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"Bürger für Klimaschutz"
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31.12.2008
Ziel der BI für 2009: "Aus" für Steinkohlekraftwerk Lubmin

Karlshagen: 2007 endete mit der Erteilung des 1. Vorbescheides für die Fa. Dong Energy, genehmigt durch das StAUN in Stralsund, das war bitter. Doch dieses Jahr 2008 endet ohne eine weitere Genehmigung für Dong Energy. Der vorgesehene Baustart für 2008 musste verschoben werden, die Genehmigung in weite Ferne gerückt. Tausende Bürgerinnen und Bürger von Mecklenburg-Vorpommern wollen kein Kohlekraftwerk am Greifswalder Bodden, sehen die einzigartige Natur bedroht, ihre persönliche Gesundheit gefährdet und befürchten Verluste in der Tourismuswirtschaft. Sie organisieren sich, mittlerweile in 4 Bürgerinitiativen. Mehr dazu ...
Quelle: MV Regio

31.12.2008
Bürger feiern Erfolg gegen Kohlekraft

Eilantrag - Oberverwaltungsgericht Lüneburg hebt Bebauungsplan auf. Die Stadt Stade muss wahrscheinlich ganz neues Planungsrecht schaffen. Das kostet viele Monate Zeit. Damit könnte das Electrabel-Vorhaben platzen, ein 800-Megawatt-Werk in Bützfleth zu bauen.

Haseldorf/Stade: Bei den Bürgerinitiativen gegen den Bau von Kohlekraftwerken in Stade herrscht Jubelstimmung. Der Grund: Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die Änderung des Bebauungsplanes "einstweilen außer Verzug gesetzt", die extra für ein neues Kohlekraftwerk erlassen worden war. Weder beim Bauherren, dem belgisch-niederländischen Energiekonzern Electrabel, noch bei der Planungsbehörde der Stadt Stade war Dienstag jemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Mehr dazu ...
Quelle: Hamburger Abendblatt

30.12.2008
Starker Gegenwind für Electrabel

Stade: Ein lang ersehntes Geschenk hat die Bürgerinitiative gegen massive umweltbelastende Industriekonzentration in Stade (BI Haseldorfer-Marsch) zu Weihnachten bekommen: Kurz vor Heiligabend ist dem von den Kollegen aus Bützfleth eingereichten Normenkontroll-eilantrag vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg stattgegeben worden. Auch die Normenkontrollklage hat damit laut Gericht Aussicht auf Erfolg. Damit wird der Bebauungsplan 333/1 mit hoher Wahrscheinlichkeit für unwirksam erklärt. [...] "Es liegt dann bei der Stadt Stade zu überlegen, ob sie einen neuen B-Plan aufstellen will oder nicht", sagt Harald Jürgs von der Marsch-BI, der die Einschätzung des OVG insgesamt als "Riesenentwicklung" bezeichnet. Dieser müsste allerdings komplett überarbeitet werden. Mehr dazu ...
Quelle: Pinneberger Tageblatt

29.12.2008
Nach 18 Monaten außer Betrieb: Atomkraftgegner fordern Stilllegung der AKW Krümmel und Brunsbüttel

Deutschland: ´Die letzten eineinhalb Jahre haben gezeigt, dass die Atomkraftwerke für die Stromversorgung nicht benötigt werden´.Eineinhalb Jahre nach den Bränden in den norddeutschen Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel fordern Atomkraftgegner die endgültige Stilllegung der beiden Kraftwerke. ´Seit 18 Monaten sind Krümmel und Brunsbüttel wegen Reparaturen vom Netz. Damit ist der Beweis erbracht, dass diese Atomkraftwerke für die Stromversorgung nicht benötigt werden´, so Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Initiative ´.ausgestrahlt´. Mehr dazu ...
Quelle: ausgestrahlt.de/contratom.de

29.12.2008
Neue Stolpersteine in Dörpen und Stade

Dörpen/Stade: Zwei Bürgerinitiativen melden Erfolge: Im Emsland habe der finnische Papierkonzern UPM sein Desinteresse an der Beteiligung am geplanten Kohlekraftwerk erklärt. Und im Fall Stade hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg einem Normenkontroll-Eilantrag der Kraftwerksgegner gegen das Planungsverfahren stattgegeben. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Planungen für den Dörpener Klimakiller endgültig aufzugeben", erklärt Jan Deters-Meissner von der BI "Saubere Energie" in Dörpen. Mehr dazu ...
Quelle: wir klimaretter.de

29.12.2008
Planungsfehler bei Kohlekraftwerk

Bützfleth: Die Bürgerinitiative Bützfleth "Für eine umweltverträgliche Industrie" konnte mit einer Erfolgsmeldung in die Feiertage gehen. Kurz vor Weihnachten hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg den Eilantrag 333/1 angenommen und stellt damit in Aussicht, dass der bislang vorliegende Bebauungsplan zum geplanten Kohlekraftwerk von Electrabel ungültig werden könnte. In seiner Begründung weist das Gericht auf schwere planungsrechtliche Fehler hin. Mehr dazu ...
Quelle: Hamburger Abendblatt

28.12.2008
Berlins Senat gegen Vattenfall-Pläne

Berlin: Der Energiekonzern Vattenfall wird in Berlin wohl kein Kohlekraftwerk bauen können. Der Berliner Senat lehnt die umstrittenen Pläne ab. "Berlin will so etwas nicht", sagt Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke) im Interview mit Morgenpost Online. Der Senat habe dem Unternehmen "sehr deutliche Ansagen gemacht". Mehr dazu ...
Quelle: Morgenpost online

22.12.2008
Die taz auf Abwegen - eine Richtigstellung

Potsdam: Völlige Unkenntnis der Materie hat in der vergangenen Woche ein taz- Journalist bewiesen: In einem eigentlich kritisch zur Braunkohle gemeinten Artikel am 17. Dezember behauptete die Zeitung, die Vattenfall-Versuchsanlage in Schwarze Pumpe solle demnächst "an das Stromnetz angeschlossen werden" und könne dann "rund 2.000 Haushalte mit Strom versorgen". Richtig ist nach wie vor:
- dass die Anlage lediglich Dampf erzeugt und keinen Generator zur Stromerzeugung besitzt
selbst wenn die Anlage einen Generator hätte, würde
- man aus der thermischen Leistung nicht errechnen können für wie viele Haushalte der Strom reicht. Dazu müsste der Wirkungsgrad inklusive Stromerzeugung erst einmal bekannt sein.
- die Anlage keine Versorgungssicherheit für auch nur einen einzigen Haushalt bieten. Denn es ist ein Charakteristikum von Versuchsanlagen, dass sie ständig rauf- und runtergefahren werden und sich nur ganz selten im Dauerbetrieb befinden.
Der Journalist hat den Stand der CCS-Technologie somit komplett falsch eingeschätzt und dargestellt, weshalb die Umweltgruppe Cottbus heute um eine Richtigstellung gebeten hat.
Quelle: newsletter von www.keine-neuen-tagebaue.de

20.12.2008
Kohlegegner schließen sich für mögliche Klage zusammen

Mainz/Wiesbaden: Die Gegner des geplanten Kohlekraftwerks aus Mainz und Wiesbaden haben sich zusammengeschlossen, um im Falle eines positiven Vorbescheids für das KMW-Projekt den Klageweg zu beschreiten. Laut Christof van den Bruck von der Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz (KoMa) waren im Mombacher Turnerheim rund 70 Vertreter von 17 Organisationen und Parteien versammelt, um das "Bündnis für eine kohlekraftwerksfreie Region Mainz-Wiesbaden" zu gründen. Mehr dazu ...
Quelle: Allgemeine Zeitung

19.12.2008
RWE beteiligt sich an umstrittenem AKW in Bulgarien

Bulgarien: Der Energiekonzern RWE beteiligt sich an dem umstrittenen Bau eines Atomkraftwerks in Bulgarien. Der Konzern unterzeichnete am Freitag in Sofia eine Vereinbarung, wonach RWE einen Anteil von 49 Prozent an dem rund vier Milliarden Euro teuren Meiler in Belene übernimmt.
er Finanzchef der Kraftwerkstochter RWE Power, Antonius Voß, sagte RWE wolle einen Teil seines Pakets an dem zur französischen GDF Suez gehörenden belgischen Versorger Electrabel weiterreichen. Eine Einigung könne binnen Wochen erzielt werden. Mehr dazu ...
Quelle: Reuters/contratom

19.12.2008
Wissenschaftler befürchten: 2015 bleibt der Sommer in der Arktis eisfrei

Stockholm: Wissenschaftler sind alarmiert: Schon 2015 und damit fast einhundert Jahre früher als bislang erwartet könnte der Sommer in der Arktis eisfrei sein. Offenbar ist das Klima dort bereits gekippt. Mehr dazu ...
Quelle: taz

18.12.2008
Atempause für Mainz

Mainz: Ginge es nach den Betreibern des geplanten Kohlekraftwerks sollte eigentlich Ende 2008 bereits Baubeginn sein. Mehr dazu ...
Quelle: wir-klimaretter.de

17.12.2008
Debatte um KKW - Warnung vor Arbeitsplatzabbau

Berlin: Auf einer Veranstaltung zum Thema Klimagerechtigkeit am 16. Dezember fanden die Pläne des schwedischen Energiekonzernes Vattenfall in Rummelsburg ein Kohlekraftwerk zu errichten keinen Zuspruch. Vertreter der Umwelt- und Entwicklungsorganisation WEED, der örtlichen Bürgerinitiative, sowie der umweltpolitischen Sprecher von SPD und Grüne im Abgeordnetenhaus sprachen sich gegen den Neubau eines 800 MW-Kraftwerk als Ersatzinvestition in mitten der Hauptstadt aus. Die Teilnehmer kritisierten Arbeitsplatzabbau, warnten vor Schadstoffbelastung und Verschandelung der Stadt und nicht zuletzt vor den enormen Anstieg von CO2-Emissionen. Mehr dazu ...
Quelle: BI Nein zum Kohlekraftwerk

17.12.2008
Obama plant mit Nobelpreisträger Chu als Energieminister Kurswechsel in der Klimapolitik

Washington: Barack Obama hat ein "Green-Team" ausgesucht, das für Naturschützer ein wahres "Dream-Team" ist. Um Klima- und Umweltfragen kümmern sich in der künftigen US-Regierung ausgewiesene Experten, allen voran Nobelpreisträger Steven Chu als Energieminister (taz vom 12. Dezember). Bei der Vorstellung seiner Umweltmannschaft machte der kommende Präsident klar, dass er in der Umwelt- und Energiepolitik einen ganz anderen Kurs einschlagen will als Vorgänger George W. Bush. Obama versprach, mit Nachdruck dem Klimawandel entgegenzuarbeiten und die Erforschung alternativer Energien voranzutreiben. Mehr dazu ...
Quelle: dpa

17.12.2008
Vattenfall sucht Endlagerstätte Für CO2-Müll

Spremberg: Der Konzern Vattenfall hat eine Pilotanlage mit CCS eröffnet. Das abgetrennte Kohlendioxid soll in Sachsen-Anhalt deponiert werden. [...] "Das geht völlig risikolos", versichert Vattenfall-Sprecher Damian Müller. [...] Doch gerade da gibt es Bedenken. "Im Gegensatz zum Atommüll, der wenigstens in 10.000 Jahren zerfällt, bleibt CO2 eben CO2. Da wird sich nichts ändern", sagt zum Beispiel Axel Kruschat (BUND Brandenburg). Die Einlagerung müsse immer überwacht werden. Und niemand könne zu diesem Zeitpunkt behaupten, die Lager seien sicher. [...] Eng wird es für Vattenfall auch deshalb, weil die brandenburgische Landesregierung Druck macht. Die Aufschließung von neuen Tagebauen hat die SPD-CDU-Koalition nur genehmigt, wenn die CCS-Technologie ein Erfolg wird. Ansonsten seien weder die Klimaschutzziele der Bundesregierung noch die des Landes Brandenburg zu erreichen. Schafft es Vattenfall nicht, die Lagerstätten dicht zu halten, würde auch der Effekt für den Klimaschutz ausbleiben. Mehr dazu ...
Quelle: taz

11.12.2008
Gegner des geplanten Kohlekraftwerks in Offstein diskutieren über weiteres Vorgehen

Offstein: Wie geht es mit dem Widerstand gegen das geplante Kohlekraftwerk am Südzucker-Standort Offstein weiter? Die Bürgerinitiative "Für eine kohlefreie Region" lud zusammen mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) zu einem Info-Abend ein. Mehr dazu ...
Quelle: Wormser Zeitung

12.12.2008
Investitionsmotor erneuerbare Energien

Berlin: Bis 2030 allein im Strombereich jährliche Investitionen zwischen 6 und 8 Milliarden Euro durch das EEG. Der durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorangetriebene Ausbau der regenerativen Stromerzeugung in Deutschland bringt erhebliche Investitionen mit sich. Einer Studie für das Bundesumweltministerium zufolge werden bei der Umsetzung der aktuellen Ziele der Bundesregierung bis zum Jahr 2030 jährlich zwischen 6 und 8 Milliarden Euro investiert. Die Kosten für die einzelnen Stromkunden halten sich dabei in Grenzen. Mehr dazu ...
Quelle: BMU

09.12.2008
Die Energie- und Klimawochenschau: Konservative Regression

Führende EU-Politiker klammern sich angesichts der Wirtschaftskrise an überkommene Strukturen, gefährden damit den Klimaschutz und versäumen den Umbau der Industriegesellschaft. Fast alles spricht derzeit von der Wirtschaftskrise [...] Konjunkturprogramme schwirren durch die Luft, Konsumgutscheine und Mehrwertsteuersenkungen. Dabei wird fast übersehen, dass dieser Tage im polnischen Poznan und im belgischen Brüssel für die Zukunft des globalen Klimas wichtige Verhandlungen abgehalten werden, und dass der Klimaschutz ja vielleicht der entscheidende Hebel sein könnte, mit dem sich die Weltwirtschaft aus dem Krisensumpf heraus wuchten könnte. So sehen es jedenfalls britische Ökonomen, die einen Green New Deal fordern und einige Tausend Demonstranten, die am Samstag durch London dafür auf die Straße gingen. Mit New Deal wurden die massiven Konjunkturprogramme bezeichnet, mit denen ab 1933 die US-Regierung unter Franklin Delano Roosevelt die dortige Wirtschaft aus der Depression heraus holte. Mehr dazu ...
Quelle: telepolis/heise

09.12.2008
Neue Gaskraftwerke auch in Zukunft wirtschaftlich zu betreiben

Berlin: Von den (potenziellen) Kohlekraftwerksbetreibern wird oft argumentiert, Gaskraftwerke würden sich nicht rechnen, weil entweder nicht genügend Gaskapazität für den Kraftwerksbetrieb zur Verfügung stünde oder aber Gas nicht zu wettbewerbsfähigen Preisen erhältlich sei. Angereichert um die Drohkulisse einer steigenden Abhängigkeit von russischem Gas setzen die großen deutschen Stromkonzerne auf „moderne Kohlekraftwerke“ als einzig gangbaren Weg für die sichere Stromversorgung durch fossile Kraftwerke. Dass dem nicht so ist, beweisen insbesondere ausländische Energieunternehmen, die trotz aller Unkenrufe in Deutschland auf neue Gaskraftwerke setzen. So hat der holländische Energieversorger Nuon kürzlich die Genehmigungsunterlagen für ein neues Gaskraftwerk (450 MW) in Frankfurt-Griesheim eingereicht. Der spanische Energieversorger Iberdrola stieg Mitte des Jahres aus dem Kohlekraftwerksprojekt in Brunsbüttel aus und plant stattdessen zwei neue Gaskraftwerke (zu je 1.100 MW) in Ludwigsau (Hessen) und in Lauchhammer (Brandenburg). Anfang Dezember sicherte sich der Schweizer Energieversorger Atel in Premnitz (bei Berlin) einen Industriestandort, um dort ein neues Gaskraftwerk zu bauen. Eine aktuelle Übersicht des Bundesverband Energie- und Wasserwirtschaft weist für Deutschland 14 neue Gaskraftwerksprojekte (insgesamt 9.100 MW) aus, die sich derzeit in der Bau- oder Planungsphase befinden.

Der Stromanteil aus Erneuerbarer Energie soll durch die Novelle des EEG (2009) von heute über 15 Prozent auf mindestens 30 Prozent innerhalb von nur elf Jahren steigen. Um dies zu erreichen muss parallel eine Anpassung des konventionellen Kraftwerksparks an die fluktuierende Einspeisung von Wind- und Sonnenenergie erfolgen. Große Kohleblöcke oder Kernkraftwerke lassen sich nicht kurzfristig ab- und wieder anfahren, um die Schwankungen des Stromangebots aus Erneuerbaren auszugleichen. Dafür eignen sich flexibel einsetzbare Gaskraftwerke wesentlich besser!
Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.

09.12.2008
Eon bremst friesische Windstromerzeuger aus - enormer wirtschaftlicher Schaden

Friesland: An den Nordseeküsten fehlen inzwischen so viele Leitungen, dass bei gutem Wind Windkraftanlagen abgeschaltet werden müssen. Netzbetreiber Eon verschleppt das Problem, obwohl Nachbar Dänemark die Lösung zeigt. taz: Nordfrieslands Windmüller bekommen ihren Strom nicht los. Was ist los an der Küste? Hermann Albers (Präsident des Bundesverbands Windenergie, Bauer in Schleswig-Holstein): Wir haben seit Jahren Netzengpässe. Besonders bei gutem Wind müssen deshalb Anlagen abgeschaltet werden. Für uns bedeutet das inzwischen einen Verlust in der Größenordnung von 12 Millionen Euro, die uns in den letzten drei Jahren an Einnahmen entgangen sind. Es gibt Windparks, die in einem einzigen Monat 200.000 bis 300.000 Euro verlieren." Mehr dazu ...
Quelle: taz

08.12.2008
Verschollen im Gorlebener Salz?

Ein leitender Mitarbeiter des Atomspediteurs GNS ist verschollen. Nur widersprüchliche Informationen über seine Aufgaben. Grüne fragen nach möglichem Zusammenhang mit umstrittenen Strahlenmessungen beim Castor-Transport

Göttingen: Tatort Gorleben: Eine Leiche im Salz wie beim Fernsehkrimi vor vier Wochen gibt es zwar nicht, doch auch in einem realen Fall besteht Aufklärungsbedarf: Ein leitender Mitarbeiter der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), die für die Atomwirtschaft die umstrittenen Castor-Transporte abwickelt und über einer Tochterfirma die beiden Atommüllzwischenlager in Gorleben betreibt, ist seit rund zwei Monaten spurlos verschwunden. Brisant erscheint der Fall auch vor dem Hintergrund des Durcheinanders bei den Strahlenmessungen beim jüngsten Atommülltransport im November. Mehr dazu ...
Quelle: taz

06.12.2008
Klimaschutz nicht mit veralteter Technik begegnen - Bürgerinitiativen verweigern Teilnahme am "Kraftwerks-Forum"

Stade: Die beiden Bürgerinitiativen (BI) gegen Kohlekraftwerke aus Bützfleth und dem Alten Land werden auf keinen Fall an dem sogenannten Kraftwerks-Forum teilnehmen, das die Eon jetzt ins Leben gerufen hat. „Wir sind grundsätzlich gegen den Bau von Kohlekraftwerke. Da macht eine solche Veranstaltung einfach keinen Sinn“, sagt Sabine Klie von BI Bützfleth. [...] „Wir nehmen nicht an einem Pseudo-Dialog teil, der einem Pokerspiel mit gezinkten Karten gleicht“, hat Meyer am Dienstag erklärt und zweifelt die Neutralität des von Eon beauftragten Kommunikationsunternehmens IFOK an. Mehr dazu ...
Quelle: Tageblatt online

06.12.2008
Wieder Protest gegen Staudinger

Hanau: Die Bürgerinitiative Stopp Staudinger machte heute in Hanau gegen den geplanten Ausbau des Kohlekraftwerks in Großkrotzenburg mobil. Mit einer Plakat-Menschen-Kette will die Initiative am Hanauer Schwanenbrunnen gegen den geplanten Block 6 protestieren. Anlass ist der heutige Weltklimatag. Der Ausbau ist nicht notwendig. Würde Kraftwerksbetreiber E.ON den Gasblock 4 stärker einsetzen, könnte er auf den geplanten Ausbau verzichten, so Winfried Schwab-Posselt, Sprecher der Bürgerinitiative: "Der Block 6 wird neben Feinstäuben und anderen schädlichen Substanzen natürlich auch dieses schädliche Klimagas CO2 produzieren in einer Menge von fast 9 Millionen Tonnen. Bisher haben wir so 4 bis 5 Millionen Tonnen. Wir wollen, dass in die erneuerbaren Energien gegangen wird, hier beim Staudinger Kraftwerk auf Gasblock gefahren wird." Link zur Meldung ...
Quelle: Aschaffenburg24.de

04.12.2008
Proteste gegen Schweizer Kohlepolitik

Brunsbüttel: Mit „großer Bestürzung“ reagieren die Einwohner der Regionen Brunsbüttel und Wilstermarsch auf die Pläne der Rätia Energie, sich mit bis zu 900 Megawatt (einem Kraftwerksblock) am Bau und Betrieb des Steinkohlekraftwerkes der Südweststrom Kraftwerk GmbH (SWS) in Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) zu beteiligen. 64% der befragten Brunsbütteler Einwohner und die große Mehrheit der Einwohner der angrenzenden Gemeinden in der betroffenen Region lehnen das Projekt ab und unterstützen die Bürgerinitiative für Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe / Brunsbüttel (BI). Die BI sendet daher am 4. und 5. Dezember eine Delegation mit 3 Vertretern zu einer Protestreise nach Chur und Poschiavo im Kanton Graubünden. Am 4.12. werden Dr. Arne Firjahn, Dr. Karsten Hinrichsen und Stephan Klose ein Manifest an Herrn Stefan Engler, Regierungsrat des Kanton Graubünden übergeben und ihr Anliegen vortragen. Der Kanton Graubünden ist mit 46% der größte Aktionär der Rätia Energie. Mehr dazu ...
Quelle: Europaticker

04.12.2008
Energiestudie für Sachsen: 100 Prozent Ökostrom möglich

Dresden: Der Streit um die Klimapolitik hat Sachsens schwarz-rote Koalition schon mal an den Hand des Scheiterns gebracht. Knapp zwei Jahre ist es her, da gerieten SPD und CDU herbe aneinander, weil Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) mehr erneuerbare Energien wollte als der damalige Regierungschef Georg Milbradt (CDU). Jetzt steht das Thema erneut auf der Tagesordnung. Grund ist eine Klimastudie, die die Grünen im Freistaat in Auftrag gegeben haben, und das Ergebnis der Experten ist eindeutig: Schon in absehbarer Zeit sei eine komplette Versorgung mit Öko-Strom möglich. Konkret liest sich das so: Werden derzeit 14 Prozent des Stromverbrauchs durch erneuerbare Energieträger gewonnen, so könnten es im Jahr 2020 bereits 82 Prozent sein. Mehr dazu ...
Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten

04.12.2008
Rätia Energie soll Kohlekraftwerk sein lassen - Norddeutsche Bürgerinitiative fordert Ausstieg

Graubünden/Brunsbüttel: Die Rätia Energie soll auf die Beteiligung an einem Steinkohlekraftwerk in Brunsbüttel verzichten. Eine Bürgerinitiative aus der norddeutschen Stadt hat diese Forderung dem Bündner Regierungspräsidenten Stefan Engler überbracht. Das geplante Steinkohlekraftwerk ohne Kraft-Wärme-Koppelung erzeuge pro Kilowattstunde fast viermal soviel Kohlendioxid wie ein gleich grosses Gas-Kraftwerk mit dieser Technik, argumentierte die Bürgerinitiative Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe bei einem Besuch in Graubünden. Die Rätia Energie verschweige, dass die Anlage - mit 1800 Megawatt Leistung eines der grössten Steinkohlekraftwerke Deutschlands - ohne Wärme-Kraft-Kopplung würde. Diese Technik sei aber heute Standard. Mehr dazu ...
Quelle: sda / SF

