Bürgernetzwerk:Berliner-Klima

Nach dem Kohlekraftwerk...

Im März 2009 verkündete der schwedische Energieversorger Vattenfall aufgrund massiver Proteste auf den Bau eines riesigen Kohlekraftwerkes im Herzen Berlin zu verzichten.Als Bürgerinitiative "Nein zum Kohlekraftwerk" hatten wir an der Entwicklung einen massgeblichen Anteil. "Man habe tief in die Stadt hineingehört", sagte der Generalbevollmächtige des Konzernes, Werner Süss. Wie wir bereits bei unserer Gründung im März 2007 verkündeten, ist uns ein "Nein" zur Kohle uns zuwenig. Darum engagieren wir uns weiterhin für eine moderne und zukunftsweisende Energieversorgung in Berlin.

8. März 2010

Biomasse in Lichtenberg: Vattenfall stellt Kraftwerke vor – Bürger warnen vor möglicher Mogelpackung

Am 11. März wird Vattenfall seine Pläne für die Ersatzinvestition des alten Heizkraftwerkes Klingenberg an der Rummelsburger Bucht vorstellen, sagte der Lichtenberger Baustadtrat Andreas Geisel (SPD) auf der letzten Sitzung des Umweltausschusses. Anlass ist ein öffentlicher Erörterungstermin des Bezirksamtes Lichtenberg für den Bebauungsplan des Gebietes. Nach massiven Protesten gegen die Pläne Vattenfalls, ein Kohlekraftwerk zu errichten, verkündete der schwedische Energiekonzern vor knapp einem Jahr, seine geplanten Kraftwerke anstatt mit Kohle, mit Biomasse und Erdgas zu betreiben.

„Wir sorgen uns um Art und Herkunft der Bio-Masse, die hier verbrannt werden soll“, so Dipl.-Ing. Jürgen W. Laue. Mit einigen Mitstreitern hat er zu diesem Thema die Interessengemeinschaft „Saubere Biomasse“ gegründet. Wie Ende letzter Woche bekannt wurde, will Vattenfall neben regional anfallender Biomasse auch Holz weltweit einkaufen. „Eine Mogelpackung werden wir uns nicht unterjubeln lassen“ erklärt Laue als Sprecher der IG, die bereits die Webseite www.was-wir-nicht-wissen-sollen.de geschaltet hat. Die Initiative hat die begründete Befürchtung, Vattenfalls Heizkraftwerke könnten zur Müllverbrennung genutzt werden.

Wie in der Kohlekraftwerksdebatte muss wieder mal der engagierte Bürger für Information der Bevölkerung sorgen, so der Diplom Ingenieur enttäuscht. 

Um den fachlichen Diskurs zu stärken, lädt daher die IG alle interessierten Bürger zum 16. März ein, mit dem profilierten Umweltexperten Klaus Koch aus Hamburg zu diskutieren. Der Hamburger Wissenschaftler befasst sich kritisch mit Biomassewerken, in denen stark belastetes Altholz verbrannt wird bzw. die völlig in Müllverbrennungsanlagen umgewandelt wurden.

 

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Informationen des Bezirksamtes Berlin-Lichtenberg

 

Kontakt IG "Saubere Biomasse"

Tel: 030 / 57797990
Fax:030 / 577979955

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