auswertung zum "besten Stromanbieter" ein. Auch das verwendete Zitat, das es kein Anliegen war "die günstigsten Anbieter in einzelnen Städten zu ermitteln" ist so missverständlich, da es aus dem Zusammenhang genommen wurde. Wir bitten um eine entsprechende Gegendarstellung und die Entfernung der Falschaussagen von der Homepage des Medienhandbuchs bis heute Abend – dann werden wir von weiteren rechtlichen Schritten Abstand nehmen. Im Anhang sende ich Ihnen die komplette Dokumentation der Studie, der Sie den richtigen Sachverhalt entnehmen können. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Viele Grüße, Bianca Möller, Geschäftsführerin. Deutsches Institut für Service-Qualität, Curio-Haus, Rothenbaumchaussee 17, 20148 Hamburg, Telefon: 040 / 41 11 69-25, Mobil: 0170 / 29 33 857, Fax: 040/ 41 11 69 22, Web: www.disq.de

Alles gefunden bei folgender Quelle: www.medienhandbuch.de

Anmerkung d. Red.:
"Institut": Auch viele nichtwissenschaftliche, privatwirtschaftliche Unternehmen führen die Bezeichnung Institut. Vorwiegend handelt es sich um Dienstleistungsanbieter, deren Kunden besonderen Wert auf Seriosität legen. So sind zum Beispiel Bezeichnungen wie Kreditinstitut (statt Bank), Bestattungsinstitut (statt Bestattungsunternehmen), Eheanbahnungsinstitut (statt Heiratsvermittlung) und Massageinstitut (statt Massagepraxis oder Massagesalon) üblich. Hier sagt die Bezeichnung nichts über Form, Art und Qualität des Unternehmens aus. Sie dient allein Marketingzwecken. Link zum wikipedia-Eintrag ...

 

 

 

 

 

 

 

Zukunft ist ...

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  • geringst mögliche CO2-Produktion