03.12.2008
Bürgermeister entsetzt - "Stopp Staudinger" informiert über gesundheitliche Folgen

Hainburg: Der Hainburger Bürgermeister Bernhard Bessel übt scharfe Kritik an der Bürgerinitiative "Stopp Staudinger". [...] Winfried Schwab-Posselt von der Bürgerinitiative Stopp Staudinger: "Ich denke die Kritik haben wir von Seiten der Bürgerinitiative erwartet, auch dass der Herr Bessel da nicht hoch erfreut ist. Er hat die Daten lange unter der Decke gehalten. Ich denke es wird Zeit, dass man die Bevölkerung über die gesundheitlichen Risiken, die von diesem Kraftwerk ausgehen, aufklärt." Mehr dazu ...
Quelle: kanal8.de

02.12.2008
Greenpeace: Vattenfall «klimaschädlichster Stromanbieter»

Deutschland: Der Energiekonzern Vattenfall agiert hochgradig klimaschädlich. Das ist das Ergebnis einer neuen Analyse, die Greenpeace heute vorstellt. Im Schwarzbuch Vattenfall werden die verschiedenen Konzernsparten, seine Geschäftspraktiken und seine PR-Kampagnen untersucht. [...] "Vattenfall hat sich das Prädikat 'besonders klimaschädlich' erworben", so Karsten Smid, Klimaexperte von Greenpeace. "Kein anderer deutscher Energiekonzern bietet klimaschädlicheren Strom an als Vattenfall. Auch seine Lobbymethoden sind besonders aggressiv, und seine PR-Kampagnen grenzen an Volksverdummung." Jede bei Vattenfall erzeugte Kilowattstunde Strom hat im Schnitt 890 Gramm Kohlendioxid produziert, das ist Negativrekord in Deutschland. Trotzdem setzt der Konzern auch in Zukunft auf Strom aus Braunkohle. In Erneuerbare Energien investiert Vattenfall kaum. In Deutschland erzeugt der Konzern nur 0,04 Prozent seines Strommixes aus Windenergie. Mehr dazu ...
Quelle: Greenpeace

01.12.2008
Atommüll-Berg wächst rasant

Brüssel: Der deutsche Atommüll wächst bis zum Jahr 2020 um weitere 100 000 Kubikmeter an. EU-weit hat sich die Produktion des strahlenden Abfalls in den vergangenen acht Jahren verdoppelt. Der Zuwachs schafft Probleme. Ungeachtet der Konflikte um Atommüll-Lager wie Gorleben, Schacht Konrad und Asse, wächst der deutsche Atommüll allein bis zum Jahr 2020 um weitere 100 000 Kubikmeter an. Das entspricht einem Müllberg von einem Meter Höhe, ausgebreitet auf 14 Fußballfeldern der Länderspielklasse mit 105 Metern Länge und 68 Meter Breite. Mehr dazu ...
Quelle: derwesten.de / contratom

01.12.2008
Kraftwerksgegener ausgezeichnet

Krefeld: Allgemeinmediziner Dr. Bernd Kaufmann macht seine Hausbesuche mit dem Fahrrad. „Das ist umweltfreundlich, geht meist schneller und ist gut für meine Gesundheit“, erklärt der Arzt, der seit 15 Jahren mit einer Praxis an der Oppumer Buddestraße niedergelassen ist. Am Samstag erhielten Kaufmann und die von ihm gegründete Initiative „Ärzte und Apotheken gegen das Kohlekraftwerk“ den 15. Preis „Engagement und Courage“ des grünen Kreisverbandes Krefeld. Mehr dazu ...
Quelle: RP online

01.12.20089
Meldepflichtige Ereignisse seit der Inbetriebnahme: AKW Brunsbüttel Spitzenreiter

Deutschland: Vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) wurde mit Stand vom 28.07.08 auf dessen Website eine Zusammenstellung der Anzahl meldepflichtiger Ereignisse in den Atomkraftwerken im Zeitraum von der Inbe­triebnahme bis zum 30.06.08 veröffentlicht. Daraus geht hervor: Spitzenreiter bei der Gesamtanzahl meldepflichtiger Ereignisse seit der Inbetriebnahme ist das AKW Brunsbüttel des Vattenfall-Konzerns mit 453 meldepflichtigen Ereignissen. Den zweiten Platz hat das AKW Neckarwestheim-1 der EnBW mit 417 meldepflichtigen Ereignissen, auf Platz drei folgt das AKW Biblis-A der RWE mit 407 meldepflichtigen Ereignissen. - Das Vattenfall-AKW Krümmel belegt demnach den siebten Platz mit 311 meldepflichtigen Ereignissen seit Inbetriebnahme. Mehr dazu ...
Quelle: BfS / contratom

28. November 2008
Vattenfall will KKW-Pläne für berlin im Januar vorstellen

Berlin: Nach Zeitungsberichten will der schwedische Energiekonzern Vattenfall seine Pläne für den Neubau eines Kohlekraftwerkes in Berlin-Rummelsburg im Januar 2009 vorstellen. [...] Dabei wird der Klimawandel schlimmer als bisher angenommen, erklärte der Wissenschaftler Hans-Joachim Schellnhuber. "Wir stehen kurz vor einem unbeherrschbaren Klimawande", warnte der Klimaberater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch auf dem Klimakongress der EnBW in Berlin. "Wenn alles schief geht, wird das System kollabieren", so Schellnhuber. Diese Warnungen scheinen Vattenfall nicht zu interessieren. "Ein Unternehmen das Profitinteressen höher ansetzt als den Klimaschutz, dürfe nicht länger Versorger Berlins sein", sagt ein BI-Sprecher und fordert die Kündigung des Konzessionsvertrages mit der Hauptstadt, falls Vattenfall mitten in der Stadt ein monströses Kohlekraftwerk baut. Mehr dazu ...
Quelle: Pressemitteilung BI Nein zum Kohlekraftwerk

28.11.2008
Politik freut sich auf Brokdorfer »Dreckschleuder«

Brunsbüttel: Die Ratsversammlung von Brunsbüttel hat dem Bebauungsplan für ein Kohlekraftwerksprojekt zugestimmt. Der belgische Energiekonzern Electrabel hat einen Bauantrag für ein 800-Megawatt-Kohlekraftwerk ohne Kraft-Wärme-Kopplung in Brokdorf (Schleswig-Holstein) gestellt. Im neunköpfigen Bauausschuss fiel das Projekt vor wenigen Wochen noch durch. Doch im Stadtparlament stimmten jetzt 15 Ratsvertreter von SPD, CDU und FDP dafür. Mehr dazu ...
Quelle: Neues Deutschland

27.11.2008
Mammmutverfahren in Greifswald endet erfolgreich

Berlin/Greifswald: Nach über drei Wochen Verhandlungen endete gestern in Greifswald das Erörterungsverfahren zum geplanten Steinkohlekraftwerk in Lubmin. Nach den über 9000 vorgebrachten Einwendungen gegen das Kraftwerk und intensiver Debatte in den letzten Wochen über die Umwelt, gesundheitlichen und klimapolitischen Risiken eines solchen Projektes scheint eine Genehmigung in weiter Ferne: „Die Erörterungen waren ein voller Erfolg. Durch Gutachter und Expertenwissen haben die Umweltverbände und Bürgerinitiativen detailiert belegen können, dass dieses Kraftwerk nicht genehmigungsfähig ist“, so Rechtsanwalt Peter Kremer der die Umweltverbände BUND, WWF, NABU und die Bürgerinitiativen vertritt. [...] Das Verfahren in Lubmin war eines der größten Verfahren zur Genehmigung eines Kohlekraftwerkes und hat gezeigt, dass immer mehr BürgerInnen in Deutschland ein klares Nein zu neuen klimaschädlichen Kohlekraftwerken sagen. Mehr dazu ...
Quelle: greifswald-netz.de

27.11.2008
Trianel-Kraftwerk - Klage geht notfalls zum Europäischen Gerichtshof

Lünen: Die Klage gegen das Trianel-Kohlekraftwerk werde bis zum Europäischen Gerichtshof durchgezogen, wenn es finanzierbar sei. Das erklärte der Vorsitzende der Bürgerinitiative Kontra Kohle Kraftwerk (BI-KKK), Thomas Matheé, in einer Mitgliederversammlung in der Stadtinsel. Auf die Frage von Vorstandsmitglied Ingbert Kersebohm, wie groß das Risiko sei, auch ein Gutachten bezahlen zu müssen, wenn das Gericht eins verlange, sprach der BUND-Landesgeschäftsleiter Dirk Jansen von „großen Unwägbarkeiten”. Aber auch Trianel baue mit vollem Risiko, es gebe schon Bauruinen nach verlorenen Klagen. Mehr dazu...
Quelle: DerWesten.de

23.11.2008
Kohlegespenst plagt Emden

Emden: Die Wybelsumer und Logumer Vorwerker plagen Sorgen. Vor allem das Gespenst eines Kohlekraftwerks geht um. Tapper: „Der Bürgerverein lehnt das komplett ab, egal, ob im Wybelsumer Polder oder auf dem Rysumer Nacken, ein Kohlekraftwerk gehört nirgendwo mehr gebaut.” Mehr dazu ...
Quelle: Emder zeitung

23.11.2008
Dänisches Großprojekt zeigt: CO2-Abscheidung wirtschaftlich nicht machbar

Berlin: Die Energiebilanz für die CO2-Abscheidung bei einem Kohlekraftwerk: Will man die Emissionen einigermaßen klimaneutral bekommen, muss man 50 Prozent mehr Steinkohle verfeuern. Der Entwicklungschef des dänischen Energiekonzerns Dong Energy Power gibt es unumwunden zu: Die Abscheidung von Kohlendioxid (CO2) aus einem Steinkohlekraftwerk rechnet sich nicht. "Der Energieverbrauch ist ganz einfach viel zu groß", sagt Rudolph Blum. Das bestätigen die gerade abgeschlossenen Auswertungen des weltweit größten praktischen CO2-Abscheideversuch im dänischen Esbjerg. Ergebnis: Um eine Tonne CO2 aus den Rauchgasen herauszutrennen, wurden 3,7 Gigajoule Energie verbraucht. Das heißt im Klartext: Ein Drittel des Effekts, den das Werk hat, würde allein von dieser Abscheidetechnik geschluckt. Mehr dazu ...
Quelle: taz

23.11.2008
Widerstand gegen Kohlekraftwerkspläne in Marl wächst

Marl: Im nordrhein-westfälischen Marl plant Evonik ein neues Steinkohlekraftwerk. Offenbar soll in unmittelbarer Nähe zu einem bereits bestehenden Kohlekraftwerk ein weiterer 750 bis 900 Megawatt-Block entstehen. Die Planungen sind noch in einer sehr frühen Phase, doch schon jetzt regen sich Bürgerproteste. Mehr dazu ...
Quelle: wir-klimaretter.de

22.11.2008
Fahrplan für den Kohleausstieg gefordert

Greenpeace legt einen Gesetzentwurf vor, mit dem der Ausstieg aus der Kohlenutzung bis 2040 erreicht werden soll. Wie beim Atomausstieg sollen die Strommengen begrenzt werden. Den Grünen ist der Plan nicht ambitioniert genug

Berlin: Greenpeace möchte den Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland gesetzlich vorschreiben. Am Freitag legte die Umweltorganisation in Berlin einen Vorschlag für ein Kohleausstiegsgesetz vor. Bis 2040 soll so das Ende der klimaschädlichen Stromerzeugungsform Wirklichkeit werden. Mehr dazu ...
Quelle: taz

21.11.008
Hoffnung auf Wandel der Klimapolitik der USA

Washington: Die Ankündigung des künftigen US-Präsidenten Barack Obama, die Treibhausgase der USA bis 2020 auf den Stand von 1990 zu senken und bis 2050 um weitere 80 Prozent zu reduzieren, ist mit Erleichterung aufgenommen worden. Zwar hatte Obama diese Zahlen auch schon im Wahlkampf genannt; doch angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise waren in den letzten Wochen selbst in den eigenen Reihen Zweifel aufgekommen, ob er seine ehrgeizigen Pläne aufrechterhalten will - und kann. Dass Obama gleich die zweite politische Rede seit seiner Wahl der Klimapolitik widmete, werteten US-Medien als starkes Zeichen dafür, dass er sein Versprechen ernst meint. Mehr dazu ...
Quelle: taz

19.11.2008
RWE prüft offenbar Bau eines Steinkohlekraftwerks in Sachsen-Anhalt

Frankfurt/Main/Arneburg: Der Energiekonzern RWE prüft offenbar den Bau eines Steinkohlekraftwerks im Norden Sachsen-Anhalts. Der Kohleblock könnte demnach in dem Industrie- und Gewerbegebiet Arneburg bei Stendal entstehen, berichtet die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires am Dienstag unter Berufung auf eine mit der Situation vertrauten Person. Über das Kraftwerksprojekt verhandele RWE bereits seit mehreren Monaten mit dem Wirtschaftsministerium in Magdeburg. Eine Inbetriebnahme sei im Zeitraum 2014 bis 2018 denkbar, hieß es. Eine endgültige Entscheidung ist dem Vernehmen nach noch nicht gefallen. Mehr dazu ...
Quelle: ddp

18.11.2008
Rasanter Zuwachs an Strom und Wärme aus Sonnenenergie

Berlin: Immer mehr Strom und Wärme in Deutschland kommen aus der Sonnenenergie. Ungeachtet der Finanz- und Wirtschaftskrise erwartet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) für 2008 eine Zunahme der neu installierten Solarstromleistung um mindestens 35 Prozent auf 1,5 Gigawatt. Bei der Solarwärme sei sogar eine Verdoppelung des Absatzes der Heizungsanlagen möglich. Das entspreche einer Kollektorfläche von 1,6 Millionen Quadratmetern, teilte Geschäftsführer Carsten Körnig am Dienstag in Berlin mit. Beim Export setze sich der Boom fort. Für 2009 werde mit einem zweistelligem Absatz-Plus und sinkenden Anlagepreisen gerechnet. Mehr dazu ...
Quelle: dpa

15.11.2008
Gigantische braune Wolken verändern das Weltklima

Peking: Gewaltige, von Menschen verursachte Dreckwolken aus giftigen Chemikalien, Ruß und Smog bedecken den Himmel über weiten Teilen von Asien und beeinflussen dort das Klima. Eine drei Kilometer dicke "braune Wolke" erstreckt von der Arabischen Halbinsel über China bis zum Pazifischen Ozean, warnt ein Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen UNEP. Die Wolke führt dazu, dass die Städte dunkler, die Gletscher im Himalaya schneller abschmelzen und die Menschen erkranken. Autoabgase, Brandrodung, Holzfeuer und Kohlekraftwerke tragen zur Bildung der braunen Wolken in der Atmosphäre bei (Atmospheric Brown Clouds - ABCs), die vor allem Asien, aber auch Teile von Südafrika, Europa, Nordamerika und dem Amazonasbecken bedecken. Veröffentlicht wurde der Bericht in Peking, die als eine der Megacities mit der größten Luftbelastung gilt. Mehr dazu ...
Quelle: telepolis/ heise

14.11.2008
Alarm bei Vattenfall - CCS-Blase könnte platzen

Spremberg: Den Besuch der Delegation von Landtagsabgeordneten, ministeriellen Referatsleitern und Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) am Mittwoch im Kohlekraftwerk Schwarze Pumpe nahm Vattenfall sehr ernst. Neben dem Vorstandsvorsitzenden von Vattenfall Europe Mining & Generation war auch der brandenburgische Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) als Ansprechpartner vor Ort. Nicht ohne Grund. In der Berliner Vattenfall-Zentrale stehen die Alarmsignale auf rot. Das Prestige- und Zukunftsprojekt CCS (Carbon Capture und Storage – Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid) scheint gefährdet. Mehr dazu...
Quelle: Volksstimme.de

14.11.2008
Kindergarten Feinstaub-belastet

Hainburg: Im Bereich eines Kindergartens im Hainburger Ortsteil Hainstadt gibt es dramatische Grenzüberschreitungen für Feinstaubwerte. Das berichtet die Bürgerinitiative Stopp Staudinger, die gegen den Ausbau des Kohlekraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg kämpft. In der Pressemitteilung ist von einem Skandal die Rede: Ende des Jahres 2007 wurde offenbar eine Feinstaubmessung in einem Hainstädter Kindergarten durchgeführt. Demnach war der gesetzliche Grenzwert um 60% überschritten. Weiter heißt es, der Energieversorger E.ON und Betreiber des Kohlekraftwerks habe erst auf massiven Druck der Bürgerinitiative die gesundheits­gefährdende Überschreitung eingestanden. Mehr dazu ...
Quelle: Aschaffenburg24.de

14.11.2008
Handel mit heißer Luft

Spanien: Spanien will statt Klimaschutz zu betreiben lieber von Ungarn Emissionsrechte abkaufen. Die schlimmsten Befürchtungen von Umweltschützern und Diplomaten aus Entwicklungsländern scheinen sich zu bewahrheiten. Lange hatten sie sich in den internationalen Klimaschutzverhandlungen gegen den Emissionshandel gewehrt. Schließlich konnten sich die Industriestaaten doch durchsetzen. So würde am effektivsten das Klimas geschützt, weil die Investitionen dahin fließen, wo sie am meisten bewirken. Pustekuchen. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet, dass Spanien Ungarn Emissionsrechte für sechs Millionen Tonnen CO2 abkaufen will. Der Hintergrund: Spanien ist weit davon entfernt, seine Verpflichtungen nach dem Kyoto-Protokoll zu erfüllen. Mehr dazu ...
Quelle: telepolis/ heise

13.11.2008
Wenn der Meeresspiegel steigt - Deichschutz in Niedersachsen

Niedersachsen: Der aufgrund des Klimawandels steigende Meeresspiegel beschäftigt die Menschen im Norden Deutschlands. Zwar kann niemand vorhersagen, ob und wie stark die Sturmfluten der Zukunft aussehen werden, doch das ist kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Mehr dazu ...
Quelle: Deutschlandradio/ dradio.de

13.11.2008
Umwelt-NGOs stellen Rettungsplan Wirtschaft vor

Berlin: Der Deutsche Naturschutzring (DNR) fordert als Dachorganisation von 94 Umwelt- und Naturschutzorganisationen das Ende der Dominanz der Finanzmärkte über die reale Wirtschaft und über die Gesellschaft. Der DNR legt auch einen 5-Punkte Katalog vor. Unter dem Schlagsatz "Ökologie muss ins Zentrum der Krisenbewältigung rücken", fordert der Spitzenverband eine ökologisch orientierte Reform des Bretton-Wood-Abkommens aus dem Jahre 1944. Dazu müsse für eine umfassende Transparenz, klare Regelungen und die Einrichtung einer internationalen Aufsicht für alle Akteure auf dem Finanzmarkt sowie ein Verbot von Hedge-Fonds, Offshore-Zentren und Leerverkäufen gesorgt werden, so der DNR. Mehr dazu ...
Quelle: DNR/glocalist.com

13.11.2008
Öl-Lobby fordert Energierevolution - Internationale Energie-Agentur entdeckt plötzlich Klimaschutz und erneuerbare Energien

International: Dass Umweltschützer oder die Erneuerbare-Energien-Branche einen kompletten Umbau der weltweiten Energieversorgung fordern - daran hat man sich gewöhnt. Nun geht aber auch die mächtige Internationale Energieagentur IEA, die bislang als enger Verbündeter der Öl-, Kohle- und Atom-Industrie galt, davon aus, dass das weltweite Energiesystem "eindeutig nicht zukunftsfähig sind". Sowohl aus ökologischen als auch aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen müsse ein Kurswechsel eingeläutet werden. "Dazu bedarf es nichts Geringerem als einer Energierevolution." Erstmalig warnt die IEA in ihrem jährlichen Ausblick vor einer "katastrophalen, irreversiblen Schädigung des Weltklimas", wenn sich der gegenwärtige Trend fortsetzt. Mehr dazu ...
Quelle: taz

13.11.2008
KoMa: Entega gegen Kohle

Mainz/Wiesbaden: [...] KoMa-Sprecher Patrick Hassenpflug hatte gestern in einer Presseerklärung nochmals darauf verwiesen, dass der kommunale Stromversorger Entega in einem Gespräch in Darmstadt mit den Kraftwerksgegnern erklärt habe, dass ein Bezug von KMW-Kohlestrom nicht geplant sei. "Damit hat das Mainzer Kohlekraftwerk rein gar nichts mehr mit kommunaler Energieversorgung zu tun", so Hassenpflug. Außerdem habe KoMa Hinweise darauf, dass sich "ein größerer Investor mit einer dreistelligen Millionen-Summe in Form von Investitionszuschüssen an dem Kraftwerk beteiligen soll". Sollte dies der Fall sein, "wäre die Öffentlichkeit auf unglaubliche Art und Weise getäuscht worden", sagte Hassenpflug. Mehr dazu ...
Quelle: Main-Rheiner

13.11.2008
Bürgerinitiative bittet um faires Verfahren - Landesregierung muss eingreifen

Greifswald: [...] In dem laufenden Anhörungsverfahren zu dem geplanten Steinkohlekraftwerk Lubmin wurde seitens der Landesregierung wiederholt darauf hingewiesen, dass die DONG energy einen Anspruch auf ein rechtstaatliches Verfahren habe. Die Bürgerinitiative Greifswald gegen das Kohlekraftwerk Lubmin e.V. ist verwundert und irritiert, dass diese Zusicherung offensichtlich nur für die Antragsteller, nicht jedoch für die einwendenden Bürgerinitiativen und Verbände, sowie für die Einzeleinwender, gilt. Mehr dazu ...
Quelle: MVregio

13.11.2008
"Wir brauchen kein neues Kohlekraftwerk!"

Lippramsdorf: Die Widersacher des Kohlekraftwerks bekommen Schützenhilfe aus Berlin. Daniela Setton von der „klima allianz“, ein Bündnis aus 104 weltlichen und kirchlichen Organisationen, sprach bei ihrem Besuch am Mittwochabend im Landhaus Föcker klare Worte. Mehr dazu ...
Quelle: Halterner Zeitung

12.11.2008
KKWs Brunsbüttel: Ineffizient, klimaschädlich – und unwirtschaftlich

Berlin: Untersuchung der Universität Flensburg belegt Unwirtschaftlichkeit neuer Kohlekraftwerke am Standort Brunsbüttel – Vorrangig eingespeister Windstrom verdrängt Kohlestrom – Deutsche Umwelthilfe erwartet mittelfristig „tiefgreifende Umstrukturierung der nationalen Kraftwerksstruktur“ infolge des Ausbaus der Erneuerbaren Energien – Atomkraftwerke und große Kohlekraftwerke können Schwankungen des Stroms aus Wind und Sonne nicht ausgleichen. Mehr dazu ...
Quelle: Deutsche Umwelthilfe

11.11.2008
Noch ein langer Weg bis zu einem Kraftwerksbau

Profen:[...] Ursprünglich war bei der Mibrag daran gedacht gewesen, bereits 2012 mit einem neuen Kohlekraftwerk ans Netz zu gehen und damit ältere Mibrag-Kraftwerke wie Mumsdorf und Deuben abzulösen. [...] Aus Umweltschutzgründen und weil ein Kraftwerksbau in direktem Zusammenhang mit einem geplanten Tagebauneuaufschluss bei Lützen steht, regt sich aber auch Protest gegen das Projekt. Das ist ein weiteres Feld, auf dem sich die Mibrag bei ihren Vorhaben auseinandersetzen muss. Im Kreistag Burgenlandkreis hat man sich hingegen zur weiteren Braunkohleförderung bekannt. Ein Bekenntnis, das die Gegner zum Beispiel in der Bürgerinitiative Lützen als einen direkten Angriff auf die Lebensqualität in der gesamten Region kritisieren. Mehr dazu ...
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung/ mz-web.de

11.11.2008
Klima- und Umwelttechnik fördern - USA und China holen auf

Hintergrund: Die deutsche Umweltindustrie schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern ihre Produkte verkaufen sich auch gut im Ausland. Die Umwelttechnik hat mittlerweile eine beachtliche Bedeutung für die Gesamtwirtschaft erlangt. So manche Branche ist dabei noch auf staatliche Unterstützung angewiesen. Ob sich das in Zukunft ändern wird, das konnte man heute auf einer Konferenz in Berlin über den Stellenwert der Umwelttechnologie in Deutschland erfahren. Mehr dazu ...
Quelle: Deutschlandradio/ dradio.de

11.11.2008
Polen und seine großen Ressourcen an Erdwärme

Karlsruhe: In Karlsruhe beginnt heute ein dreitägiger Geothermiekongress. Es geht also um die Nutzung der Erdwärme, bei den erneuerbaren Energien ein Bereich, der noch ein absolutes Schattendasein führt. Über große Ressourcen an Erdwärme verfügt unser Nachbarland Polen. Die erste Anlage ging hier bereits Anfang der 90er Jahre ans Netz. Justyna Bronska hat eine Erdwärmeanlage in der Nähe von Stettin besucht und sich dort bei Experten über die weiteren Zukunftsaussichten bei der Nutzung der Erdwärme in Polen erkundigt. Mehr dazu ...
Quell: Deutschlandradio/ dradio.de

11.11.2008
Der Castor-Protest: Mehr-Generationen-Projekt X

Gorleben: Seit 48 Stunden sitzen viele von ihnen vor dem Zwischenlager. Stroh schützt gegen die harte Straße, Plastikplanen gegen die Regenschauer: Über 1.200 Menschen warten am Sonntagmittag in Gorleben auf den Castor. Vor der Polizei weichen sie nicht. Widerstand hat es im Wendland immer gegeben, wenn der Castor kommt. Dafür sorgt allein schon das starke Engagement der örtlichen Bevölkerung. Doch in diesem Jahr ist etwas anders: Die Proteste haben nach langer Stagnation erstmals wieder massiven Zulauf. Wer sind diese neuen DemonstrantInnen, woher kommen sie? Mehr dazu ...
Quelle: taz

11.11.2008
AKW-Gegner happy

Gorleben: Die AKW-Gegner aus dem Wendland haben dem elften Castor-Transport zum Zwischenlager Gorleben bis Montagabend mit immer neuen Blockadeaktionen den Weg versperrt. Nach den Planungen der Polizei sollten die elf Atommüllbehälter mit hochradioaktivem Müll aus Frankreich Montagfrüh im Zwischenlager eintreffen. Tatsächlich hatte am späten Nachmittag der Straßentransport von Dannenberg nach Gorleben nicht einmal begonnen. Mehr dazu ...
Quelle: taz

10.11.2008
X-tausendmal mehr - größter Anti-AKW-Protest seit Jahren

Gorleben: Mit der größten Anti-AKW-Demonstration seit Jahren und zahlreichen Blockaden auf Schienen und Straßen haben Atomkraftgegner in Gorleben und andernorts am Wochenende die Renaissance der Bewegung gefeiert. Zwischen dem Gorlebener Zwischenlager und dem derzeit eingemotteten Endlagerbergwerk verlangten am Samstag rund 16.000 Demonstranten die "Stilllegung aller Atomanlagen weltweit". Der elfte Castor-Transport mit hochradioaktivem Müll aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague kam allenfalls schleppend voran. Für die größte Behinderung sorgten drei Aktivisten, die sich um 12.45 Uhr bei Wörth in Rheinland-Pfalz in einem im Gleisbett versteckten Betonklotz anketteten. Erst 13 Stunden später konnte der Atommüllzug den Blockadepunkt passieren. Mehr dazu ...
Quelle: taz

10.11.2008
Für einen globalen Wandel der Energiepolitik

Dörpen: Zur Konferenz „Klima und Zukunft“ hatte die Bürgerinitiative (BI) „Saubere Energie“ Dörpen am Wochenende eingeladen. In Workshops und Vorträgen traten die Teilnehmer für einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen ein. Rund 30 Kraftwerke sind in Deutschland derzeit im Bau oder in der Planung. Befürwortern aus der Energiebranche und der Politik steht der Widerstand von Bürgerinitiativen gegenüber, die gegen diese Anlagen wegen der befürchteten negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt ankämpfen. So trafen sich BI-Vertreter und Umweltaktivisten aus Emden, Stade, Lünen, Dörpen, Brunsbüttel, dem schweizerischen Bern und dem niederländischen Eemshaven zum Austausch von Erfahrungen. Mehr dazu ...
Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

08.11.2008
Millionen für «schmutzige» Energie - Schweizer Stromkonzerne investieren in ausländische Kohlekraft

Brunsbüttel: Schweizer Stromproduzenten beteiligen sich mit Millionen in neue, klimaschädliche Kohlekraftwerke im Ausland. Rätia Energie will gar 50 Prozent des grössten deutschen Kohlewerks Brunsbüttel übernehmen. Dies ergaben Recherchen von «10vor10». Der Bündner Stromkonzern Rätia Energie verhandelt derzeit über einen 50-Prozent-Anteil am neuen Kohlekraftwerk im norddeutschen Brunsbüttel. Gegenüber «10vor10» bestätigt Konzernchef Kurt Bobst erstmals: «Wir sind guten Mutes, dass Rätia Energie seinen Anteil am Kohlekraftwerk haben wird und unser Projekt in Brunsbüttel realisiert wird.» So dreckig wie 40 % des Schweizer Autoverkehrs. Das neue Kohlekraftwerk in Brunsbüttel wird mit Schweizer Beteiligung 4,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr ausstossen. Das entspricht knapp 40 Prozent des gesamten jährlichen Autoverkehrs in der Schweiz. Mehr dazu ...
Quelle: SF Tagesschau

08.11.2008
Eklat bei Erörterungstermin in Greifswald

Greifswald: Von besonderen öffentlichem Interesse, so der Greifswalder Professor für Umweltethik Konrad Ott, ist „nicht dieser oder jener Arbeitsplatz, wichtiger ist eine niedrige Arbeitslosenquote“. Das geplante Steinkohlekraftwerk steht, nach Auffassung des Baaber Bürgermeisters Dieter Mathis, CDU, diesem Interesse entgegen. Für ihn sind, sollte die Genehmigung zum Bau erteilt werden, eine Vielzahl der derzeit weit über 5000 Arbeitsplätze im Tourismusgewerbe gefährdet. Ähnlich äußert sich Hinrich Kuessner, SPD, im Erörterungstermin am Donnerstag. Der ehemalige Landtagspräsident und Sozialminister sieht das von der Landesregierung herausgegebene Ziel, Mecklenburg- Vorpommern als Kinder- und Gesundheitsland Nr. 1 zu entwickeln, ins Gegenteil verkehrt. Als die DONG-Vertreter das Tourismusgewerbe als wirtschaftliche Monokultur bezeichnen, ist für Torsten Jelinski eine Grenze überschritten. Die Aussagen von DONG zeigen, sagt der Gastwirt, die Arroganz und den Zynismus gegenüber den Menschen in der Region, ihren Befürchtungen und Sorgen. Mehr dazu ...
Quelle: Die Klima-Allianz

Die Klima-Allianz bietet unter www.kein-kohlekraftwerk.de einen aktuellen Ticker und tägliche Zusammenfassungen an.

08.11.2008
Dioxingefahr: Initiative will Aufklärung

Haseldorf: In den Elbmarschen herrscht weiterhin Unsicherheit über die Bedeutung der Dioxinfunde in der Leber von Rindern und Schafen. Jetzt hat sich zwar nicht die heimische Bürgerinitiative aus Haseldorf, dafür aber die benachbarte BI Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe in einem offenen Brief an das Umweltministerium zu Wort gemeldet. Die Initiative, die besonders im Raum Brunsbüttel aktiv ist, fordert, "sämtliche Verfahren im Zusammenhang mit der Genehmigung der geplanten Kohlekraftwerke" auszusetzen - zumindest so lange, bis die Vorbelastung zweifelsfrei gemessen ist. Mehr dazu ...
Quelle: Hamburger Abendblatt

07.11.2008
BI Kohlefreies Mainz fordert demokratisches Vorgehen statt zweifelhafte Umfragen

Mainz: [...] Der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD) begrüßte das Ergebnis der Umfrage als »eindeutiges Bekenntnis zur Notwendigkeit des Kraftwerkbaus«. Patrick Hassenflug, Sprecher der Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz (KoMa), zweifelte die Umfragewerte an. Wenn die KMW glaube, es gäbe in Mainz eine Mehrheit für das Kohlekraftwerk, solle sie sich nicht länger einer demokratischen Abstimmung verweigern. Er bezog sich dabei auf eine von KoMa und der Wiesbadener Bürgerinitiative Kein Kohlestrom Wiesbaden (KeKoWi) geforderte Bürgerbefragung, die von KMW aber abgelehnt wurde. Ein von der KMW angebotener Gesprächskreis wiederum wird von den Gegnern als Scheindialog kritisiert, weil die KMW das Genehmigungsverfahren unterdessen nicht hatte ruhen lassen wollen. Mehr dazu ...
Quelle: ddp-rps

07.11.2008
Kohlekraftwerk Lubmin zur Stromversorgung nicht nötig - Klimaschutzziele in Gefahr

Greifswald/Lubmin: Seit 2006 bemüht sich der Dänische Staatskonzern Dong energy um die Genehmigung, in der Lubminer Heide ein Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 2 x 800 MW zu errichten. Eine Vielzahl von Bewohnern der Region engagieren sich gegen das Vorhaben. Mehr als 60.000 Unterschriften wurden gesammelt und über 9.000 Einwendungen vorgebracht. [...] Cathrin Münster, WWF, weist bezüglich des geplanten Kraftwerks in Lubmin auf die Leitstudie 2008 des Bundesministeriums für Umwelt hin. In der Studie kommen die Gutachter zu dem Ergebnis, dass, wenndie Bundesrepublik die selbst gesetzten Klimaziele erreichen will, Kohlekraftwerke mit einer maximalen Gesamtleistung von 9,8 Gigawatt gebaut werden dürfen. Gegenwärtig befinden sich 7 Kohlekraftwerke im Bau. Bis 2012 sollen vier weitere in Betrieb genommen werden. Da selbst Bundesminister Gabriel, SPD, mehrmals sagte, dass höchstens 9 Kohlekraftwerke in der Bundesrepublik gebaut werden sollen, sind schon jetzt, zwei Kraftwerke zuviel. Das Steinkohlekraftwerk in Lubmin steht damit, den klimapolitischen Zielen der Bundesrepublik entgegen und wird nicht benötigt. Mehr dazu ...
Quelle: MVregio

07.11.2008
Kraftwerksgegner entzaubern angebliches öffentliches Interesse für Steinkohlekraftwerk Lubmin

Greifswald: Mit großem Publikumsandrang wurde am gestrigen achten Tag der Erörterung zum geplanten Steinkohlekraftwerk Lubmin in Greifswald das Thema "Zwingende Gründe des überwiegenden öffentlichen Interesses" diskutiert. Mit umfangreichen Beiträgen sezierten Vertreter der Umweltverbände, der Bürgerinitiativen und der zahlreichen weiteren Einwender die von DONG Energy und der Landesregierung vorgebrachten Argumente, die angeblich für ein Steinkohlekraftwerk Lubmin sprechen. Mehr dazu ...
Quelle: MVregio

06.11.2008
Flucht vor dem Klimawandel

Sydney: Der Klimawandel und der steigende Meeresspiegel vertreiben nun auch die ersten Bewohner der Salomonen-Inseln. Der staatliche Rundfunk des Südsee-Inselstaats berichtete am Mittwoch, dass im März zunächst 30 Familien aus der Provinz Malaita nach Bougainville im benachbarten Papua-Neuguinea umgesiedelt werden. Ihre Häuser werden ständig überschwemmt und dürften bald völlig im Wasser stehen. Mehr dazu ...
Quelle: dpa

05.11.2008
Online-Kampagne gegen Vattenfall

Deutschland: Seit Wochen versucht der Energieriese Vattenfall sich mit einer gigantischen Marketingkampagne "grün zu waschen". Mit dem irreführenden Titel "Klimaunterschrift", stellt er sich europaweit als besorgter Konzern dar, dem Klimaschutz wichtig ist. Er fordert Verbraucher zum Handeln auf, steckt aber Milliarden in den Bau klimaschädlicher Kohlekraftwerke.
Um dem etwas entgegenzusetzen gibt es eine neue Internetseite http://www.klimaunterschrift-vattenfall.de. Dort persiflieren wir Vattenfalls „Klimakampagne“ und entlarven sie als Desinformation. Um die Webseite möglichst breit bekannt zu machen, brauchen wir Deine Hilfe. Mehr dazu ...
Quelle: Greenpeace Deutschland

04.11.2008
Forscher: Methanankonzentration in der Atmosphaere erneut angestiegen

Holz fault, Kühe furzen, Müllhalden rotten: Die Methanproduktion nimmt dramatisch zu.

Berlin: Australische, britische und US-amerikanische Wissenschaftler haben Unerfreuliches zu berichten: Fast zehn Jahre lang war Ruhe, doch seit Anfang 2007 steigt die Konzentration des Methans in der Atmosphäre wieder. Methan hat einen 25-mal stärkeren Treibhauseffekt als das besser bekannte CO2, ist aber zum Glück wesentlich seltener in der Atmosphäre anzutreffen. Sein Anteil am Treibhausproblem beträgt derzeit rund 16 Prozent. Mit gewisser Erleichterung haben Fachleute daher in den letzten Jahren registriert, dass die Methan-Konzentration in der Atmosphäre kaum noch zulegte. Doch zu früh gefreut ... Mehr dazu ...
Quelle: taz

03.11. 2008
Heftige Kritik an "Klima-Aktion" von Vattenfall

Berlin: Am 3. und 4. November 2008 macht die umstrittene „Klima-Aktion“ des schwedischen Energiekonzernes Vattenfall am Alexanderplatz in Berlin-Mitte halt. Umweltaktivisten und die Berliner Bürgerinitiative (BI) übten heftige Kritik. Vattenfall tourt zur Zeit durch Europa und ruft Verbraucher auf eine vom Konzern vorgefasste Klimabotschaft zu unterschreiben. Mehr dazu ...
Quelle: BI "Nein zum Kohlekraftwerk"

02.11.2008
Dong-Gutachter blamieren sich, so gut sie können

Lubmin: Immer wieder müssen die Sachverständigen von Dong Energy eingestehen, dass Ihre beigesteuerten Arbeiten unvollständig oder irreführend sind. Aspekte wie der Eintrag von Schadstoffen in den Bodden aus der Luft wurden gleich ganz außer Acht gelassen. Der Einwender Horst Thieme, ehemaliger Haupttechnologe im Kernkraftwerk Lubmin und heute Mitglied der Usedomer Bürgerinitiative gegen das Kohlekraftwerk, führt den Konzern immer wieder regelrecht vor. Mehrfach wies er nach, dass Berechnungen von Dong Energy von falschen Voraussetzungen ausgehen, nicht bis zu Ende gebracht wurden oder schlicht die falschen Schlussfolgerungen daraus gezogen wurden. Mehr dazu ...
Quelle: MVregio

01.11.2008
Anwohner: Minister verkauft uns für dumm

Stade/Altes Land: "Das ist doch alles Volkverdummung", empört sich Reinhard Erdmann von der Bürgerinitiative Stade-Altes Land mit hochrotem Kopf. Auf der Diskussionsveranstaltung "Von der Elbvertiefung bis zum Klimaschutz - Umweltpolitische Auswirkungen fürs Alte Land" mit Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) erhitzten sich die Gemüter vieler Bürger. Mehr dazu ...
Quelle: Hamburger Abendblatt

31.10.2008
Vattenfall klagt gegen Moorburg-Auflagen

Hamburg: Der Streit um das Kohlekraftwerk in Hamburg- Moorburg geht weiter. Der Energiekonzern Vattenfall hat gestern Klage gegen Auflagen zum Betrieb des Kraftwerks eingereicht. Die wasserrechtlichen Auflagen wichen so erheblich vom üblichen Rahmen ab, dass Vattenfall die Erlaubnis gerichtlich überprüfen lassen werde, teilte das Unternehmen in Hamburg mit. Die außergewöhnlich restriktiven Bedingungen des Genehmigungsbescheids behinderten den effektiven Betrieb der Anlage. Die Hamburger Umweltsenatorin Anja Hajduk (GAL) hatte das Kraftwerk gegen ihre Überzeugung genehmigt, aber strenge Auflagen verhängt. Zur Meldung ...
Quelle: dpa

31.10.2008
Bürger sammeln Unterschriften gegen Kraftwerk

Lippramsdorf: Die Lippramsdorfer Interessengemeinschaft, die eine Bürgerinitiative werden will, wehrt sich weiter gegen das geplante 900 Megawatt-Kohlekraftwerk. „Nicht in den Lippeauen und nicht in dieser Größe“ proklamieren sie und sammeln nun Unterschriften.
Listen liegen flächendeckend in Lippramsdorf, aber auch in Haltern aus. „Denn die Folgewirkung werden alle spüren“, sagt Heinz Stegemann. „CO2-Emissionen gehen bei entsprechender Windrichtung im Markenkamp und Holtwick nieder.“ Ein modernes Steinkohlekraftwerk mit 1000 Megawatt Leistung setzt jährlich immerhin sechs Millionen Tonnen CO2 frei, so viel wie aus den Abgasen von zwei Millionen Autos. Mehr dazu ...
Quelle: Halterner Zeitung

29.10.2008
Kraftwerk in Lubmin droht das Aus

Mecklenburg-Vorpommern: [...] Die Gefährdung der Wasserqualität des Boddens sei aus wasserrechtlicher Sicht das endgültige Aus für das Vorhaben in seiner jetzigen Ausgestaltung, sagte der Vorsitzende der SPD-Regionalgruppe, Hans Jürgen Höcker. Er begrüße die Haltung des Sozialministeriums. Dieses geht davon aus, dass das Kraftwerk aufgrund einer verstärkten Vermehrung des krankmachenden Bakteriums Vibrio vulnificus nicht genehmigungsfähig ist und Deutschland sogar hohe Bußgelder der EU drohen würden. [...] Unterdessen wurde die Anhörung zum Bau des umstrittenen Kraftwerks am Mittwoch fortgesetzt. Der Rechtsvertreter des Umweltverbandes BUND kritisierte, dass das Kraftwerk nicht dem Stand der Technik entspreche. Die geplante Durchlaufkühlung sei eine schwerwiegende Belastung für den Greifswalder Bodden, sagte Anwalt Peter Kremer vor rund 50 Zuhörern. Dong Energy wies die Kritik zurück. Mehr dazu ...
Quelle: NDR

29.10.2008
Aktion gegen Kohlekraft

Jork: Den geplanten Bau von Kohlekraftwerken entlang der Unterelbe wollen die Mitglieder der Bürgerinitiative Stade - Altes Land "Pro erneuerbare Energien Kontra Kohlekraftwerke" nicht hinnehmen. Dass sie den Klimakiller in ihrer direkten Nachbarschaft nicht akzeptieren, wollen sie nun auch dem niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) deutlich machen. Mehr dazu ...
Quelle: Hamburger Abendblatt

28.10.2008
Anhörungsverfahren Lubmin: "Zerstörung eines über Jahrhunderte gewachsenen Kulturraums"

Greifswald: Mit den Erörterungen zum Bau des umstrittenen Steinkohlekraftwerks in Lubmin hat am Dienstag das aufwendigste Anhörungsverfahren in der Geschichte Mecklenburg- Vorpommerns begonnen. Die Umweltverbände WWF und BUND sowie Kommunen in der Nähe des Greifswalder Boddens kritisierten das Projekt des dänischen Investors Dong Energy als nicht genehmigungsfähig und beantragten, die Erörterungen auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

Die Anträge über den Bau des 1600-Megawatt-Kraftwerks seien unvollständig. Die Anlage entspreche wegen ihrer geringen Energieeffizienz nicht dem Stand der Technik und sei nicht genehmigungsfähig, sagte der Rechtsvertreter der Gemeinde Thiessow, Rainer Geulen, vor rund 500 Zuhörern. Mehr dazu ...
Quelle: dpa

23.10.2008
Lippramsdorfer wehren sich lautstark

Haltern: Dunkle Wolken zogen am Donnerstagabend vor dem Halterner Rathaus auf. Die Lippramsdorfer laufen Sturm. Sie wehren sich mit aller Macht und vor allem lautstark gegen den geplanten Bau eines 900-Megawatt-Kohlekraftwerks im Chemiepark Marl direkt an der Stadtgrenze zu Haltern. "Wir sind durch Bergbauschäden, Deichbau und der vom Chemiepark verursachten Verseuchung des Grundwassers schon genug gebeutelt", schimpfen die Demonstranten, die sich zu der "Initiative für ein lebenswertes und gesundes Wohnen in Haltern am See" formiert haben. Mit Kreuzen und Transparenten traten sie den Vertretern von Infracor und der Evonik Steag sowie den Politikern entgegen. Heinz Stegemann, einer der Initiatoren: "Wenn nicht bald ein Umdenken stattfindet, ist Lippramsdorf tot." Mehr dazu ...
Quelle: Ruhr Nachrichten

10/2008
Hintergrund: Die dritte industrielle Revolution - Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert

Das Bundesumweltministerium hat kürzlich eine Broschüre über die mögliche dritte industrielle Revolution herausgegeben. 27 namhafte Persönlichkeiten, darunter Lord Norman Foster, Amitai Etzioni, Claus Offe, Renate Mayntz, Margot Wallström u.a. beziehen in dieser Veröffentlichung Stellung zu einem Diskussionspapier von Martin Jänicke und Klaus Jacob. Dabei werden die Chancen, Herausforderungen und Hindernisse des Transformationsprozesses, deren kulturelle, politische, rechtliche, technologische und ökonomische Dimensionen diskutiert.
Die Broschüre kann kostenlos beim BMU bestellt werden.

24.10.2008
Windkraft dämpft den Strompreis

Deutschland: Schon heute kostet der Strom von Windrädern teils weniger als konventioneller Strom. In einigen Jahren sind die meisten Anlagen ohne Förderung konkurrenzfähig. Mehr dazu ...
Quelle: taz

23.10.2008
Bürgerinitiativen fordern Bürgerbefragung zu Kohlekraftwerk

Mainz: Die Gegner des geplanten Kohlekraftwerks auf der Ingelheimer Aue zwischen Mainz und Wiesbaden fordern einen sofortigen Planungsstopp der Anlage und eine Bürgerbefragung. Mehr dazu ...
Quelle: ddp-rps

22.10.2008
»Kein Betrieb ohne Endlager« - Pommesbuden werden strenger als Atomanlagen behandelt

Interview mit Jochen Stay (43), Sprecher der Antiatom-Initiative X-tausendmal quer: [...] Soll der Atommüll denn zurück nach La Hague? Er stammt schließlich aus deutschen Atomkraftwerken.
"Entscheidend ist, dass in den AKW keine strahlenden Abfälle mehr produziert werden. Wenn die Badewanne überläuft, dreht doch auch jeder vernünftige Mensch zuerst den Hahn ab und versucht dann, den entstandenen Schaden zu begrenzten. Stattdessen verlautet dieser Tage aus dem Kanzleramt, man habe die Suche nach einem Endlager vorläufig eingestellt. Wir fordern die Einhaltung einer ganz einfachen Regel: Wer kein sicheres Endlager vorzuweisen hat, darf auch keine Atomkraftwerke betreiben. Der Betrieb der Reaktoren ohne ein Endlager ist wie Fliegen ohne Landebahn. Jede Pommesbude wird vom Gewerbeaufsichtsamt geschlossen, wenn sie ihr altes Frittenfett nicht ordentlich entsorgt." Mehr dazu ...
Quelle: contratom.de

21.10.2008
"Wir Schwätzer im Treibhaus"

Wir Schwätzer im Treibhaus - Warum die Klimapolitik versagt.' So heisst das neue Buch des ehemaligen WoZ-Journalisten Marcel Hänggi. Der Klimawandel sei Ausdruck einer Lebens und Wirtschaftspolitik, die ihre eigenen Grundlagen zerstöre, so der Autor. Der Klimawandel bedrohe die Menschheit in nie dagewesener Weise. Deshalb brauche es auch radikal neue Lösungen. Link zum Beitrag ...
Quelle: DRS 2

21.10.2008
Stillstand beim EU-Klimapaket

Luxemburg: Die Verhandlungen der europäischen Umweltminister zum EU-Energiepaket am 20. Oktober in Luxemburg standen vor allem unter einem Zeichen: Protektionismus von nationalen Interessen. Mehr dazu ...
Quelle: DNR EU-Koordination

20.10.2008
Finanzkrise und schmelzendes Polareis - Interview

Interview mit Hubert Weiger (BUND Vorsitzender): "[...] Ich bin überzeugter Anhänger einer ökosozialen Marktwirtschaft. Wir brauchen einen staatlich gesetzten Rahmen, innerhalb dessen sich die menschliche Innovationskraft entfalten kann. Erst einmal muss die neoliberale Deregulierung ein Ende haben. Wir brauchen kein anderes System, sondern verbindliche globale Übereinkünfte, wie ökologisches und soziales Dumping zu verhindern ist. Wir brauchen eine forcierte Strategie, um Energie und Rohstoffe effizienter zu nutzen, und einen Lebensstil, der die natürlichen Grenzen anerkennt. Das Gemeinwohl muss, national wie international, Vorrang vor dem Markt bekommen. Wachstum ist längst keine Antwort mehr, sondern ein Problem. Unser Ziel muss der umweltverträgliche Wohlstand sein."
ZEIT ONLINE: Ärgert es Sie, dass es gelungen ist, in kürzester Zeit viele Milliarden zur Bewältigung der Finanzkrise locker zu machen, aber beim Klimaschutz sozusagen um jeden Cent gerungen wird? Mehr dazu ...
Quelle: Zeit online

20.10.2008
Kohle entscheidet über Kohle

Berlin: Wenn Sigmar Gabriel in Form ist, dann wettert er gern: gegen Grüne, Umweltschützer, lokale Bürgerinitiativen, kurz: gegen alle, die derzeit republikweit gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke Sturm laufen. Ist der Umweltminister entnervt vom Dauerkonflikt um den neuralgischen Punkt für den deutschen Klimaschutz, dann sagt er schon mal: "Mir ist völlig piepe, wie viele Kohlekraftwerke gebaut werden - wenn die C02-Ziele gehalten werden." Nur: Dass beides zusammengeht, bezweifelt jetzt ausgerechnet eine Expertise, die der Umweltminister selbst in Auftrag gegeben hat. Um das deutsche Klimaschutzziel einzuhalten, so prognostiziert das DLR-Institut für Technische Thermodynamik in seiner "Leitstudie 2008", dürften bei der anstehenden Erneuerung des Kraftwerksparks maximal 10 000 Megawatt Strom durch Kohlekraft ersetzt werden. Eine "Ohrfeige für Gabriel", triumphieren Grüne und Umweltverbände, denn 10 000 Megawatt - das ist exakt die Leistung der derzeit schon genehmigten neuen Kohlemeiler. Um die Klimaziele nicht zu gefährden, müssten also Pläne für 20 weitere Kraftwerke in den Reißwolf wandern. Mehr dazu ...
Quelle: FR online

20.10.2008
Bürger Gingen auf die Straße - Unmut nicht zu überhören

Oldendorf/Stade: "Hier kämpft die Demokratie gegen die Obrigkeit", sagt Michael Rentsch, der am Sonnabend gemeinsam mit rund 200 weiteren Demonstranten gegen den Logistikpark Mienenbüttel und die Erweiterung des Logistikparks Wennerstorf protestierte. Zeitgleich demonstrierten in Stade Umweltschützer gegen die geplanten Kohlekraftwerke. Mehr dazu ...
Quelle: Hamburger Abendblatt

20.10.2008
„Widerstand vor Ort angekommen“

Rheinhausen: Den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus wagte die Rheinhauser Bürgerinitiative Saubere Luft. Mit der früheren Nordrhein-Westfälischen Umweltministerin Bärbel Höhn und dem Landesgeschäftsleiter des Bund, Dirk Jansen, hatten Bi-Vorsitzender Norbert Bömer und seine Mitstreiter im Kampf gegen den Kraftwerksneubau im Chemiepark Uerdingen zwei hochkarätige Gesprächspartner zu einer Diskussionsveranstaltung in die Aula des Krupp Gymnasiums eingeladen. Mehr dazu ...
Quelle: RP online

18.10.2008
Protest gegen drei neue Kohlekraftwerke in Stade

Stade: Umweltschützer haben am Samstag in Stade gegen den Bau von drei neuen Kohlekraftwerken demonstriert. Sie errichteten auf dem Pferdemarkt ein fünf Meter hohes, als Dinosaurier gestaltetes Kohlekraftwerk. Aus dem «Kohlosaurus» ließen die Aktivisten Hunderte «CO2-Ballons» aufsteigen, die die Gefahr der Kohleverbrennung für das Klima symbolisierten sollten. Auf Plakaten forderten die Demonstranten: «Dinosaurier-Technologie stoppen!» Die Aktion gemeinsam mit regionalen Bürgerinitiativen richtete sich gegen die drei von Electrabel, Dow Chemical und E.ON in Stade geplanten Steinkohlekraftwerke, wie das Aktionsbündnis «Zukunft statt Kohle» mitteilte. Mehr dazu ...
Quelle: ddp-nrd

17.10.2008
Studie des DLR beweist endgültig: Zu viele Kohlekraftwerke/Klimaschutz Makulatur

Pech für Umweltminister Sigmar Gabriel. Eine von ihm in Auftrag gegebene Studie gibt seinen Kritikern recht und setzt ihn unter Handlungsdruck.

Berlin: [...] der Autor der Studie, Joachim Nitsch, Energieexperte beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrtforschung, macht folgende Rechnung auf: Bis 2020 müssen wegen des Alters der bestehenden Kraftwerke neue gebaut werden, die insgesamt 88,5 Gigawatt Strom erzeugen. 59 Gigawatt davon sollen aus erneuerbarer Energie erzeugt werden, die restlichen 29,8 aus fossilen Energieträgern. Von diesen dürfen nur noch 9,8 Gigawatt aus neuen Kohlekraftwerken kommen, der Rest aus Gaskraftwerken. Andernfalls wäre die laut Leitstudie mögliche Verminderung des Kohlendioxidausstoßes um 36 Prozent nicht zu schaffen. Und selbst dieser Wert läge um 4 Prozentpunkte unter den 40 Prozent, die die Regierung als Ziel ausgegeben hat. Mehr dazu ...
Quelle: taz

17.10.2008
Rekordtemperaturen am Nordpol - Dominoeffekt heizt Ozean auf

Dramatische Folgen des Klimawandels in der Polarregion. Die Eisdecke am Nordpol schmilzt weg: die Erwärmung des Ozeans wird dadurch noch beschleunigt.

Stockholm: Die Erwärmung der Arktis nimmt dramatische Formen an. Das vergangene Jahr war das wärmste überhaupt seit Beginn regelmäßiger Messungen, und die Temperaturen liegen dort jetzt 5 Grad über dem Normalwert. Dies meldet der dritte Arktis-Report von 46 WissenschaftlerInnen aus zehn Ländern, den die US-Klimabehörde NOAA ("National Oceanic and Atmospheric Administration") jetzt vorgelegt hat. Mehr dazu ...
Quelle: taz

16.10.2008
"KMW-Filter kein Grund zu Jubel" - Kraftwerks-Gegner erneuern ihre Kritik

Neustadt: Die Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz (KoMa) sieht im Beschluss der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW), die Abgasreinigungsanlage des geplanten Kohlekraftwerks mit verbesserter Filtertechnik auszustatten, keinen Grund zum Jubel. "Es ist eher ein Skandal, dass die KMW zwei Jahre lang versucht hat, den Mainzern und Wiesbadenern veraltete Reinigungstechnik unterzujubeln", meint KoMa-Vorsitzender Christof van den Bruck, bei der KMW gehe Gewinn vor Luftreinhaltung und Umweltschutz. Mehr dazu ...
Quelle: Allgemeine Zeitung

15.10.2008
Länder können mit Raumordnungsrecht umweltschädliche Kohlekraftwerke verhindern

Berlin: Ein juristisches Gutachten [...] zeigt, dass die Bundesländer in erheblich mit Luftschadstoffen vorbelasteten Gebieten die Errichtung von Kohlekraftwerken untersagen können. Da selbst moderne Kohlekraftwerke erhebliche Emissionen zum Beispiel von Feinstäuben und Stickoxiden verursachen, können die Länder zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger in belasteten Gebieten vorschreiben, dass fossile Kraftwerke nur mit dem weniger schädlichen Brennstoff Gas betrieben werden dürfen. Sie können darüber hinaus auch die Nutzung der bei den Kraftwerken unvermeidbar anfallenden Abwärme vorschreiben (sog. Kraft-Wärme-Kopplung). Mehr dazu ...
Quelle: DUH

15.10.2008
Neue Studie "Zukunftsfähiges Deutschland" fordert Abkehr von Wachstums- und Konsumideologie

Berlin: Der Vergleich liegt nahe. Über viele Jahre warnten zahlreiche kundige Ökonomen vor der Fehlentwicklung auf den Finanzmärkten, aber die Allianz der Gewinner verweigerte jede Einschränkung ihrer Geschäfte, bis schließlich der Zusammenbruch kam. Nach dem gleichen Muster könnte alsbald der "ökologische Kollaps" eintreten, wenn der umweltgerechte Umbau der Industriegesellschaft jetzt nicht radikal angegangen werde, warnte in Berlin der Soziologe Wolfgang Sachs, leitender Wissenschaftler am Wuppertal Institut für Klima und Energie.
Anlass für die dringende Mahnung war die Vorstellung einer von Sachs und 60 weiteren Forschern erstellten Studie mit dem Titel "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt", die der Bund Umwelt und Naturschutz (BUND) sowie die kirchlichen Hilfsorganisationen Brot für die Welt und Evangelischer Entwicklungsdienst in Auftrag gegeben hatten. Mehr dazu ...
Quelle: tagesspiegel

15.10.2008
Ex-EnBW-Chef kommt mit Straftat davon

BGH akzeptiert zähneknirschend Freispruch für Ex-EnBW-Chef Utz Claassen wegen Ticket-Affäre

Freiburg: Wenn ein Unternehmen Politiker "zur Klimapflege" ins Fußballstadion einlädt, bleibt dies grundsätzlich als "Vorteilsgewährung" strafbar. Dies hat gestern der Bundesgerichtshof (BGH) klargestellt. Der Freispruch für Utz Claassen, den Exchef des Stromkonzerns EnBW, bleibt dennoch bestehen. Der EnBW-Chef hatte Weihnachten 2005 mehreren Politikern Gutscheine für WM-Tickets geschickt. Mehr dazu ...
Quelle: taz

15.10.2008
BLOck9: Öko-Aktivisten von Robin Wood besetzen Verladekran

Mannheim: Die Botschaft kam gestern pünktlich zum Ablauf der Einwendungsfrist im laufenden Genehmigungsverfahren für den neuen Steinkohleblock am Großkraftwerk (GKM): "Saubere Kohle ist eine dreckige Lüge" lautete die Aufschrift auf einem Transparent, das vier Aktivisten der Umweltorganisation "Robin Wood" am rund 70 Meter hohen Verladekran 1 des Großkraftwerks anbrachten. Mehr dazu ...
Quelle: morgenweb

15.10.2008
Neue Industrielle Revolution gefordert

Die Energie- und Klimawochenschau: Während einst straßenkampferprobte Grüne inzwischen der Hamburger CDU aus der Hand fressen, wird der Ton einst zurückhaltender Wissenschaftler immer drängender. Klimaschutz darf nicht länger aufgeschoben werden
Der Streit um das von Vattenfall geplante Kohlekraftwerk geht weiter. Vor zwei Wochen hatte die grüne Umweltsenatorin der Hansestadt, Anja Hajduk, zähneknirschend ihre Genehmigung zum Bau zweier Kraftwerksblöcke im [extern] Stadtteil Moorburg gegeben. Ebenso grummelnd hatte die grüne Basis letzte Woche die Fortsetzung der schwarz-grünen Koalition beschlossen, obwohl man im Frühjahr noch die Verhinderung des Kraftwerks zum wichtigsten Wahlkampfziel gemacht hatte. Zu bequem scheinen die hanseatischen Regierungssessel zu sein, als dass man sich über Klimawandel und derlei Dinge des grauen Alltags beunruhigende Gedanken machen möchte. Mehr dazu ...
Quelle: telepolis/heise

14.10.2008
Quecksilberschleuder am OstseeStrand

Neues Gutachten: Das geplante Kohlekraft im vorpommerschen Lubmin verseucht die Umgebung mit giftigem Quecksilber. Ein Grund dafür: Der Investor Dong will dort vor allem billige Kohle verstromen

Schwerin: Als "Giftschleuder" hat die Umweltorganisation WWF das geplante Steinkohlekraftwerk im Seebad Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) bezeichnet. Der Meiler des dänischen Energiekonzerns Dong werde die Umwelt und vor allem die Ostsee mit unvertretbaren Schadstoffemissionen belasten, sagte die Ostsee-Expertin des WWF, Cathrin Münster, am Montag in Schwerin. Dies gehe aus einem Gutachten des Hamburger Ökologie-Instituts Ökopol hervor, das sie zusammen mit dem Autoren Christian Tebert vorstellte. Mehr dazu ...
Quelle: taz

14.10.2008
Demonstration gegen "Dinosaurier-Technologie"

Mainz/Wiesbaden: Fünf Meter hoch war das "Dinosaurier-Kohlekraftwerk", mit dem gestern Aktive des Aktionsbündnisses "Zukunft statt Kohle" gemeinsam mit regionalen Bürgerinitiativen auf dem Gutenbergplatz gegen das von der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) geplante Kohlekraftwerk demonstrierten. Mehr dazu ...
Quelle: Wiesbadener Kurier

14.10.2008
Erneuerbare Energien deutlich im Aufwind

Köln: Die Branche der erneuerbaren Energien hat ihre Langfrist-Prognosen für Deutschland erheblich angehoben. 2020 kämen nach vorläufigen neuen Berechnungen bereits mehr als 40 Prozent des erzeugten Stroms aus grünen Quellen, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), Björn Klusmann, dem Wirtschaftsmagazin "Capital". Bisher hatte die Branche 2020 einen Anteil von gut 35 Prozent erwartet. Auch danach dürfte der Trend weiter nach oben gehen. Mehr dazu ...
Quelle: AFP

13.10.2008
DLR-Studie: Genehmigung weiterer Kohle-Kraftwerke macht Klimaziel zunichte

Berlin: Die Aussage ist nicht neu, wohl aber die Quelle: Wenn über die bisher in Bau befindlichen oder genehmigten Kohlekraftwerke hinaus noch weitere gebaut werden, ist das deutsche Klimaschutzziel, den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent zu senken, nicht zu schaffen. Zu diesem Ergebnis, schreibt der Spiegel, komme die "Leitstudie 2008", die sich Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) vom renommierten Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat erarbeiten lassen. Höchstens 10.000 Megawatt neue Kohlekraftwerke dürften demnach noch gebaut werden. Laut einer Übersicht des BUND sind derzeit Neuanlagen mit 10.400 MW in Bau oder genehmigt, weitere 14.000 MW bereits im Genehmigungsverfahren und nochmals 6.000 MW angekündigt. Mehr dazu ...
Quelle: taz

13.10.2008
EU-Streit: Bundesregierung verhindert Zwangsverkauf der Netze

Luxemburg: Auf den europäischen Strom- und Gasmärkten soll künftig mehr Wettbewerb herrschen. Darauf einigten sich die EU-Staaten am Freitag abschließend in Luxemburg, wie der französische EU-Vorsitz mitteilte. Die EU-Kommission wollte Energieriesen wie RWE oder die französische EDF ursprünglich per Gesetz zum Verkauf ihrer Netze zwingen und so die Preise für die Verbraucher senken. Die jetzt gefundene Einigung schreibt aber einen Anfang Juni gefundenen Kompromiss fest. Danach können Länder wie Deutschland oder Frankreich einen "dritten Weg" gehen und von den Konzernen lediglich eine stärker organisatorische Trennung von ihren Netzsparten verlangen. Mehr dazu ...
Quelle: AFP

13.10.2008
Werbeaktion für Ökostrom

Unterstützer des Bürgerbegehrens gegen den Stadtwerketeilverkauf organisieren für Samstag eine Stromwechselparty auf dem alten Markt.

Hilden: Sie wollen nicht mehr mit „Atomstrom“ beliefert werden und machen Front gegen die Atomkraftwerkebetreiber RWE, Eon, Vattenfall und EnBW. Darum lädt der Unterstützerkreis zur „Stromwechselparty“ für Samstag, 18. Oktober, ab 10 Uhr auf dem alten Markt ein. „Damit will der Unterstützerkreis die Beweggründe für den Wechsel zu einem Ökostromanbieter klarstellen“, so Achim Hankel, einer der Hauptakteure des Bürgerbegehrens. Kritisiert wird von den Gegner des Teilverkaufs der Hildener Stadtwerke an die Düsseldorfer Stadtwerke, dass jetzt Tür und Tor für die Belieferung Hildens mit Atomstrom geöffnet sind. Dieter Donner (BUND): „Die Stadtwerke werden im Gegensatz zu den Behauptungen der Privatisierungsbefürworter an den Großkonzern EnBW verkauft, zu de die Düsseldorfer Stadtwerke gehören.“ [...] Hankel stellte klar, dass man auf keinen Fall Strom haben wolle, der in dem geplanten Düsseldorfer Kohlekraftwerke erzeugt werde. Mehr dazu ...
Quelle: RP online

11.10.2008
Wiesbadener Oberbürgermeister soll sich entscheiden

Bürgerinitiative gegen geplantes Kohlekraftwerk fordert, dass OB einen seiner Posten aufgibt

Wiesbaden: Der Widerspruch des OB zum Beschluss der Stadtverordneten zum geplanten Kohlekraftwerk sorgt für Zündstoff. So klar wie es war, dass Oberbürgermeister Helmut Müller dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum geplanten Kohlekraftwerk widerspricht, so heftig ist auch die Kritik, die darauf folgt. Die Bürgerinitiative "Kein Kohlestrom Wiesbaden" (KeKoWi) fordert sogar, dass der OB "einen Posten" niederlegt - entweder den als Oberbürgermeister oder den als Aufsichtsratsvorsitzender von KMW. Mehr dazu ...
Quelle: Wiesbadener Kurier

11.10.2008
Ja zu Moorburg könnte Atomausstieg gefährden - Grüne Blendungen

"Klima ohne Wenn und Aber", liest man auf der Internetplattform gruenes-klima.de. Seit Donnerstag wissen wir: Dieser Slogan der Grünen ist dummes Oppositionsgeschwätz. Kaum ist die Partei an der Macht, baut sie neue Kohlekraftwerke. "Wie eine Löwin" habe sie gegen den Bau von Moorburg gekämpft, rühmt sich die Hamburger Umweltsenatorin Antje Hajduk. "Ohne Wenn und Aber" hätte aber nur bedeuten können, aus der Koalition mit der CDU auszusteigen. Stattdessen demonstrieren Hamburgs Grüne Machtgeilheit. Im Wahlkampf angetreten, um Elbvertiefung und Moorburg zu verhindern, knickten die Grünen bei den Koalitionsverhandlungen zuerst bei der Ausbaggerung der Elbe ein, mit der Begründung, nur durch diesen Kompromiss Moorburg verhindern zu können. Jetzt begnügen sie sich damit, "Auflagen" verhandelt zu haben, und bleiben an der Macht - obwohl die Auflagen noch nicht einmal gerichtsfest sind. Mehr dazu ...
Quelle: taz

10.10.2008
Volksbegehren gegen Vattenvall startet in Brandenburg

Berlin: Ab heute liegen in den Meldestellen Brandenburgs die Listen zum Volksbegehren gegen neue Tagebaue aus. Vattenfall möchte vier neue Braunkohlen-Tagebaue erschließen, um auch nach 2040 noch Braunkohle verstromen zu können. "Dagegen müssen wir uns wehren", erklärt Falk Hermenau, Koordinator der Initiative "Keine neuen Tagebaue". Braunkohle sei der klimaschädlichste Energieträger. 80.000 Brandenburger müssten sich in die Listen bis zum Februar einschreiben "was eine hohe, aber überwindbare Hürde ist", so Hermenau. Eine Umfrage habe ein Potenzial von 210.000 Brandenburgern ergeben, die gegen neue Tagebaue sind - ein Viertel der Wahlberechtigten. Mehr dazu ...
Quelle: taz

10.10.2008
Kohlekraftwerk Brunsbüttel: Iberdrola steigt aus

Brunsbüttel: Der spanische Energiekonzern Iberdrola wird sich nicht am Steinkohlekraftwerk in Brunsbüttel beteiligen, dies bestätigte Bettina Morlok, Geschäftsführerin der in Tübingen ansässigen SüdWestStrom Kraftwerk GmbH & Co KG, auf Anfragen von Industrievertretern und Ratsmitgliedern der Stadt Brunsbüttel. [...] Iberdrola hätte 51 Prozent der Investitionskosten getragen und auch die entsprechende Menge Strom für die Eigenvermarktung erhalten. Als Ausstiegsmotiv des spanischen Stromversorgers gelten vor allem wachsende Zweifel an der Wirtschaftlichkeit neuer Kohlekraftwerke. Link zur website der BI ...
Quelle: BI Unterelbe

10.10.2008
Bürgerinitiative KoMa fordert grundlegendes Umdenken in Kraftwerkspolitik

Mainz: Die Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz (KoMa) fordert ein grundlegendes Umdenken in der Kraftwerkspolitik. «Die Grundkraft wird künftig von erneuerbaren Energien geliefert werden, deshalb brauchen wir flexible Kraftwerke», sagte der erste Vorsitzende der KoMa, Christof van den Bruck, in einem Interview der Nachrichtenagentur ddp in Mainz. Künftig müssten Kraftwerke dann produzieren, wenn Energie benötigt werde, etwa weil in den Windkraftparks Flaute herrsche, sagte van den Bruck. Das aber gehe nicht mit Kohlekraftwerken, sondern nur mit Gas. «Ein Kohlekraftwerk gehört nicht mehr in einen künftigen modernen Kraftwerkspark, ein Gaskraftwerk wird künftig viel wirtschaftlicher arbeiten», sagte van den Bruck. Mehr dazu ...
Quelle: ddp-rps

09.10.2008
UN-Konferenz berät über Klimawandel-Flüchtlinge

Bonn: Immer mehr Menschen werden weltweit durch die Folgen des Klimawandels zur Flucht aus ihren Heimatregionen gezwungen. Dieses noch wenig beachtete, aber brisante Thema solcher Umweltflüchtlinge mitsamt den sozialen und politischen Auswirkungen steht auf der Tagesordnung einer dreitägigen UN-Konferenz, die am Donnerstag in Bonn begann. Experten schätzen, dass im Jahr 2050 etwa 200 Millionen Menschen allein wegen Umweltproblemen auf der Flucht sein werden. Durch Klimawandel verursachte Migration könne zu einem großflächigen Phänomen werden. Mehr dazu ...
Quelle: Financial Times Deutschland

09.10.2008
Kritik an Wowereits Einladung von Vattenfall ins Klimabündnis

Berlin: Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gründete am heutigen Donnerstag mit 13 Unternehmen ein sogenanntes Berliner Klimabündnis. [...] Die Bürgerinitiative (BI) Nein zum Kohlekraftwerk begrüßt den Vorstoß und hofft, dass es nicht bei den üblichen leeren Worten bleibt. Kritisch sieht die BI jedoch die Einladung Vattenfalls in das Bündnis. Solange Vattenfall nicht von seinen Plänen abrückt, in Berlin ein neues Kohlekraftwerk zu errichten, bleibt das Bündnis eine Farce. Mehr dazu ...
Quelle: PM Bürgerinitiative "Nein zum Kohlekraftwerk"

07.10.2008
ESA: Ozonloch über Südpol 2008 wieder größer als im Vorjahr

Paris: Das Ozonloch über dem Südpol ist in diesem Jahr wieder deutlich größer geworden. Das Loch habe eine Fläche von 27 Millionen Quadratkilometern, teilte die Europäische Raumfahrtagentur ESA am Dienstag in Paris mit. Es sei aber nicht so groß wie im Jahr 2006, damals hatte es mit 29 Millionen Quadratkilometern die Größe von Nordamerika. Im vergangenen Jahr maß das Ozonloch 25 Millionen Quadratkilometer. Mehr dazu ...
Quelle: dpa

07.10.2008
Verbände rufen wegen neuem AKW zum Boykott von RWE auf

Berlin: Umweltverbände rufen in Zusammenhang mit dem umstrittenen Bau eines Atomkraftwerks in Bulgarien zum Boykott des deutschen Energiekonzerns RWE auf. "Wenn RWE hier investiert, zeigt der Konzern, wie wenig ihm die Sicherheit und Gesundheit europäischer Bürgerinnen und Bürger wert ist", erklärte der Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings, Helmut Röscheisen, am Montag in Berlin. Die Initiative "Atomausstieg selber machen", der 21 Umwelt- und Verbraucherverbände angehören, rief dazu auf, Kunden sollten "jetzt Nein zu RWE sagen und den Stromanbieter wechseln". Gute Alternativen seien die von Atomkonzernen unabhängigen Ökostromanbieter LichtBlick, Greenpeace Energy, Elektrizitätswerke Schönau und Naturstrom. Mehr dazu ...
Quelle: AFP

07.10.2008
Protest gegen Kohlosaurier

Berlin: Tausende Luftballons ließen die Demonstranten aus dem fünf Meter hohen und wie ein Dinosaurier gebastelten "Kohlekraftwerk" aufsteigen, um so gegen die Gefahr für das Klima durch den Kohlendioxid-Ausstoß aufmerksam zu machen, erklärte das Aktionsbündnis "Zukunft statt Kohle". Der Berliner Aktion sollen weitere Proteste in einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour durch zehn Städte folgen. An mehr als 20 Standorten in Deutschland planen die großen Energiekonzerne sowie einige Stadtwerke neue Kohlekraftwerke. Betroffen sind zum Beispiel Stade, Krefeld und Jänschwalde, wie das Bündnis auf ihrer Internetseite meldete (www.campact.de/klima/tour08/home). Wenn das Problem der deutschen Energieversorgung nicht anders gelöst werde, würden sämtliche Bemühungen der Bundesregierung zunichte gemacht, hieß es weiter. Mehr dazu ...
Quelle: bai/dpa

06.10.2008
Jährlich 21.400 Tote durch Ozon

London: Die weltweiten Ozonwerte sind in den vergangenen Jahrzehnten stetig gestiegen und bilden eine zunehmende Gesundheitsgefahr. Davor warnt ein neuer Bericht der britischen Wissenschaftsakademie Royal Society, der an diesem Montag in London vorgestellt werden soll. In Europa sterben laut der Studie rund 21.400 Menschen pro Jahr an den Folgen der Ozonbelastung. Und allein in Großbritannien könne sich die Zahl der Ozontoten bis 2020 noch um 51 Prozent auf 2.391 erhöhen. Dabei ist der Kampf gegen das giftige Gas nach Angaben der Wissenschaftler doppelt schwierig, da sich der Klimawandel und steigende Ozonwerte gegenseitig fördern. Mehr dazu ...
Quelle: dpa

06.10.2008
RWE baut Atomkraftwerk in Erdbebengebiet

Berlin: Der Essener Energiekonzern RWE baut in Bulgarien ein neues Atomkraftwerk. Der dortige Stromlieferant NEC habe die Investorenangebote geprüft und RWE den Zuschlag erteilt, so Wirtschaftsminister Petar Dimitrow in Sofia. Neben RWE war auch Belgiens Electrabel an einem 49-Prozent-Anteil des rund 4 Milliarden Euro teuren AKW interessiert. Umweltorganisationen halten Belene für eines der gefährlichsten Kraftwerksprojekte, das derzeit in Europa in Angriff genommen wird. "1983 haben sowjetische Wissenschaftler vor den Bau eines Atomkraftwerks an diesem Standort gewarnt", erklärt Heffa Schücking von der Umweltorganisation Urgewald. Schließlich sei die Region um das nordbulgarische Belene 1977 von einem starken Erdbeben erschüttert worden, bei dem nur wenige Kilometer vom geplanten AKW-Standort 120 Menschen umgekommen sind. Mit seiner Investitionsbereitschaft spiele RWE "russisches Roulette mit der Gesundheit und Sicherheit von Millionen von Europäern," so Schücking. Mehr dazu ...
Quelle: afp/taz

04.10.2008
Behörde soll Prüfung stoppen - Kraftwerksgegner sehen sich bestärkt

Mainz: Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD) in Neustadt soll den Genehmigungsantrag der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) für den Bau des Kohlekraftwerks auf der Ingelheimer Aue aussetzen. Mehr dazu ...
Quelle: Allgemeine Zeitung/Main-Rheiner

02.10.2008
KoMa will gegen Kraftwerk klagen - Bürgerinitiative seit zwei Jahren aktiv

Mainz: Vor zwei Jahren hat sich die Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz (KoMa) gegründet. "Und seither haben wir einige Erfolge zu verzeichnen", sagte KoMa-Sprecher Patrick Hassenpflug im AZ-Gespräch. Dass der Stadtrat sich zwischenzeitlich mehrfach gegen den Bau des Kohleheizkraftwerkes auf der Ingelheimer Aue ausgesprochen hat und eine "große Mehrheit in der Bevölkerung die Pläne der KMW ablehnt" habe auch damit zu tun, dass KoMa viel Informations- und Überzeugungsarbeit geleistet habe. [...] Fritz Kistenpfennig, zweiter Vorsitzender von KoMa, verweist auf die von den Kraftwerksgegnern beim Bielefelder Soko-Institut in Auftrag gegebene Bürgerbefragung, wonach 83 Prozent der Mainzer und Wiesbadener gegen das Kohlekraftwerk seien. Mehr dazu ...
Quelle: Allgemeine Zeitung

02.10.2008
Kieler Strategien

Kiel: Grünen-Urgestein und Kohlekraftwerkskritiker Willi Voigt (Grüne) soll an eine entscheidende Stelle der Stadtwerke Kiel berufen werden: Der ehemalige Energiestaatsekretär und frühere Kieler Ratsherr dürfte nach rot-grünem Willen Mitglied im Konsortialausschuss werden, in dem er den Neubau eines Kohlekraftwerks verhindern kann. Am Hilfsverb „sollen“ entzündete sich gestern im Hauptausschuss der Stadt der Streit um die Besetzung eines Gremiums, das die entscheidende Weiche für oder gegen ein Kohlekraftwerk in Kiel stellen kann. Kernfrage: Bedeutet das Wort „sollen“ in einem Vertrag tatsächlich „sollen“? Oder etwa „müssen“? Mehr dazu ...
Quelle: Kieler Nachrichten

01.10.2008
Mehr Dampf im Treibhaus

Die Energie- und Klimawochenschau: Während es hierzulande zur Abwechslung mal wieder etwas kühler als normal ist, bangen in den USA die Freunde von Wind und Sonne um die Verlängerung ihrer Steuererleichterungen. Derweil steigen die Treibhausgasemissionen schneller als in den Worst-case-Szenarien. Mehr dazu ...
Quelle: telepolis/heise

01.10.2008
Klima-Allianz: Vattenfall-Kohlekraftwerk in Hamburg ist ein Skandal

Berlin: Jedes heute neu gebaute Kohlekraftwerk verschärft den Klimawandel und gefährdet die Durchsetzung der mittelfristig notwendigen Klimaschutzziele. Der Skandal ist, dass das Bundes-Immissionsschutzgesetz einer Landesregierung nicht erlaubt, die Genehmigung für ein Kohlekraftwerk aus Klimaschutzgründen zu versagen. Vattenfall muss zwar Moorburg mit der Technologie der Kohlenstoffabscheidung spätestens im Jahr 2013 nachrüsten, doch nur dann, wenn dies technisch und wirtschaftlich möglich ist. Selbst beim Neubau eines Einfamilienhauses muss der Bauherr mehr Klimaschutzauflagen beachten als bei Kohlekraftwerken. Moorburg zeigt: wir brauchen endlich eine umfassende Reform der Regelungen im Bundes-Immissionsschutzgesetz, damit nicht länger Investoren die Energiepolitik dieses Landes diktieren können. Der Rechtsanspruch auf die Genehmigung von Kohlekraftwerken muss abgeschafft werden. Für die Klimapolitik der Bundesregierung ist dies eine Frage der Glaubwürdigkeit. Mehr dazu ... Quelle: Die Klima Allianz

30.09.2008
BBU: Moorburg kann nach wie vor verhindert werden

Bonn: Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V. hat seine strikte Ablehnung des geplanten Kohlekraftwerkes Moorburg bekräftigt. BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz: „Der BBU fordert, dass keine weiteren Genehmigungen für den Bau dieses energiepolitischen Dinosauriers erteilt werden.“ [...] Der BBU geht davon aus, dass ein breiter Protest von Initiativen und Verbänden das Kohlekraftwerk Moorburg verhindern kann, „selbst wenn heute noch ausstehende Genehmigungen erteilt werden sollten“. Buchholz: „Der Schnelle Brüter in Kalkar war schon gebaut, als er letztlich doch verhindert werden konnte. Wichtig ist der lange Atem, und den wird die Umweltbewegung notfalls auch in Moorburg zeigen. Mehr dazu ...
Quelle: scharf links

30.09.2008
GAL genehmigt Moorburg - Konkurrenz für Vattenfall

Hamburg: Die Hamburger Umweltsenatorin Anja Hajduk hat den Bau des umstrittenen Kohlekraftwerks Moorburg genehmigt. Allerdings verband die Grünen-Politikerin den Bescheid mit Auflagen, die den Betreiber Vattenfall deutlich einschränken und die Wirtschaftlichkeit des Zwei-Milliarden-Euro-Projekts mindern. Zudem will Hamburg einen eigenen Energieversorger gründen, der atom- und kohlefreien Strom liefern soll. Das Fernwärmenetz, das Moorburg speisen wollte, müsse künftig von Kohle auf klimafreundliche Energieträger umgestellt werden, verlangte die Umweltsenatorin. Hajduk steht nach fünf Monaten Koalition mit der CDU unter großem Druck der Grünen-Basis. Mehr dazu ...
Quelle: n-tv

29.09.2008
Stopp der Germersheimer Kraftwerkspläne

Germersheim Nach dem vorläufigen Aus für den Bau eines Kohlekraftwerkes im pfälzischen Germersheim bleiben die Gegner des Projektes skeptisch. «Wachsamkeit ist erforderlich», sagte Hans Günter Schumacher von der Deutschen Umweltstiftung in Germersheim heute. Der Energieversorger EnBW will seine Pläne für den Bau eines Kraftwerkes auf der Rheinhalbinsel Grün nach eigenen Angaben «zunächst nicht weiterverfolgen». Die in der vergangenen Woche gegründete Bürgerinitiative gegen den Kraftwerksbau hält die Begründung des Unternehmens zumindest teilweise für «dünn und fadenscheinig», wie der Vorsitzende Artur Betz sagte. Link zur Meldung ...
Quelle: dpa-infocom

29.09.2008
Kohleabbau verursacht Wieder Erderschütterung im Saarland

Saarbrücken/Hülzweiler: Im saarländischen Kohlerevier hat am frühen Sonntagmorgen erneut die Erde gebebt. Wie die RAG Deutsche Steinkohle in Saarbrücken mitteilte, erreichte die Erschütterung eine Stärke von 2,5. Ursache für das Beben war der Steinkohleabbau des Bergwerks Saar in einem Flöz, in dem seit 2007 Kohle abgebaut wird. Dort war der Abbau nach der bislang schwersten Erschütterung im Saar- Bergbau am 23. Februar ausgesetzt worden. Rund fünf Wochen später genehmigte die Landesregierung dort den weiteren Kohleabbau. Link zur Meldung ...
Quelle: dpa

29.09.2008
Internationale Energieagentur: Märkte für Öko-Energie öffnen

Berlin: Die Internationale Energie-Agentur (IEA) sieht weltweit riesige Chancen für den Ausbau erneuerbarer Energien zum Klimaschutz und zur sicheren Energieversorgung. Die erneuerbaren Energien könnten im Jahr 2050 nahezu 50 Prozent des globalen Strombedarfs decken, schreibt die Agentur in einer am Montag in Berlin veröffentlichten Studie. Mehr dazu ...
Quelle: dpa

29.09.2008
Hintergrund: Trend zur Rekommunalisierung

Die Kommunalwirtschaft erlebt eine Renaissance. Die Skepsis gegenüber Privatisierungen wächst - und mit ihr die Hoffnung auf sinkende Gebühren

In Heidenheim empört sich dieser Tage ein Teil der Mieter ehedem kommunaler Wohnungen über Mieterhöhungen, die ihnen der Eigentümer Gagfah in Form geänderter "Verwaltungs- und Instandhaltungskostenpauschalen" auferlegt hat. Der Immobilienkonzern hatte 2007 Tausende Wohnungen von der Stadt erworben. Eine "Sozialcharta" sollte die Mieter schützen, doch nun sieht die Sache etwas anders aus. Mehr dazu ...
Quelle: Das Parlament, Nr. 40-41 2008

28.09.2008
Studien: Neue Kohlekraftwerke sind unnoetig und behindern Windenergie

Deutschland: Während die Hamburger Grünen kurz vor der Zustimmung zum Kohlekraftwerk in Moorburg zu stehen scheinen (1) und ihre graue Eminenz Joschka Fischer meint (2), der Protest gegen die CO2-Schleudern sei sektiererisch, sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Neue Kohlekraftwerke werden nicht gebraucht und sie laufen Gefahr, den Ausbau der Windenergie zu behindern. Das legen verschiedene Studien nahe, die in den letzten Wochen veröffentlicht wurden. Mehr dazu ...
Quelle: telepolis/heise.de

27.09.2008
Internationale Forscher warnen - Der CO2-Ausstoß steigt rasant

Internationale Forscher warnen: Trotz aller Klimaschutz-Versprechen erreichen die Treibhausgas-Emissionen Rekordniveau. China überholt die USA mit Umweltsünden

Freiburg: Der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre steigt, und das immer schneller. Im Jahr 2007 lag er bereits um 37 Prozent über dem Wert des Bezugsjahres 1750, vor dem Beginn der industriellen Revolution. Das belegt die Studie "Carbon Budget 2007", die vom Global Carbon Projects (GCP) verfasst wurde, einer internationalen Wissenschaftlervereinigung. Mehr dazu ...
Quelle: taz

27.09.2008
Proteste in Mainz

Mainz: Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad (SPD) hat ein Informationswochenende zum Thema Energiesparen eröffnet. Begleitet wurde die Eröffnung von Protesten der Gegner des auf der Ingelheimer Aue bei Mainz geplanten Kohlekraftwerks. [...] Mitglieder der Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz warfen der SPD in Mainz und Rheinland-Pfalz anlässlich des Aktionstages eine "verfehlte Energiepolitik" vor. "Es empört uns, dass uns Politiker etwas von Klimaschutz erzählen wollen, während sie gleichzeitig in Mainz den Bau einer gigantischen CO2-Schleuder planen", teilte die Initiative mit. Mehr dazu ...
Quelle: SWR.de

27.09.2008
8900 Einwendungen gegen Kraftwerk IN Lubmin

Anwohner und Verbände legen massiv Widerspruch gegen den Bau des Kohlekraftwerkes in Lubmin ein. Ein so aufwendiges Genehmigungsverfahren gab es in Vorpommern noch nie.

Greifswald: Gegen das geplante Steinkohlekraftwerk in Lubmin bei Greifswald gingen bereits 8900 Einwendungen ein. Das bestätigte gestern das Staatliche Amt für Umwelt und Natur (StAUN) in Stralsund. Die Genehmigungsbehörde hatte die Antragsunterlagen des dänischen Investors Dong Energy seit 1. August auf Rügen und Usedom, in den Regionen Greifswald, und Recknitz-Trebeltal sowie in Stralsund und Ueckermünde öffentlich ausgelegt. Mitte September sei die Einwendungsfrist fast überall abgelaufen, im Amt Bergen auf Rügen ende sie am 6. Oktober, informierte StAUN-Chef Reinhard Stahlberg. Ab 28. Oktober werden bei sechs Erörterungsterminen unter anderem die Einwendungen zu Naturschutzbelangen, Luftverschmutzung und Grundwasserabsenkung behandelt. Mehr dazu ...
Quelle: Ostsee-Zeitung

26.09.2008
Deutschland spart am Klima

Berlin: Eigentlich sollten in diesem Jahr rund 400 Millionen Euro für den Kampf gegen die Erderwärmung ausgegeben werden. Bislang sind davon aber erst gut zwei Millionen abgeflossen. Von den 400 Millionen Euro, die 2008 in Deutschland für Klimaschutz ausgegeben werden sollen, sind bislang ganze 0,53 Prozent investiert. Das geht aus einer Anfrage der Bündnisgrünen an das Bundesfinanzministerium hervor. Demnach sind lediglich 2,145 Millionen Euro aus dem im Bundeshaushalt unter dem Kapitel 1602 eingestellten Geld abgeflossen. Mehr dazu ...
Quelle: taz

24.09.2008
Atomschrott auf dem Weg nach Lubmin

Obrigheim: Ein Transport mit radioaktiv belastetem Schrott aus dem stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim (Baden-Württemberg) ist auf dem Weg nach Lubmin. [...] Der Schifftransport wird Anfang Oktober in Lubmin erwartet. [...] Das Innenministerium in Schwerin hatte vor einem halben Jahr nach langem Rechtsstreit den Weg für die Pufferlagerung und Bearbeitung von großteiligem schwach und mittel radioaktiv belasteten Atommüll freigemacht. Wie aus Pressekreisen zu erfahren war, soll der Transport mithilfe eines Schiffes stattfinden. Vermutlich führt die Route eines Binnenschiffes o.ä. über den Neckar in den Rhein, von dort über die Niederlande in die Nordsee, später durch den Nordostseekanal in die Ostsee. Das Zwischenlager Lubmin befindet sich mit kleinem Ostseehafen nahe Greifswald. Mehr dazu ...
Quelle: dpa/contratom

22.09.2008
Studie: Milliardenbedarf für Speicherung von Abgasen aus Kraftwerken

Brüssel: Die Speicherung klimaschädlicher Abgase aus Kohlekraftwerken bräuchte einer neuen Studie zufolge eine milliardenschwere Anschubfinanzierung aus der Staatskasse. Jedes einzelne Versuchsvorhaben werde eine Finanzierungslücke von 500 Millionen bis 1,1 Milliarden Euro haben, erklärten Analysten der Unternehmensberatungsgesellschaft McKinsey bei der Vorlage ihrer Untersuchung am Montag in Brüssel. Mehr dazu ...
Quelle: dpa

20.09.2008
Moorburg ist überall

Berlin: Der französisch-belgische Energiekonzern Electrabel hat am Freitag den Grundstein für sein neues Kohlekraftwerk in Wilhelmshaven gelegt. 2012 soll der 800-Megawatt-Block Strom ins Netz einspeisen. Der Vertrag zum Netzanschluss durch Eon war im Juni unterschrieben worden. Für die Anbindung des Kraftwerks ist der Ausbau des Übertragungsnetzes erforderlich. Electrabel - Jahresumsatz 15 Milliarden Euro - will zudem in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) und im niedersächsischen Stade zwei weitere Steinkohlekraftwerke bauen. Der Wuppertaler Stadtrat hatte am Dienstag einen 20 Jahre laufenden Vertrag zur Stromabnahme aus Kohlekraftwerken mit Electrabel unterschrieben und 30 Prozent seiner Stadtwerke an Electrabel verkauft. Mehr dazu ...
Quelle: taz

18.09.2008
Verschmutzungsrechte sollen grundsätzlich versteigert werden

Berlin: In der regierungsinternen Auseinandersetzung über Klimaschutz-Maßnahmen des Energiesektors gibt es jetzt Einvernehmen. Diese Branche soll im EU-weiten Emissionshandel grundsätzlich in die von 2013 an geplante Versteigerung von Kohlendioxid-Papieren einbezogen werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Donnerstag in Regierungskreisen. Die von Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) verlangte Freistellung für den Bau neuer Kraftwerke werde es deshalb nicht geben. Darauf hätten sich am Vortag Glos, Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und Kanzleramtschef Thomas de Maizière verständigt.

Eigener Kommentar: Und raten wir mal, wo die Kosten der Energieversorger letztlich landen - wetten, es ist unsere Stromrechnung? (SH)

Mehr dazu ...
Quelle: dpa

18.09.2008
Bayern auf bestem Weg, Atomstrom durch Erneuerbare zu ersetzen

Erneuerbare Energien werden 2008 bereits rund ein Drittel des bayerischen Stromverbrauchs decken. Ministerpräsident Becksteins Aussagen zu Atomenergie so glaubhaft wie seine “Biermeinung”.
Gut eine Woche vor den Bayerischen Landtagswahlen präsentierte der Verein „Klimaschutz - Bayerns Zukunft“ e.V. das erste Rechtsgutachten zur Aufnahme des Klimaschutzes in die Bayrische Verfassung sowie aktuelle Zahlen zum Anteil der Erneuerbaren Energien in Bayern. Die neuesten Statistiken zeigen, dass bereits in diesem Jahr rund 1/3 des bayrischen Stromverbrauchs durch Sonne, Wasser, Wind, Bioenergie und Geothermie gedeckt werden. Mehr dazu ...
Quelle: Sonnenseite 2008

18.09.2008
Kohlekraftwerk Moorburg kommt

Hamburg: Das umstrittene Großkraftwerk wird voraussichtlich Ende des Monats von Hamburgs grüner Umweltsenatorin genehmigt. Damit verlieren die Grünen eines ihrer Hauptargumente für ihre erste Koalition mit der CDU auf Landesebene

Das umstrittene Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg wird voraussichtlich gebaut. Nach Informationen der taz hat der Energieversorger Vattenfall von der Hamburger Politik das Signal erhalten, dass er Ende dieses Monats, wenn über eine Baugenehmigung entschieden wird, nicht mit einem Ablehnungsbescheid zu rechnen habe. Mehr dazu ...
Quelle: taz

Eigener Kommentar: Liebe Grüne, ausnahmsweise Applaus für die Schwarzen! Vor lauter Flexibilität und Regierungsbestrebungen tappt ihr offenen Auges in die Falle. Grüne bauen Kohlekraftwerke! Super, damit habt ihr eure Existenzberechtigung abgegeben. (SH)

17.09.2008
Neuer Klima-Bericht: Katastrophen werden Millionen Menschen aus Städten vertreiben

Friedrichsdorf / Bangkok: Naturkatastrophen wie Stürme und Überflutungen werden künftig Millionen von Menschen zum Umsiedeln zwingen. Das prophezeit der neue Bericht "Planet Prepare", den die internationale Hilfsorganisation World Vision heute in Bangkok veröffentlicht hat. In dem 124-seitigen Bericht werden die verheerenden Folgen des Klimawandels für Küsten, Deltaregionen und Pazifikinseln beschrieben. Der deutsche Autor, Johannes Lütz, hält es für dringend erforderlich, in den nächsten Jahren die Küstenbewohner besser vor Überflutungen und Stürmen zu schützen. "Wir können selbst durch eine enorme Reduzierung der Treibhausgase nicht mehr verhindern, dass Klima-Katastrophen häufiger und heftiger auftreten als bisher. Wir können aber entscheiden, wo und mit welchen konkreten Schutzmaßnahmen wir Menschen auf bevorstehende Katastrophen vorbereiten." Mehr dazu ...
Quelle: ots

17.09.2008
Zeitfaktor spielt wichtige Rolle - Behörden entscheiden über Kohlekraftwerk

Mainz: Nach dem "Beharrungsbeschluss" des Mainzer Stadtrates zum Kohlekraftwerk vom Montag Abend sind die Aufsichtsbehörden gefragt. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Neustadt muss jetzt prüfen, ob der Beschluss zum von der CDU geforderten Bebauungsplan für die Ingelheimer Aue, der den Bau des Kohlekraftwerks verhindern würde, rechtens ist. Mehr dazu ...
Quelle: Main-Rheiner

17.09.2008
Stromlücke ist Wahlkampfpropaganda - Neue Studie zur Stromversorgung in Deutschland

Berlin: Die von Politik und Industrie oft vorausgesagte Stromlücke wird es nicht geben. Das belegt eine Studie des Ingenieurbüros EU-Tech, die Greenpeace in Auftrag gegeben hat und heute in Berlin vorstellt. Die Deutsche Energieagentur (Dena) hatte im März behauptet, Deutschland drohe im Jahr 2020 eine Stromlücke von 12.000 Megawatt. Das entspräche der Leistung von 15 Großkraftwerken. Nach der neuen Greenpeace-Studie ist dagegen mit einer Überkapazität von etwa 12 Großkraftwerken zu rechnen. Angesichts dieser Irreführung warnt Greenpeace vor weiteren falschen Behauptungen von Wahlkämpfern und der Energiewirtschaft. Diese wollen mit Hinweis auf die angebliche Stromlücke vor allem verlängerte Laufzeiten für Atomkraftwerke und eine viel zu hohe Zahl klimaschädlicher Kohlekraftwerke durchsetzen. Mehr dazu ...
Quelle: ots

16.09.2008
Sachverständige: Längere AKW-Laufzeiten senken Strompreise nicht

Berlin: Längere Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke würden nach Einschätzung von Experten nicht zu niedrigeren Strompreisen führen. "Dafür gibt es keinen Ansatzpunkt", sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrats der Bundesregierung (SRU), Olav Hohmeyer, dem ZDF-Magazin "Frontal" vom Dienstag. Vielmehr würde dies nur die Profite der Energiekonzerne erhöhen. Hohmeyer widersprach damit Plänen der CDU/CSU. Die Union verspricht sich von längeren AKW-Laufzeiten einen Beitrag zur Senkung der Strompreise. Mehr dazu ...
Quelle: AFP

16.09.2008
Haustechnikverband BDH: Öko-Heizenergie nimmt rasant zu

Berlin: Ölpreissteigerungen und Klimaschutzmaßnahmen haben nach Angaben der Haustechnik-Branche den Anteil erneuerbarer Energien beim Heizen rasant wachsen lassen. In kombinierten Heizanlagen mit solarthermischer Unterstützung für Warmwasser oder zum Heizen habe sich der Marktanteil solcher Anlagen seit 2005 von 20 auf jetzt 40 Prozent verdoppelt. Das berichtete der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) auf seiner Wärmekonferenz 2008 in Berlin. Mehr dazu ...
Quelle: dpa

16.09.2008
Umstellung auf Öko-Heizenergie - Fördermittel vom Staat

Berlin: Hauseigentümer können für die Umstellung auf Öko-Heizenergie Fördermittel beantragen. "Hierfür sind vor allem die großen Förderprogramme des Bundes interessant. Aber Fördermittel gibt es auch bei Ländern und Energieversorgern", sagt Christian Stolte von der Deutschen Energieagentur (dena) in Berlin. "Viele Programme lassen sich außerdem kombinieren." Mehr dazu ...
Quelle: dpa/tmn

16.09.2008
Naturschützer: Klimawandel bedroht 30 Prozent der Arten

Karlsruhe: Der Klimawandel bedroht nach Angaben von Naturschutzexperten massiv die Artenvielfalt in Deutschland. «Durch den Klimawandel könnten hierzulande zwischen fünf und 30 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten verschwinden», sagte die Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz (BfN), Beate Jessel, am Dienstag in Karlsruhe. Dies bedeute allerdings nicht, dass die betroffenen Arten zwangsläufig aussterben. Sie könnten auch «ihre Verbreitungsgebiete verlagern», vor allem nach Norden. Mehr dazu ...
Quelle: ddp

15.09.2008
Unabhängig dank Netzrückkauf – Wolfhagen ist „Energie-Kommune“ des Monats September

Berlin: [...] Mit diesem Titel zeichnet die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte aus und stellt sie auf dem Infoportal www.kommunal-erneuerbar.de ausführlich vor. Die Stadt Wolfhagen mit rund 14.000 Einwohnern möchte bis zum Jahr 2015 den gesamten Strombedarf selbständig aus Erneuerbaren Energien decken und eine ausgeglichene CO2-Bilanz vorweisen. Als erste Gemeinde in Nordhessen kaufte Wolfhagen das Stromnetz vom Netzbetreiber E.on zurück, um künftig die Stromproduktion und Verteilung selbst in die Hand zu nehmen. „Die Kommunen verfügen mit den Konzessionsverträgen über ein scharfes Schwert, mit dem sie sich gegen die Willkür der Energieriesen wehren und ihre Energieversorgung wieder selbst in die Hand nehmen können“, erklärt der Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfhagen, Martin Rühl. Mehr dazu ...
Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien

14.9.2008
Teure Ruinen - Gescheiterte Atomgroßprojekte in Deutschland

Deutschland: Angesichts der Debatte über Klimaschutz wittert die Atomlobby Aufwind: Kraftwerke können als umweltfreundliche Energielieferanten präsentiert werden. Die Geschichte von gescheiterten, kerntechnischen Megaprojektn der Vergangenheit - welche die Gesundheit vieler Bürger bedrohten und viele Steuergelder verschlangen - wird schnell beiseite geschoben. Mehr dazu ...
Quelle: Deutschlandfunk/dradio.de

14.09.2008
Der Sternmarsch gegen Eon (mit Fotostrecke)

Hainburg: Winfried Schwab-Posselt, Sprecher der Initiative Stopp Staudinger, ist zufrieden. "Ein historischer Tag", sagt er angesichts der Massen, die er von der Kundgebungsbühne aus vor sich sieht. Mehrere tausend Menschen stehen am Samstagnachmittag auf den Main-Wiesen bei Hainstadt (Kreis Offenbach), um gegen den Ausbau des auf der anderen Flussseite bei Großkrotzenburg (Main-Kinzig-Kreis) liegenden Kohlekraftwerks Staudinger zu demonstrieren. Mehr dazu ...
Quelle: FR-online

13.09.2008
Tausende demonstrieren gegen Kraftwerk

Hainburg/Großkrotzenburg: Mehrere Tausend Menschen haben in Hainburg bei Hanau gegen die Erweiterung des Kohlekraftwerks Staudinger demonstriert. "Neue Kohlekraftwerke sind die Sargnägel für die Klimapolitik in Deutschland", sagte der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund), Hubert Weiger, auf den Main-Wiesen gegenüber dem Eon-Kraftwerk. Mehr dazu ...
Quelle: dpa

13.09.2008
Tausende Bürger gegen neue Kohlekraftwerke

Jänschwalde/Hanau: [...] Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminski verkündete unter dem Jubel der Demonstranten, dass sich in Hanau parteiübergreifend alle sieben Fraktionen gegen den Bau von Staudinger ausgesprochen hätten. Die Bürgerinitiativen vertraten übereinstimmend die These, dass Klimaschutz wie ihn die Bundeskanzlerin in der ganzen Welt fordere, mit dem Zubau weiterer Kohlekraftwerke nicht zu vereinbaren sei. Der Fernsehjournalist Franz Alt sagte auf der Demonstration: „In den letzten neun Monaten haben die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland bereits sechs geplante Kohlekraftwerke verhindert. Auch Jänschwalde und Stauinger können und müssen noch gestoppt werden. Die Zukunft gehört der Energie-Effizienz und den Erneuerbaren Energien.“ Mehr dazu ...
Quelle: Sonnenseite 2008

Deutsche Umwelthilfe bietet Rechtsberatung und Unterstützung

Berlin: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat zum 1. Juli eine Kampagne gegen den Zubau weiterer Kohlekraftwerke gestartet. Die Leiterin des Bereichs Recht der DUH, Dr. Cornelia Nicklas und der Umweltjurist Jürgen Quentin stehen für Rechtsfragen im Zusammenhang mit dem Neubau von Kohlekraftwerken zur Verfügung. Sie bieten Unterstützung bei der Formulierung von Einwendungen im Rahmen der Zulassungsverfahren, helfen bei der Auswahl geeigneter Anwaltsbüros und Sachverständiger bei Klagen gegen Zulassungsbescheide für Kraftwerke oder Bauleitpläne und entwickeln auf der Basis von Rechtsgutachten allgemeine Handlungsempfehlungen, etwa wie Gemeinden im Rahmen der Bauleitplanung dem Bau von Kohlekraftwerken entgegenwirken können. Kohlekraftwerke werden in Deutschland nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz zugelassen. Dabei handelt es sich um so genannte gebundene Entscheidungen der Behörden; d. h., wenn die Genehmigungsvoraussetzungen vorliegen, muss die Zulassung erteilt werden. Eine der Genehmigungsvoraussetzungen ist die planungsrechtliche Zulässigkeit, die über die Bauleitplanung ausschließlich in den Händen der kommunalen Entscheidungsträger liegt. Derzeit sind 25 Kohlekraftwerke in Genehmigungsverfahren, 5 weitere in der konkreten Betreiberplanung.
Das Projekt ist zunächst für zwei Jahre geplant und wird aus Mitteln der Stiftung European Climate Foundation gefördert.

Kontakt:
Jürgen Quentin
Tel. 030 - 24 00 867 - 95
E-Mail quentin(at)duh.de
Deutsche Umwelthilfe e.V.
Hackescher Markt 4
D-10178 Berlin

Quelle: Deutsche Umwelthilfe

12.09.2008
Solidaritätserklärung mit Klima-Allianz

Lubmin: Die Greifswalder Bürgerinitiative (BI) gegen das Steinkohlekraftwerk erklärt sich mit den Zielen der "Klima-Allianz" solidarisch und hofft eine erfolgreiche Demonstration in Jänschwalde am Samstag. "Leider ist unser Ziel noch nicht erreicht und wir werden am Samstag, den 13.September 08 hier in Greifswald gebraucht, um die Bevölkerung vor Ort über die drohenden Gefahren des Meilers, der den CO2-Ausstoß in Mecklenburg-Vorpommern verdoppeln würde, zu informieren. Mehr dazu ...
Quelle: MVregio

11.09.2008
Unionspolitiker fordern laengere AKW-Laufzeiten

Berlin : Die Atomkraftfreunde im deutschen Bundestag erhöhen den Druck und rücken vom Koalitionsvertrag ab: Die Abgeordneten der CDU und CSU im deutschen Bundestag fordern die Regierung auf, den "Weg für eine Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke in Deutschland zügig freizumachen". Mehr dazu ...
Quelle: taz

11.09.2008
"Eon-Chef Bernotat hat sein Wort gebrochen"

Hessen: Der Energiekonzern soll den Ausbau des Kohlekraftwerks Staudinger in Hessen stoppen, fordert Aktivist Elias Perabo. taz: Herr Perabo, am Samstag will die Klima-Allianz gegen den geplanten Neubau im Kraftwerk Staudinger demonstrieren. Bauherr Eon hat versichert, den Willen von Politik und Anwohnern zu respektieren. Die lehnen das Vorhaben mehrheitlich ab. Sind die Proteste damit nicht überflüssig? Elias Perabo: Nein, die Demonstration ist dringend notwendig. In den letzten Monaten haben wir lernen dürfen, wie viel ein Wort bei Eon wert ist. Mehrfach hat Eon-Chef Wulf Bernotat versprochen, den Kraftwerksteil nicht gegen den Widerstand der Bevölkerung oder gegen ein Votum der hessischen Landespolitik zu bauen. Trotzdem hat Eon bereits einen Genehmigungsantrag für Block 6 gestellt. Mehr dazu ...
Quelle: taz

09.09.2008
E.on-Kohlekraftwerk soll 2014 stehen

Haseldorf/Hetlingen/Haselau/ Neuendeich/Stade/Hollern-Twielenfleth. „Es hat einen Zeitungsartikel gegeben und mehr wissen wir nicht“, skizzierte Thorsten Bardenhagen, Fraktionssprecher der „Freien Wählergemeinschaft Hollern-Twielenfleth“ im Samtgemeinderat die Situation vor der Informationsveranstaltung. Um Klarheit über das geplante E.on-Kohlekraftwerk in Stade zu bekommen, organisierte die Gruppierung eine Podiumsdiskussion, zu der mit dem Projektleiter Dr. Stefan Pelster und Pressesprecher Andreas Brandtner nicht nur E.on-Vertreter, sondern auch mit dem Umweltschutztechniker Peter Gebhardt, dem Toxikologen Dr. Hermann Kruse und Ingrid Meyer-Schmeling als Sprecherin der Bürgerinitiative „Pro Erneuerbare Energien – Kontra Kohlekraftwerke Stade-Altes Land“ Kritiker des Projektes Stellung bezogen. Mehr dazu ...
Quelle: Uetersener Nachrichten

09.09.2008
Die Rettung der Welt

Ketzin/Berlin: Glaubt man Vattenfall, beginnt heute ein neues Zeitalter. In Schwarze Pumpe nahe Cottbus wird Deutschlands drittgrößter Energiekonzern das weltweit erste Kraftwerk ans Netz schalten, dass zwar Kohle verbrennt, aber kein Kohlendioxid mehr ausstößt. "Carbon capture and storage" - kurz CCS - nennt sich die neue Technologie, bei der das Klimagift aus den Kraftwerksabgasen abgeschieden wird, um es danach zu verflüssigen und unterirdisch lagern zu können. [...] CCS vermindert den Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken. Greenpeace spricht von 10 bis 40 Prozent; Schilling geht von 8 bis 12 Prozent aus: "Das bedeutet: Um die gleiche Menge Strom am Ende herauszubekommen, müssen CCS-Kraftwerke 20 Prozent mehr Kohle verfeuern." Was sich auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt: CCS-Strom ist teurer, weshalb Kritiker der Technologie glauben, dass sie sich nie durchsetzen wird. Zudem: Nicht einmal Vattenfall glaubt, dass sein Verfahren vor 2020 großtechnisch einsatzbereit ist. Derzeit werden aber in Deutschland 25 neue Kohlekraftwerke gebaut oder geplant, die nicht nachrüstbar sein werden. Mehr dazu ...
Quelle: taz

08.09.2008
Umweltaktivisten besetzen Moorburg-Baustelle und Buero der Hamburger Gruenen

Etwa 30 Umweltaktivisten ist es gelungen, in der Nacht zu Montag auf die Baustelle des geplanten Kohlekraftwerks in Hamburg-Moorburg zu gelangen. Die Polizei nahm mehrere Besetzer in Gewahrsam. Am Montag besetzten weitere Aktivisten dann das Büro der GAL-Fraktion. Mehr dazu ...Quelle: Welt

05.09.2008
Unter dem Meeresboden das Klimagas

Die Tiefkühltruhe der Erde leckt. Seit der letzten Eiszeit gefrorenes Methan wird als Gas aus dem arktischen Meeresboden freigesetzt. Es perlt. Und Örjan Gustafsson findet das sehr beunruhigend: "Wir haben eine neue Region im Meer gefunden, in dem eine aktive Ausgasung stattfindet. Bislang war man davon ausgegangen, dass diese Meeresböden kein Methangas freisetzen, weil sie seit der letzten Eiszeit gefroren sind. Das stimmt also nicht mehr." Was der Professor für die Biochemie der Meere von der Universität Stockholm im ostsibirischen Laptewmeer, etwa auf halber Strecke zwischen Nordnorwegen und Alaska entdeckt hat, bestätigt Befürchtungen, die russische Forscher schon länger haben. Mehr dazu ...
Quelle: taz

04.09.2008
Hintergrund: CDM - Das Milliarden-Geschäft mit C02-Zertifikaten

Drei Buchstaben sollen laut Kyoto-Protokoll für modernen Klimaschutz stehen: CDM. Der sogenannte Clean Development Mechanism will Unternehmen aus Industrieländern dazu animieren, Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern zu fördern. Als Dank für ihr Klima-Engagement in der Dritten Welt erhalten die Unternehmen im Gegenzug zusätzliche Verschmutzungsrechte in der Heimat. Doch MONITOR-Recherchen belegen: Viele dieser Projekte sind fragwürdig, denn sie bringen unterm Strich nicht weniger, sondern mehr Klimabelastung. Mehr dazu ...
Quelle: WDR - MONITOR 582 am 4. September 2008

03.09.2008
Katastrophale Zustände im Atommülllager Asse - durchgerostete Fässer

Asse: Nach jahrzehntelanger Schlamperei und Vertuschung steht im Atommülllager Asse offenbar ein Betreiberwechsel bevor. Nach der Vorstellung eines neuen Statusberichts (siehe unten) erhob Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) schwere Vorwürfe gegen die bisherigen Betreiber und Aufsichtsbehörden. "Sie können sagen, dass die Sicherheit nirgends nachgewiesen ist", sagte Gabriel. Asse sei "die problematischste kerntechnische Anlage in Europa". Mehr dazu ...
Quelle: taz

03.09.008
Heute erster Spatenstich für das Trianel-Kraftwerk

Lünen: Heute Morgen ist es soweit: Für das Trianel-Steinkohlekraftwerk gibt es den ersten Spatenstich. Dazu wird hoher Besuch erwartet. Angekündigt haben sich unter anderem Christa Thoben, Landes-Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie und Matthias Machnig. Doch auch die Kraftwerksgegner wollen den Tag nutzen. Mehr dazu ...
Quelle: Ruhr Nachrichten.de

02.09.2008
Persilschein für Staudinger

Hessen: Das Energieunternehmen Eon hat am Dienstag im Kohlekraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg das Ergebnis einer einjährigen Messreihe zur Luftqualität in der Region vorgelegt. Demnach gebe es keine Hinweise darauf, dass der Betrieb des Kraftwerks eine besondere Belastung darstelle. Umweltschützer, die sich am Morgen vor dem Haupttor von Staudinger zu einer kleinen Protestdemonstration versammelt hatten, kritisierten die Studie. Das überregionale Bündnis Klima-Allianz und die örtliche Bürgerinitiative "Stopp Staudinger" warfen dem Konzern in einer improvisierten Pressekonferenz vor, die Bevölkerung zu täuschen. Die Aussagewerte der Schadstoffmessung "tendieren gegen null", sagte Winfried Schwab-Posselt, Sprecher der Bürgerinitiative. Mehr dazu ...
Quelle: FR-online.de

02.09.2008
Zweifel an Studie zur Luftqualität

Großkrotzenburg: Die Luftqualität am Kohlekraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg sorgt für neuen Streit zwischen Umweltschützern und dem Betreiber E.ON. Auslöser ist eine Studie, die eine Gesundheitsgefährdung für die Anwohner ausschließt. Das Bündnis Klima-Allianz und die Bürgerinitiative "Stopp Staudinger" warfen dem Unternehmen am Dienstag vor, die Bevölkerung zu täuschen. Laut Mitteilung forderten sie eine Wiederholung der Luftmessungen an neuen Standorten. Mehr dazu ...
Quelle: hr-online.de

01.09.2008
Mainzer Kohlekraftgegner drohen mit Rechtsstreit und erhalten bundesweiten Beistand

Mainz: Die Kohlegegner in Mainz bereiten sich gegenwärtig auf einen Rechtsstreit um die Genehmigung des Mainzer Kohlekraftwerks vor und erhalten deshalb Beistand aus Berlin: „Sollten wir gezwungen sein, gegen einen fehlerhaften Vorbescheid für eine Kraftwerksgenehmigung juristisch vorzugehen, sind wir auf die fachliche und finanzielle Unterstützung durch die Klima-Allianz angewiesen,“ begründet Christof van den Bruck, 1. Vorsitzender der Initiative KoMa die Kooperation. Lokale und bundesweite Kohlekraftgegner schließen sich enger zusammen. Heute hat die bundesweite klima-allianz als 100. Mitglied die lokale Initiative „Kohlefreies Mainz“ (KoMa) aufgenommen. Mehr dazu ...
Quelle: europaticker

01.09.2008
BBU warnt vor unterirdischer CO2-speicherung

Deutschland: Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU) spricht sich gegen die Planungen von RWE zum Bau eines Braunkohlekraftwerks in Hürth und zur Abscheidung, Transport und Speicherung von Kohlendioxid (CO2) aus. Die Gasunfälle in NRW in den letzten Wochen haben gezeigt, dass das Austreten von CO2 das Leben der Anwohner gefährdet. Mehr dazu ...
Quelle: scharf-links.de

30.8.2008
Kanzlerin adelt Kohlekraftwerke

Angela Merkel legt zusammen mit dem RWE-Chef in Hamm den Grundstein für ein neues Kohlekraftwerk. Umweltschützer ärgern sich: Klimaziele seien so nicht zu erreichen

Hamm: Während ihre Kritiker vor einem Klimafrevel warnen, strahlt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Harmonie aus: In entspannter Atmosphäre legte sie am Freitag den Grundstein des neuen RWE-Kohlekraftwerks im westfälischen Hamm. Mit Schnapspinnchen und Maurerkelle in der Hand wollte sie den Gästen vermitteln: Kein Grund zur Sorge. "In einer aufgeheizten Situation möchte ich die Modernisierung von Kohlekraftwerken unterstützen", sagte Merkel. Wer Kraftwerks-Neubauten verhindere, der gefährde nur Arbeitsplätze, Versorgungssicherheit und niedrige Strompreise in Deutschland. Und RWE-Chef Jürgen Großmann sprach von "Green Coal", made in Germany. Mehr dazu ...
Quelle: taz

30.8.2008
Forscher legen neues Konzept zur Minderung der Treibhausgase vor: Nur wer über 20 US-Dollar am Tag verdient, soll für die Maßnahmen zahlen

Berlin: Die reichen Staaten müssen sich stärker am Klimaschutz beteiligen als bisher. Das ist das Fazit eines neuen Konzepts renommierter internationaler Forscher. Durch dieses sollen die Kosten für die Senkung des Treibhausgasausstoßes weltweit gerechter verteilt werden. Dabei soll armen Ländern ermöglicht werden, ihre Wirtschaft zu erweitern, auch wenn sie dabei ihre Emissionen steigern. "Es ist das erste Modell, das sowohl die Klima- als auch die Armutskrise angeht", sagte Klimaforscher Sivan Kartha vom Stockholm Environment Institute (SEI) am Freitag. Mehr dazu ...
Quelle: taz

29.08.2008
Merkel untergräbt Klimaschutz in Hamm

Berlin/Düsseldorf/MVregio: Zur heutigen Grundsteinlegung für ein 1600-Megawatt-Steinkohlekraftwerk der RWE im nordrheinwestfälischen Hamm durch Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt Klaus Brunsmeier, Vize-Chef des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): "Bei internationalen Umweltgipfeln inszeniert sich Kanzlerin Merkel gern als Vorreiterin beim Klimaschutz. Zu Hause aber zelebriert sie den Bau neuer CO2-Dreckschleudern, mit denen Deutschlands Klimaschutzziele unerreichbar werden. Gegen die unverantwortlichen Fehlinvestitionen in neue Kohlekraftwerke werden wir uns auf Bundes- und Länderebene gemeinsam mit den Bürgerinitiativen vor Ort vehement zur Wehr setzen." Mehr dazu ...
Quelle: MVregio

29.08.2008
RWE will Kohlekraftwerk in Hürth bauen

Essen: Der Energieversorger RWE will in Hürth ein Kraftwerk mit Kohlevergasung und CO2-Abscheidung bauen. Es solle mit heimischer Braunkohle betrieben werden, dies sei ein Bekenntnis zum rheinischen Revier, teilte das Unternehmen am Freitag in Essen mit. Mehr dazu ...
Quelle: dpa-AF

28.08.2008
Polizeiprügel beflügelt AKW-Debatte

Polizeiaktion gegen Anti-Atom-Camper löst in der Türkei eine Debatte über umstrittene Reaktorpläne in einem erdbeben- gefährdeten Gebiet aus. Bisher hielten sich die Medien mit Kritik zurück - denn ihr Besitzer ist einer der potenziellen Investoren

Istanbul: Shannon Stephens wirkt noch Tage später ziemlich geschockt. "So eine harte Reaktion der Polizei, für so eine harmlose Aktion habe ich noch nirgendwo anders erlebt", empört sich die kanadische Umweltaktivistin. Mehr dazu ...
Quelle: taz

28.08.2008
Gutachten zu Kohlekraftwerk liegt jetzt vor

Mainz: Der zweite Teil des Rechtsgutachtens zum Beschluss des Stadtrates vom 18. Juni, der die Aufstellung eines Bebauungsplans für das KMW-Gelände auf der Ingelheimer Aue vorsieht und somit den Bau des geplanten Kohleheizkraftwerks (KHKW) verhindern würde, ist gestern bei Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD) eingetroffen. Das Büro Lenz und Johlen hat darin bewertet, ob der Stadtrat mit dem mit knapper Mehrheit gefassten Beschluss die "Grundsätze der Wirtschaftlichkeit" verletzt hat. Sollten durch diesen Beschluss hohe Kosten aufgrund von Regressforderungen der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) auf die Stadt zukommen, könnte das Votum juristisch nicht haltbar sein. Mehr dazu ...
Quelle: Main-Rheiner

27.08.2008
Medien: E.ON streicht bundesweit 1800 Stellen

Berlin/München: Der Energieriese E.ON will Medienberichten zufolge bis zu 1800 Stellen streichen und zahlreiche Standorte aufgeben. 40 der 60 Service-Standorte in Deutschland sollen geschlossen werden, sagte E.ON-Energie-Vorstandschef Klaus-Dieter Maubach der "Welt" und dem "Münchner Merkur" (beide Mittwochausgabe). Mehr dazu ...
Quelle: dpa

27.08.2008
BBU kritisiert Vorgehen der Polizei in Moorburg - «Jetzt verteidigt die Polizei die verfehlte Energiepolitik»

Bonn: Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat die gewaltsame Auflösung der Demonstration am vergangenen Samstag gegen das in Bau befindliche Kohlekraftwerk Moorburg bei Hamburg verurteilt. Das Vorgehen der Polizei in Moorburg erinnert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz an die unverhältnismäßigen Polizeieinsätze gegen Demonstrationen gegen Atomanlagen und Atomtransporte: „Auch in Kalkar und Wackersdorf ist die Polizei mit Gewalt gegen Umweltschützerinnen und Umweltschützer vorgegangen. Jetzt verteidigt die Polizei die verfehlte Energiepolitik im norddeutschen Moorburg.“ Mehr dazu ...
Quelle: Linkszeitung

26.08.2008
Der Protest erhält Verstärkung

Die Bürgerinitiative „Saubere Energie“ Dörpen (BI) erhält in ihrem Engagement gegen das in Dörpen geplante Steinkohlekraftwerk ab sofort Unterstützung von der Klima-Allianz. Jürgen Maier, Vertreter des rund 100 Organisationen umfassenden Bündnisses, sicherte den Dörpenern gestern unter anderem rechtlichen Beistand zu. Mehr dazu ...
Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

26.08.2008
Greifswalder und das Steinkohlekraftwerk

Karlshagen: Alle Ämter haben sich solch eine Mühe gegeben, sogar Sonderblätter gedruckt und kein Bürger kommt, die dicken 21 Aktenordner zu studieren. Kaum Menschen interessieren sich für die Unterlagen von Dong Energy in Sachen Steinkohlekraftwerk, beklagen die Zeitungen groß und breit in den letzten Tagen. Wir halten zunächst fest, dass es ohne die interessierten sowie gut informierten Bürger die neuen Unterlagen gar nicht gegeben hätte. Erst auf den großen Druck vieler Bürger, Gemeinden und Umweltschutzverbände wurden Dong 27 neue Auflagen vom StAUN Stralsund erteilt.
Soweit so eingereicht von Dong ans Amt und jetzt liegen die ganzen Unterlagen komplett öffentlich aus, so wie es das Gesetz vorschreibt, das ist das Mindeste. Wer die Ordner im Amt schon einmal gewälzt hat, der weiß, wie spaßig das ist. Man sitzt irgendwo ziemlich beengt, mit 20 Aktenordnern und soll gezielt etwas heraussuchen! Und bitte auch noch finden! Dann müssen die entsprechenden Passagen aufgeschrieben werden, um die Informationen später verarbeiten zu können. Also mit sehr viel Zeitaufwand (am besten Urlaub nehmen) verbunden und spezielle Kenntnisse sind auf alle Fälle nützlich. Mehr dazu ...
Quelle: greifswald-netz.de

26.08.2008
Die Klima-Allianz sagt Dörpener Bürgerinitiative Unterstützung zu

In Deutschland schließen sich zunehmend lokale und bundesweite Kohlekraftgegner zusammen, um gegen den geplanten Bau von mehr als 25 neuen Kohlekraftwerken vorzugehen. Heute sagte die Klima-Allianz der „Bürgerinitiative Saubere Energie“, die sich gegen das von der Schweizer Firma BKW FMB Energie AG in Dörpen geplante 900 MW Kohlekraftwerk zur Wehr setzt, ihre Unterstützung zu. Das bundesweit aufgestellte Bündnis hat knapp 100 Mitgliedsorganisationen aus den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Mehr dazu ...
Quelle: europaticker

26.08.2008
Mit aller Gewalt für Kohle

Die Energie- und Klimawochenschau: Während es Bewegung in den internationalen Klimaschutzverhandlungen gibt, zieht sich das Eis auf dem Polarmeer weiter zurück und lassen die Grünen Kohlekraftwerke mit Schlagstöcken und Wasserwerfern verteidigen. Mehr dazu ...
Quelle: telepolis

25.08.2008
Jagdszenen in Moorburg

Hamburg-Moorburg: Demonstranten der Kampagne Gegenstrom08 gelingt es fast, die Baustelle des geplanten Kohlekraftwerks Moorburg zu besetzen. Am Nachmittag geht es plötzlich los: Während die Demo gegen das Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg mit rund 700 Teilnehmern das Gleisbett vor dem südlichen Bereich des Bauplatzes über eine Brücke passiert, tricksen AktivistInnen der Kampagne Gegenstrom08, die sich zuvor mit Farbe markiert zugeordnet haben, im nördlichen Bereich die Polizeisperren aus: Sie stürmen über die Gleise auf die Baustelle zu. Mehr dazu ...
Quelle: taz

25.08.2008
Moorburg-Stichtag am 09.September

Hamburg: Am 9. September wird der Hamburger Senat aus CDU und Grünen voraussichtlich seine bislang schwerwiegendste Entscheidung bekannt geben. Der Bau des Steinkohlekraftwerks Moorburg durch den Energiekonzern Vattenfall ist zu genehmigen - oder zu untersagen. Im Fall eines Ja könnte die Basis der Grün-Alternativen Liste (GAL) beginnen, den Sinn der ersten schwarz-grünen Landesregierung in Deutschland nachhaltig infrage zu stellen; bei einem Nein drohen ein Aufstand der Hamburger Wirtschaft und eine langjährige gerichtliche Auseinandersetzung. Mehr dazu ...
Quelle: taz

25.08.2008
EW Schönau wollen ins Gasgeschäft einsteigen

Freiburg: Die als "Stromrebellen" bekanntgewordenen südbadischen Elektrizitätswerke Schönau (EWS) wollen einem Zeitungsbericht zufolge ins Geschäft mit Erdgas einsteigen. Der Ökostromanbieter wolle das Gasnetz in Schönau (Landkreis Lörrach) und zwei benachbarten Gemeinden im Wiesental kaufen, berichtet die "Badischen Zeitung" in Freiburg (Samstag). "Ja, wir bewerben uns", sagte Michael Sladek dem Blatt. Die EWS gehört 750 Bürgern und hat bundesweit 75 000 Kunden. Sie verzichtet auf Strom aus Atom und Kohle. "Für uns ist die Übernahme des Gasnetzes der Einstieg in den Gashandel", sagte Sladek. Der Landarzt hatte 1997 gemeinsam mit seiner Frau und heutigen EWS-Chefin Ursula einem etablierten Energiekonzern das Schönauer Stromnetz abgejagt. Das geschah gegen den Widerstand des Gemeinderates, aber mit dem Rückhalt von zwei Bürgerentscheiden. Dies hatte bundesweit für Furore gesorgt. Aus dieser Bürgerinitiative wurde die EWS. Link ...
Quelle: dpa

23.08.2008
EKD-Umweltpastoren gegen neue Kohlekraftwerke

Kiel: Wirkungsvoller Klimaschutz sei mit Kohlekraftwerken nicht möglich, erklärte die Arbeitsgemeinschaft der EKD-Umweltbeauftragten am Freitag in Kiel. Die Umweltpfarrer unterstützen die für 13. September geplanten Demonstrationen an den Kraftwerken Staudinger in Hessen und Jänschwalde in Brandenburg. Mehr dazu ...
Quelle: epd

23.08.2008
HSE setzt für Zukunft auf Gas - KoMa sieht sich in Gespräch bestätigt

Mainz: Die Bürgerinitiative "KoMa" weist die Behauptung der KMW zurück, "KoMa" arbeite mit Halbwahrheiten. Dabei beruft die BI sich insbesondere auf eine skeptische Haltung des Energieversorgers HSE (Stadtwerke Darmstadt) zum Mainzer Projekt. HSE hat Anteile an der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG im vergangenen Jahr veräußert. Mehr dazu ...
Quelle: Main-Rheiner

23.08.2008
Zwei Abende über Kohlekraftwerke - Diskussionen in Hollern und in Stade

Hollern-Twielenfleth: Bei zwei Veranstaltungen haben Interessierte jetzt Gelegenheit, sich mit den für diese Region geplanten Kohlekraftwerken auseinanderzusetzen: Bei einer Podiumsdiskussion der Freien Wählergemeinschaft in Hollern-Twielenfleth und bei einem Abend des Stader Ärztevereins in Stade. [Am Donnerstag, 28. August und am Mittwoch, 3. September; siehe auch Rubrik "Termine"] Mehr dazu ...
Quelle: Tageblatt online

21.08.2008
Gemeinsam gegen Kohlekraftwerke

Seestermühe: Die Gemeinde Seestermühe wird künftig eng mit der Bürgerinitiative Haseldorf zusammenarbeiten. Die Bürgerinitiative will die geplante Ansiedlung von drei Kohlekraftwerken mit insgesamt 2500 Megawatt, eine Müllverwertung und ein Kohleanleger in Stade-Bützfleth verhindern. Mehr dazu ...
Quelle: Elmshorner Nachrichten

21.08.2008
Nordwest- und Nordostpassage bereits offen - Nordpol bald Eisfrei?

"Update: Herr Kaleschke weist mich gerade darauf hin, dass sich heute (21.8.) neben der Nordwestpassage nun auch die Nordostpassage geöffnet hat. Zu sehen auf der AMSR-E Eiskarte." Mehr dazu ...
Quelle: KlimaLounge / Stefan Rahmstorf ( Klimatologe und Abteilungsleiter am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Professor an der Universität Potsdam)

21.08.2008
Protest gegen rechtswidrige Räumung der Kundgebung vor Moorburg

Hamburg: Gegen die rechtwidrige Räumung der Kundgebung vor der Baustelle des Kohlekraftwerks Moorburg am gestrigen Abend protestiert das Anti-Kohle-Team des Klimacamps mit einer Straßenaktion vor dem grünen Parteibüro in Altona scharf: „Die Bekenntnisse des schwarz-grünen Senats sind nicht mehr als Sonntagsreden. Moorburg wird gebaut und Protestkundgebungen dagegen werden rechtwidrig geräumt“, sagte Tadzio Müller vom Anti-Kohle-Team. „Besonders pikant ist dabei, dass die Grünen mit dem Bau des Vattenfall-Kraftwerks in Moorburg zur Kohlepartei werden. Für den Senat sind der Klimawandel und die daraus folgenden sozialen Katastrophen für die Menschen im Süden nichts mehr als ein Kollateralschaden.“ Mehr dazu ...
Quelle: Anti-Kohle-Team Klimacamp

20.08.2008
Klimacamper protestieren im Hamburger Hafen gegen weltgrößte Biosprit-Raffinerie

Hamburg: Rund 200 Aktivisten des Klimacamps haben am Dienstag vorübergehend die Zufahrtstraße der Archer Daniels Midland Raffinerie (ADM) im Hamburger Hafen blockiert. Der US-amerikanische Konzern betreibt in Hamburg eine der weltweit größten Anlagen für "Agrodiesel" [...]. Für die Camp-Aktivisten ist Agrosprit ein "Klimakiller": Für den Anbau werde massiv Regenwald abgeholzt und intensiv monokulturelle Landwirtschaft betrieben. Dadurch sei die Klimabilanz nicht besser als bei herkömmlichem Benzin, sagte Thomas Janoschka vom Netzwerk Globale Landwirtschaft. Zudem verdränge der Anbau der Energiepflanzen die traditionelle Landwirtschaft und trage zur Lebensmittelknappheit bei. Mehr dazu ...
Quelle: taz

19.08.2008
Oklahoma investiert in Windenergie

Erlangen: Der Mischkonzern Siemens hat einen neuerlichen Auftrag für erneuerbare Energien aus den USA erhalten. Siemens liefere 44 Windturbinen mit einer Leistung von jeweils 2,3 Megawatt für den Keenan Windpark in Oklahoma, teilte das Unternehmen am Dienstag in Erlangen mit. 2009 sollen die Anlagen ans Netz gehen. Link zur Meldung ...
Quelle: dpa-AFX

19.08.2008
Königliches Kraftwerk: Queen nutzt erstmals nur Ökostrom

London: Die britische Königin Elizabeth II. kann künftig erstmals ausschließlich Öko-Strom aus ihrem eigenen Wasserkraftwerk nutzen. Die Anlage auf Schloss Balmoral in Schottland könne sowohl die königlichen Gemächer als auch 1000 weitere Haushalte in der Gegend mit Energie versorgen, berichtete die Zeitung "Daily Telegraph" am Dienstag. Damit sei Balmoral, die Sommerresidenz der Königsfamilie, das erste Schloss, das sich selbst komplett mit alternativer Energie versorgen kann. Das Kraftwerk wurde an einem Bach auf der Anlage errichtet und speist auch das nationale Stromnetz. Mehr dazu ...
Quelle: dpa

19.08.2008
Strombranche erwartet drastischen Preisschub 2013 - dank Emissionshandel

Berlin: Die privaten und gewerblichen Verbraucher müssen nach dem Willen der Energiebranche auch im Jahr 2013 mit drastisch höheren Stromkosten rechnen. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erwarte in Folge der dann EU-weit geplanten Vollversteigerung von Verschmutzungsrechten eine Erhöhung der Strompreise um nochmals 15 bis 20 Prozent, berichtet das "Handelsblatt" (Dienstag). Mehr dazu ...
Quelle: dpa

19.08.2008
Bundeswirtschaftsministerium erwägt Bestechung um KKWs zu fördern

Berlin: Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) prüft, ob die Akzeptanz neuer Kohlekraftwerke bei Anrainern durch eine finanzielle Beteiligung an den Anlagen gesteigert werden kann. Mehr dazu ...
Quelle: rtr/taz

19.08.2008
Energiekosten für Haushalte seit 2002 fast verdoppelt - "billigem" Atom- und Kohlestrom zum Trotz

Wiesbaden: Allein in den Jahren 2002 bis 2006 sind die Energieausgaben der deutschen Verbraucher um über ein Viertel gestiegen. Die Haushalte in Deutschland zahlten 2006 rund 28 Prozent mehr für Strom, Heizung und Kraftstoffe als noch vier Jahre zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Dies gehe aus aktuell ausgewerteten Daten der Laufenden Wirtschaftsrechnungen hervor. Für die Entwicklung seit 2007 gaben die Statistiker eine Schätzung ab: Sollte sich der Energieverbrauch seitdem nicht verändert haben, sind die Energieausgaben der privaten Haushalte von 2006 bis Juli 2008 um weitere 21 Prozent gestiegen. Mehr dazu ...
Quelle: AFP

19.08.2008
Nordwestpassage bald offen?

Die Energie- und Klimawochenschau: Während in der Arktis der Klimawandel immer augenfälliger wird, schmieden Klimaschützer neue Allianzen. US-Atomfreunde leiden derweil unter Amnesie, während in Finnland der altbekannte Pfusch am Bau praktiziert wird. Mehr dazu ...
Quelle: telepolis

17.08.2008
Kohlekraftwerks-Gegner in Emden bündeln Widerstand

Emden: Um größeren Druck auf die Landes- und Bundespolitik ausüben zu können, hat die Bürgerinitiative „Saubere Luft Ostfriesland” (BI) am Freitagabend im Ökowerk Emden ein Aktionsbündnis gegen Kohlekraftwerk gegründet. Die Kohlekraftwerksgegner hoffen, dass sich die 22 Gruppen, Verbände, Organisationen und Institutionen dem Bündnis anschließen, die sich schon öffentlich gegen den geplanten Bau eines Kohlekraftwerkes im Wybelsumer Polder ausgesprochen haben. Mehr dazu ...
Quelle: Emder Zeitung

16.08.2008
Neue Protestwelle - Kampf dem Klima-Killer Kohle

Deutschland: Angesichts der zahlreichen neuen Kohlekraftwerke, die in ganz Deutschland geplant sind, formiert sich bundesweit Protest. Die Konzerne sind überrascht und fürchten um ihre Planungssicherheit. In Hamburg nimmt der Streit um das geplante Kohlekraftwerk konkrete Formen an: Am kommenden Wochenende soll die Baustelle im Stadtteil Moorburg besetzt werden - von hunderten oder sogar tausenden Aktivisten. [...] Doch auch in ländlichen und bürgerlichen Milieus tut sich einiges: So gingen im emsländischen Dörpen im Juni 5.000 Menschen gegen ein geplantes Kohlekraftwerk auf die Straße - was besonders erstaunt, wenn man weiß, dass der Ort gerade einmal 4.800 Einwohner hat. Und in Mainz beteiligten sich die Menschen mit über 60.000 Einwendungen gegen ein geplantes Kohlekraftwerk. Mehr dazu ...
Quelle: taz

14.08.2008
Asse-II: Befragung ehemaliger Mitarbeiter - Atom-Fässer schon bei Lieferung undicht

Braunschweig: Das Helmholtz-Zentrum, Betreiber des Atommüllendlagers Asse II, ist wieder ein bisschen schlauer. Eine Befragung von ehemaligen Asse-Mitarbeitern hat ergeben: Schon bei der Anlieferung waren einige der Atommüll-Fässer einst undicht. Außerdem enthielten die Fässer zum Teil auch Flüssigkeiten. ´Für uns sind diese Information neu´, sagte gestern der Leiter der Schachtanlage, Günther Kappei. Er fügte hinzu: ´Erfreut sind wir darüber nicht.´ Mehr dazu ...
Quelle: contrAtom.de

14.08.2008
BGH: Vattenfall muss 50 Millionen Euro an Konkurrenten zurückzahlen

Karlsruhe: Der Energieversorger Vattenfall muss 50 Millionen Euro an seine Konkurrenten zurückzahlen, weil er von ihnen zu hohe Entgelte für die Nutzung seiner Stromnetze gefordert hat. Vattenfall müsse den Betrag durch eine entsprechende Senkung der Durchleitungsgebühren in der nächsten Kalkulationsperiode zurückzahlen, urteilten der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag. Die Karlsruher Richter bestätigten damit die Entscheidung der Bundesnetzagentur, die im Juni 2006 eine Senkung der Netzgebühren bei Vattenfall um 18 Prozent sowie Kürzungen bis zu 20 Prozent in fünf weiteren Fällen von Stadtwerken in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg angeordnet hatte. (AZ: KVR 39/07 u.a.) Mehr dazu ...
Quelle: AFP

12.08.2008
Es geht um mehr als CO2 und Klimawandel

Deutschland: Das Klimagas CO2 hat sich als alleinige Metapher der Umwelt- und Energiepolitik inzwischen verselbständigt. Umweltaktivisten und -politiker müssen aufpassen, dass ihre verkürzten Botschaften nicht all zu leicht von den Lobbyisten aus Atom-, Agro- und Chemieindustrie für deren Zwecke benutzt werden
Sozialtarife für einkommensschwache Stromkunden? Bitte nur auf Staatskosten. Anbau von Energiepflanzen, ein Beitrag zum Umweltschutz? Nein, aber ein glänzendes Geschäft für die Bilanzen der Dünger- und Pestizid-Industrie. Längere AKW-Laufzeiten für niedrige Energiepreise? Leider nein, die Preisgestaltung an der Börse "lässt das nicht zu", dafür aber länger die Gefahr, an Leukämie zu erkranken. Mehr dazu ...
Quelle: telepolis

11.8.2008
Kommentar - Keine Angst vorm Stromausfall!

Der Bundeswirtschaftsminister wirbt für Kohle und Kernkraft und begründet das mit einer neuen Studie. Dabei rechtfertigt das Papier seine Forderungen nicht. [...] Die von Glos beauftragten Forscher – Experten der Universität zu Köln, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen und des mit der RWTH verbundenen Beratungsunternehmens Consentec – machen sich [...] keine Sorgen um die deutsche Energiesicherheit. "Kurz- und mittelfristig kann davon ausgegangen werden, dass die Versorgung mit Elektrizität stets im erforderlichen Umfang gesichert werden kann", schreibt selbst das Ministerium in seiner Zusammenfassung ihrer Ergebnisse. Mehr dazu ...
Quelle: Zeit online

11.08.2008
Energieexport steigt voraussichtlich auf Rekordwert

Keine Angst vor dem Blackout: Rechnerisch laufen 2008 drei deutsche Atomkraftwerke nur für den Export. Und erstmals werden wohl mehr als 100 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom produziert

Deutschland: Deutschland wird im Jahr 2008 voraussichtlich mehr Strom exportieren als je zuvor in seiner Geschichte. Im ersten Halbjahr lag der Exportüberschuss bei 14,4 Milliarden Kilowattstunden und damit gut 30 Prozent höher als im Vorjahr. Das geht aus vorläufigen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hervor, einer Institution, die von den Verbänden der Energiewirtschaft getragen wird. Mehr dazu ...
Quelle: taz

11.08.2008
Verschleppter Ausstieg aus Atomkraft verhindert sinkende Strompreise

Deutschland: Die Energiewirtschaft will rund 200 Milliarden Euro bis 2020 in die Erneuerbare Energieversorgung investieren. Voraussetzung dafür ist aber der Ausstieg aus der Atomenergie. Jedoch wird der tatsächliche Atomausstieg immer wieder in Frage gestellt, was die Investoren in flexible Erneuerbare-Energien-Kraftwerke verständlicherweise verunsichert. [...] Beobachtet man die aktuellen Strompreisentwicklungen, steigen diese, obwohl derzeit die Atomkraftwerke die Energie liefern. Eine dauerhafte Entlastung erfolgt nur durch Erneuerbare Energien, denn die Preise an der Strombörse sinken bereits, wenn mehr Erneuerbare Energien eingespeist werden. Dadurch konnten die Stromlieferanten die Kosten bereits um fünf Millionen Euro senken. Mehr dazu ...
Quelle: contrAtom.de

08.08.2008
"Es wird viel teurer" - Initiative gegen Kohlekraft sieht sich bestätigt

Mainz: Die Bürgerinitiative "Kohlefreies Mainz" (Koma) hat mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, dass die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) hohe zu erwartende Kosten im Zusammenhang mit den immensen CO2-Emissionen aus dem geplanten Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Au mittlerweile einräumen müssen. Mehr dazu ...
Quelle: Main-Rheiner.de

05.08.2008
Entweichendes Plutonium in Wien

Wien: In einem Labor der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien ist Plutonium ausgetreten. Die Anlage gilt als längst veraltet. Das österreichische Umweltministerium beruhigt: Keine Gefahr. Mehr dazu ...
Quelle: taz

05.08.2008
Berliner Kraftwerksneubau überflüssig - Vattenfall leugnet Fakt

Berlin: Die Gaskraftwerke an der Jannowitzbrücke in Mitte und an der Rhinstraße in Lichtenberg können die Wärmeversorgung des östlichen Teils von Berlin übernehmen, meinte der Fraktionschef der Grünen in der BVV-Lichtenberg, Michael Heinisch und erläuterte den anwesenden Bürgern auf einer Veranstaltung der SPD am 14. Mai den alternativen Vorschlag, bei dem kein weiteres Kraftwerk nötig sei. Die beiden umweltfreundlicheren Kraftwerke seien nämlich derzeit nicht voll ausgelastet. Vattenfall lehnt diese Anregung jedoch ab. Link ...
Quelle: BI "Nein zum Kohlekraftwerk"

05.08.2008
KKW in Mainz könnte doppelt so viel kosten

Neustadt: Eine knifflige Aufgabe steht der Stadtverwaltung bevor. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD) hat im Rahmen des Genehmigungsverfahrens zum geplanten Kohlekraftwerk eine Stellungnahme der Stadt zur baurechtlichen Situation auf der Ingelheimer Aue angefordert. [...] Die Bürgerinitiative "Kohlefreies Mainz" (KoMa) warnte davor , dass sich die Kosten zum Bau des Kohlekraftwerks von 1,2 Milliarden Euro auf 2,4 Milliarden verdoppeln könnten: Laut Einschätzung des Energiekonzerns Vattenfall in Gesprächen mit Vertretern der FDP würde eine nachträglich installierte CO2-Ausscheidung genau so viel kosten wie das Kraftwerk selbst, so KoMa-Sprecher Patrick Hassenpflug. Diese drohenden Mehrkosten fehlten in der Wirtschaftlichkeitsrechnung der KMW. "Wir begrüßen, dass sich die FDP-Vertreter bei ihrer Reise nach Berlin und in die Lausitz Informationen zum Bau von Kohlekraftwerken beschafft haben, die anderen in Mainz seit Monaten bekannt sind", erklären Dr. Gunther Schwarz sowie Prof. Michael Pietsch, Sprecher der Ärzteinitiative gegen das Kohlekraftwerk. Mehr dazu ...
Quelle: Main-Rheiner.de

04.08.2008
Unterzeichnen Sie die Erklärung: Atomkraftwerke abschalten - Nein zum Ausstieg aus dem Ausstieg!

Endlich soll der Atomausstieg greifen: Vier Reaktoren stehen vor der Abschaltung. Doch die Atomlobby will längere Laufzeiten für ihre Kraftwerke durchsetzen, um den Ausstieg auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben. Einem breites Bündnis von Umweltverbänden hat jetzt eine Erklärung gegen ein Comeback der Atomkraft gestartet. Unterzeichnen Sie die Erklärung: http://www.campact.de/atom2/sn3/signer
Die Erklärung soll in großen Tageszeitungen veröffentlicht werden. Zudem sollen die Namen aller Unterzeichner/innen auf viele Windrädchen mit Ausschaltern gedruckt werden, die vor den Reaktoren in Biblis aufgestellt werden.
Quelle: campact.de

01.08.2008
Molda AG legt Plan für Müllkraftwerk ad acta - KKW läuft weiter

Lüneburg: Das im Kreis Lüneburg geplante und umstrittene Müllkraftwerk wird nicht gebaut. Die Molda AG in Dahlenburg, die sich über die Anlage mit Strom und Wärme versorgen wollte, habe angekündigt, den Genehmigungsantrag zurückzuziehen, teilte das Gewerbeaufsichtsamt Lüneburg am Donnerstag mit. [...] Eine Bürgerinitiative hatte giftige Abgase aus der Verbrennung befürchtet und wollte gegen das Projekt vor Gericht ziehen. Nun betreibt das auf die Gefriertrocknung von Lebensmitteln spezialisierte Unternehmen Molda sein bisheriges Kohlekraftwerk weiter, in dem jährlich 22 000 Tonnen des fossilen Brennstoffs verheizt werden. Mehr dazu ...
Quelle: dpa

31.07.2008
Ein zweifelhafter "Sieger": Vattenfall

Deutschland: Ein Hamburger Institut verleiht dem Stromkonzern im Februar den Titel "Bester Stromanbieter". Ein Vattenfall-Konkurrent droht nun, mit juristischen Schritten gegen die Auszeichung vorzugehen. Begründung: "erhebliche Zweifel" an der Seriosität. Mehr dazu ...
Quelle: taz

29.07.2008
Die Lüge vom billigen Atomstrom

Deutschland: Atomstrom sei billig, behaupten die Befürworter von Atomstrom - und lassen dabei milliardenschwere Nebenkosten unberücksichtigt. Die werden auf die Allgemeinheit abgewälzt. Zum Beispiel beim Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) in Sachsen-Anhalt. Die Kosten für den Gesamtverschluss des ehemaligen Salzbergwerks betragen nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) mindestens 2,2 Milliarden Euro. Diese Ausgaben übernimmt der Staat. Mehr dazu ...
Quelle: ZDF.de - Frontal 21

28.07.2008
Naturschätzen droht Down Under der Tod

Australien droht eine Umweltkatastrophe größten Ausmaßes, wenn das Land nicht sofort Schritte zur Bekämpfung des CO2-Ausstoßes unternimmt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie. [...] Das Bild, das Professor Ross Garnaut in seinem Bericht zeichnet, ist niederschmetternd. Wenn Australien nicht sofort drastisch den Ausstoß von Treibhausgasen reduziere, sei das Große Barriereriff an der Ostküste im Jahr 2050 tot. Sogar mit einschneidenden Maßnahmen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes könne das größte zusammenhängende Lebewesen auf dem Planeten möglicherweise nicht mehr gerettet werden. Auch dem Kakadu-Nationalpark im tropischen Norden des Fünften Kontinents droht das Ende: Das Naturparadies von Weltbedeutung werde bis Mitte des Jahrhunderts vom steigenden Meeresspiegel überflutet. Und auf den Skipisten im Süden werden in Zukunft auch im Winter Blumen blühen. Mehr dazu ...
Quelle: taz

26.07.2008
Steirergeld für umstrittenes Kohlekraftwerk

Die Dimensionen sind beachtlich: Es ist ein 1600 Megawatt starkes Steinkohle-Kraftwerk, das in der norddeutschen Stadt Brunsbüttel entstehen soll und dort seit Monaten Staub aufwirbelt. Inzwischen sorgt die Anlage, die 2012 ans Netz geht, auch in der Steiermark für Irritationen. Der Grund: Mehrere regionale Energieversorger, darunter die Stadtwerke Bruck/Mur, Mürzzuschlag und Köflach, wollen sich an dem umstrittenen Großkraftwerk beteiligen. Pikant ist diese Beteiligung, weil sich deutsche Bürgerinitiativen seit Monaten massiv gegen die Umsetzung des Großprojekts in Brunsbüttel wehren. In der 13.000-Einwohner-Stadt an der Elbemündung, deren Name hierzulande wegen häufiger Störmeldungen aus dem dortigen Atomkraftwerk ein Begriff ist, will man die zusätzliche CO2- und Feinstaubbelastung nicht hinnehmen. Mehr dazu ...
Quelle: Kleine Zeitung (Österreich)

25.07.2008
Studie bringt Rückenwind für Gegner der Kohlekraft

Hessen: Kommunen haben die Möglichkeit, den Neubau von Kohlekraftwerken auf ihrem Gebiet zu verhindern, das Bauplanungsrecht eignet sich dazu als Instrument. Zu diesem Ergebnis kommt ein Rechtsgutachten, das der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Rainer Baake, gestern vorgestellt hat. Das Gutachten hat der Verwaltungsrechtler Martin Wickel von der Hamburger Universität für die DUH erstellt. Seine Ergebnisse gelten laut Baake für alle in Deutschland vorgesehenen neuen Kohlekraftwerke. Sieben davon würden schon gebaut, 19 weitere geplant. Mehr dazu ...
Quelle: FR online

25.07.2008
Mit dem Bauplanungsrecht gegen Kohlekraftwerke

Mainz: Kommunale Bauleitplanung kann als Instrument gegen den Neubau von Kohlekraftwerken eingesetzt werden - Deutsche Umwelthilfe (DUH) und BI Kohlefreies Mainz (KoMa) stellen Gutachten des Hamburger Verwaltungsrechtlers Prof. Martin Wickel vor - DUH-Geschäftsführer Baake: "Neue Kohlekraftwerke stehen in unauflösbarem Widerspruch zu Klimazielen" - KoMa-Vorsitzender van den Bruck: "Gutachten bestätigt Stadtratsbeschluss über Bebauungsplan" Mehr dazu ...
Quelle: ots

25.07.2008
Eine gigantische Energieverschwendung

Brandenburg: Die Lacomaer Teiche werden in den nächsten Jahren von der Baggerschaufel begraben, im Tagebau Nochten verhandeln etwa 250 Betroffene über die Konditionen ihrer unfreiwilligen Umsiedlung und der Tagebau Reichwalde soll sich ab 2010 wieder weiter auf Bad Muskau zuarbeiten. Das alles gilt als genehmigter Tagebau und kann noch 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle liefern. Und es soll nicht genug sein? Vattenfall plant in der Lausitz fünf neue Tagebaue, die etwa 3700 weitere Umsiedlungen erfordern würden. (Meist wird absichtlich nur ein Teil davon erwähnt.) Dazu kommen tausende Betroffene im Umfeld der Tagebaue. [...] Wenn Vattenfall 2010 einen neuen Kraftwerksblock in Boxberg in Betrieb nimmt, soll eben kein älterer dafür stillgelegt werden. Die Kohlendioxidemissionen der Lausitz steigen dann um etwa fünf Millionen Jahrestonnen an, während alle Welt von Klimaschutz redet. Falls Sie das nicht wussten, könnte es an einer Ablenkungsstrategie liegen, deren Medienstars diverse Versuchs- und Pilotanlagen sind. Mehr dazu...
Quelle: Neues Deutschland

24.07.2008
Kohlestrom für Grüne - Stadtwerke Tübingen beteiligen sich an Kohlekraftwerk

Freiburg: Die Stadtwerke Tübingen werden sich mit einem Anteil von 0,4 Prozent am Kohlekraftwerk in Brunsbüttel beteiligen. Das beschloss der Tübinger Gemeinderat am Dienstagabend mit 33 gegen 10 Stimmen. Der Beschluss wurde mit Stimmen aus allen Fraktionen und der Stimme des grünen Oberbürgermeisters Boris Palmer gefasst. [...] 10 Prozent des Tübinger Stroms soll künftig aus dem Kraftwerk in Brunsbüttel kommen. [...] Grünen-Politiker Boris Palmer, 36 Jahre alt, sagte am Mittwoch, die Entscheidung für die Kohle sei die bislang schwierigste seines politischen Lebens gewesen: "Leider zwingen die falschen politischen Rahmenbedingungen mich dazu, für das Wohl der Stadtwerke ökologische Bedenken zurückzustellen." [Der Ärmste. Böse Zungen könnten behaupten, wenn die Kohle stimmt, dann bauen auch die Grünen fleissig KKWs] Mehr dazu ...
Quelle: taz

24.07.2008
Der Wind bringt mehr Strom als die Atomkraft

Freiburg: In Deutschland leisten Windräder inzwischen mehr als die Atomkraftwerke: Ende Juni waren hierzulande Rotoren mit zusammen gut 23.000 Megawatt am Netz. Das teilten am Mittwoch der Bundesverband Windenergie (BWE) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. Die 17 deutschen Atommeiler kommen zusammen auf knapp 21.500 Megawatt. Mehr dazu ...
Quelle: taz

23.07.2008
UNEP: Erneuerbare Boomen weltweit - doch hiesige Konzerne spielen mit gezinkten Karten

In den Industriestaaten mögen die Konjunkturbeobachter noch nicht recht wissen, wie stark die US-Immobilien- und Finanzmarktkrise letztlich die Weltwirtschaft beuteln wird, aber eines ist sicher: Bei den erneuerbaren Energieträgern boomt es gewaltig. 2007 haben sie endgültig ihr Nischendasein hinter sich gelassen. Das belegen einmal mehr Zahlen, die das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) letzte Woche veröffentlichte. [...] Das von "Capital" zitierte Protokoll zeigt nun, dass das Gerede von der "Stromlücke" offensichtlich von den Spitzen der Energiewirtschaft nicht ernst genommen wird. Wie Umweltschützer ohnehin vermutet hatten, handelt es sich lediglich um Propaganda, mit der die Öffentlichkeit auf neue Kohlekraftwerke und verlängerte AKW-Laufzeiten eingestimmt werden sollte. Einer dieser Herren, die da mit gezinkten Karten spielen, Vattenfall-Chef Lars Göran Josefsson, ist übrigens Klimaberater der Kanzlerin. Mehr dazu ...
Quelle: Telepolis

20.07.2008
Unfallserie und Vertuschung in spanischen Atomkraftwerken

Spanien: Immer öfter kracht es in spanischen Atomkraftwerken. Wie oft und mit welchen Schäden für Mensch und Umwelt, bleibt nicht selten unklar, weil die spanische Atomaufsicht (CSN) ihrer Aufgabe nicht gewachsen ist oder ihr nicht nachkommt. Schwere Unfälle werden oft mit großer Verspätung bekannt, wenn Arbeiter die Vorfälle den Umweltorganisationen melden, wie zuletzt in Ascó. Vielleicht hat der sozialistische Regierungschef deshalb seine [local] Position gegen die Renaissance der Atomkraft bestätigt, weil weder die Aufsicht funktioniert und die Endlagerfrage völlig ungelöst ist. So mussten gerade die Pläne endgelagert werden, bis 2010 wenigstens ein Zwischenlager zu errichten, weil Atommüll aus Frankreich zurückgeliefert werden soll. Mehr dazu ...
Quelle: telepolis

14.07.2008
Stadt verbietet Protest - Jugend-Klimacamp in Rüstersiel untersagt

Wilhelmshaven: Nach Angaben des Wilhelmshavener Grünen-Vorsitzenden Peter Sokolowski hat die Stadtverwaltung ein geplantes Klima-Camp verboten, das die Grünen-Jugend Niedersachsen vom 25. bis 27. Juli auf dem Gemeinschaftsplatz Rüstersiel veranstalten wollte. Man habe mit Unverständnis auf diese Entscheidung reagiert, erklärt Sokolowski, der auch Sprecher der Bürgerinitiative „Zeche Rüstersiel“ gegen Kohlekraftwerke ist. Mit dem „Klima-Aktionscamp“ wolle man gegen die Pläne protestieren, Wilhelmshaven zum drittgrößten Kohlekraftwerksstandort weltweit zu machen, heißt es auf der Internetseite der Aktion. Mehr dazu ...
Quelle: Wilhelmshavener Zeitung

14.07.2008
„Da braut sich eine große Wut zusammen“

Frankfurt/Main: Die neue Atomdiskussion ruft auch die Anti-AKW-Bewegung wieder auf den Plan. Jahrzehnte nach dem letztlich erfolgreichen Kampf gegen das Atomkraftwerk in Wyhl am Kaiserstuhl und die geplante Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf in der bayerischen Oberpfalz formiert sich neuer Widerstand bei Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen. [...] Die Energiekonzerne wollten aber nicht nur ihre alten Atommeiler länger laufen lassen, sondern auch 19 neue Kohlekraftwerke in Deutschland bauen. Die gegen diese Neubaupläne gerichtete Klimaallianz werde sich mit der Anti-Atombewegung zusammentun: „Da braut sich eine ganz große Wut zusammen“, sagte [Robin-Wood-Energieexperte Dirk] Seifert. Mehr dazu ...
Quelle: AP

14.07.2008
Merkels Vertraute Müller wechselt offenbar zu Energieverband

Berlin: [...] Derweil ist die Energiebranche bei ihren Bemühungen, den Einfluss auf die Bundeskanzlerin auszuweiten, ein gutes Stück vorangekommen. Wie das Handelsblatt berichtet, übernimmt Hildegard Müller (CDU), Kanzleramtsministerin und enge Vertraute Merkels, die Geschäftsführung des Bundesverbandes Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Der 2007 gegründete Lobbyverband, der konventionelle Energien wie die Atomkraft forciert, ist bislang kaum in Erscheinung getreten. Das soll sich offenbar mit der neuen Frau an der Spitze ändern. [...] erheblichen Einfluss dürften [im BDEW] allerdings die vier großen Energieversorger haben, wie sich an der Besetzung des BDEW-Vorstands ablesen lässt: Dort sind RWE, Eon, EnBW und Vattenfall präsent. Damit würden sie über den Umweg der neuen Verbandsgeschäftsführerin Müller einen guten Draht ins Kanzleramt haben. Mehr dazu ...
Quelle: taz

11.07.2008
Energieexperten wollen Vattenfall blocken

Viele kleine Blockheizkraftwerke statt eines großen Steinkohlekolosses - das fordern Umweltschützer und die Berliner Energieagentur (BEA). 23.000 solcher Mini-Anlagen sollen nach ihrem Willen eines Tages in Berliner Kellern stehen

Berlin: Die Berliner Energieagentur (BEA) lehnt den Bau eines neuen Steinkohlekraftwerks in Berlin ab. "Ich kann aktuell nicht erkennen, dass es dafür wirklich einen Bedarf gibt", sagte der Geschäftsführer der BEA, Michael Geißler, am Donnerstag. Wenn es Bedarf für neue Kraftwerke gebe, solle nicht auf Steinkohle, sondern auf Erdgas gesetzt werden, möglichst in Form von Kraft-Wärme-Kopplung. Mehr dazu ...
Quelle: taz

11.07.2008
Brand in schwedischem Vattenfall/eon-Atomreaktor Ringhals

Stockholm: Der Brand auf einem Dach des schwedischen Atomkraftwerkes Ringhals [bei Göteborg] ist nach Angaben der zuständigen Feuerwehr Varberg unter Kontrolle. Das Feuer in dem vom Vattenfall-Konzern sowie dem deutschen Energieunternehmen E.ON betriebenen Kraftwerk war am Freitag bei Reparaturarbeiten an einem zum Reaktor 2 gehörenden Dach ausgebrochen. Handwerker hatten dabei mit ihren Gaspistolen versehentlich Dachpappe in Brand gesetzt. Die drei schwedischen Atomkraftwerke Ringhals, Forsmark und Oskarshamn standen in den letzten Jahren wiederholt wegen Sicherheitsmängeln und der Häufung von Unfällen in den Schlagzeilen. Mit vier Reaktoren und einer Jahresleistung von 3 662 Megawatt ist das 1976 in Betrieb genommene Ringhals das größte Atomkraftwerk Nordeuropas. Mehr dazu ...
Quelle: dpa

11.07.2008
Brandenburger Landtag will lieber teure Kohle als günstigen Wind - Volksbegehren dagegen ab Herbst

Berlin: Der Landtag in Potsdam hat am Donnerstag eine Volksinitiative gegen die Erschließung neuer Tagebaugebiete in Brandenburg abgelehnt. [...] Auslöser für die Volksinitiative "Keine neuen Tagebaue" waren Pläne der Brandenburger Landesregierung. Sie will auch über das Jahr 2030 an der Energiegewinnung aus Braunkohle festhalten. Dem Energiekonzern Vattenfall hat sie bereits drei konkrete Gebiete zum Kohleabbau in Aussicht gestellt - das Wirtschaftsministerium empfahl sogar sieben. [...] Nach dem Scheitern im Landtag wollen die Braunkohle-Gegner nun den nächsten Schritt gehen: Voraussichtlich ab Oktober soll ein Volksbegehren starten. Dazu sind 80.000 Unterschriften innerhalb von vier Monaten erforderlich. Mädlow zeigte sich optimistisch, das Ziel zu erreichen. Schon während der Volksinitiative habe es Unterstützung über die Region hinaus gegeben. [...] Alleine die Kohlepreissteigerungen der letzten beiden Jahre führten dazu, dass Windstrom günstiger sei als Strom aus neuen Kohlekraftwerken. Mehr dazu ...
Quelle: taz

10.07.2008
Erst oeffentliche Mittel in Milliardenhoehe lassen Atomstrom billig erscheinen

Deutschland: Die Atomkraft wird zum Wahlkampfthema, denn die Stromkonzerne RWE, Eon, EnBW und Vattenfall drängen auf Laufzeitverlängerungen für ihre alten AKW. [...] Der Bau von Forschungsreaktoren wurde in der Bundesrepublik bisher mit 20 Milliarden Euro subventioniert. In gescheiterte Atomprojekte wie Wackersdorf, Kalkar und Mülheim-Kärlich flossen neun Milliarden Euro öffentliche Mittel. Die Sanierung der Uranabbaugebiete in Thüringen und Sachsen hat nach der Wiedervereinigung 6,6 Milliarden Euro Steuergelder verschlungen. Der 1990 begonnene »Rückbau« einer kleinen Pilotanlage zur Wiederaufarbeitung von Atommüll in Karlsruhe dauert voraussichtlich noch bis 2019 und kostet drei Milliarden Euro, wo­von staatlicherseits 2,5 Milliarden übernommen werden. Der Abriss der DDR-Atomkraftwerke in Greifswald kostet den Staat 3,7 Milliarden Euro. Dem Finanzminister sind bisher durch die steuerfreien Gewinne der Atomwirtschaft 23 Milliarden Euro entgangen, weil die Konzerne diese Summe als Rückstellungen für die »Entsorgung« deklariert, aber nicht wirklich zurückgelegt, sondern damit Firmenkäufe im In- und Ausland finanziert haben. Mehr dazu ...
Quelle: Jungle World

10.07.2008
Rat Esterwegen einstimmig gegen Kohlekraftwerk

Esterwegen: Einstimmig hat sich der Rat Esterwegen gegen den Bau eines Kohlekraftwerks in Dörpen ausgesprochen. In seinem Votum appelliert der Nordhümmlinger Rat „an die Nachbargemeinde Dörpen, von der weiteren Planung eines Steinkohlekraftwerks aus umwelt- und gesundheitsschädlichen Gründen abzusehen und den mehrheitlichen Willen der Bevölkerung zu respektieren“. Mehr dazu ...
Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

10.07.2008
AKW Krümmel: Erst der GAU - und dann? Mangelhafte Information von Vattenfall

Deutschland: Hat Vattenfall, der Betreiber des Atommeilers Krümmel, nichts aus seinen Fehlern gelernt? Das fragen sich derzeit viele Bürger in den Landkreisen Lüneburg und Harburg. Der Grund: Vattenfall hat in einem Zehn-Kilometerradius um Krümmel Info-Broschüren verteilt. In dem Ratgeber, der über Maßnahmen im Falle eines GAUs (Größter anzunehmender Unfall) informiert, sind auch Sammelstellen aufgeführt, an denen sich die Bevölkerung bei einem Störfall einfinden soll. So weit, so gut. Allerdings fehlen in der Liste Angaben für die Landkreise Lüneburg und Harburg. Mehr dazu ...
Quelle: contratom

08.07.2008
Von „Horrorszenarien“ und „Geiselhaft“

Mainz: Im Fall des geplanten Kohlekraftwerks auf der Ingelheimer Aue in Mainz scheinen die Beteiligten derzeit zur Hochform aufzulaufen. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass Parteien, Kraftwerksbetreiber oder Bürgerinitiativen in immer neuen Pressemitteilungen ihre Sicht der Dinge kundtun. Jüngster Anlass war die Entscheidung der für das Projekt zuständigen Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd, weitere Gutachten in Auftrag zu geben. Mehr dazu ...
Quelle: F.A.Z.

07.07.2008
Mehr als Tausend gegen Atommülllager Asse

Remlingen: Über tausend Gegner und Anwohner des Atommülllagers Asse haben am Wochenende gegen die geplante Flutung des ehemaligen Versuchsendlagers protestiert. Hinter Transparenten wie "Stoppt die Flutung des Atommülls jetzt!" und "Gorleben und Schacht Konrad - so sicher wie die absaufenden und einstürzenden Endlager Asse und Morsleben" versammelte sich der Protestmarsch Samstagmorgen in der Ortschaft Remlingen im Kreis Wolfenbüttel. Mehr dazu ...
Quelle: taz

06.07.2008
Wärme aus der Tiefe im Kommen

Deutschland: Energie aus Erdwärme kommt aus den Startlöchern: "Wir sind bei der Geothermie an einer Zeitenwende", sagt Horst Kreuter. Der Karlsruher Geologe gilt als einer der hier zu Lande führenden Experten für Wärme aus der Tiefe, wie diese diese Art der regenerativen Energie auch genannt wird. Deutschland spielt eine Pionierrolle: Das bundesweit größte Geothermie-Kraftwerk mit 3,4 Megawatt (MW) Leistung steht in Unterhaching bei München und liefert seit Mai Strom. Einige tausend Meter muss man bohren, um heißes Wasser zu finden und damit Häuser zu heizen oder Strom zu erzeugen. Das galt lange als riskant, weil Funde schwer kalkulierbar und Geldgeber deshalb Mangelware waren. "Jetzt haben wir mehr Investoren als vernünftige Projekte", sagt der Geologe. Die Preise fossiler Brennstoffe wie Gas und Erdöl explodieren, während Geothermie immer billiger wird. Mehr dazu ...
Quelle: Frankfurter Rundschau

06.07.2008
Bürger werfen E.ON ein Spiel mit gezinkten Karten vor

Großkrotzenburg: Die Bürgerinitiative für Klima und Umweltschutz aus Großkrotzenburg schlägt Alarm. Grund: Der Energiekonzern E.ON - Betreiber des Kohlekraftwerks Staudinger - möchte nicht nur einen neuen Kraftwerksblock bauen, sondern will auch Grundstücke entlang der Zufahrtsgleise kaufen. "E.ON spielt erneut mit gezinkten Karten", zeigt sich BI-Sprecher Michael Ruf verärgert. Mehr dazu ...
Quelle: Rheinmain Extratipp

05.07.2008
"SPD und KMW bauen Drohkulisse auf" - BI kritisiert Debatte um Stadtratsbeschluss zum Kohlekraftwerk

Mainz: Die Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz (KoMa) kritisiert das Festhalten der SPD sowie der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) und der Stadtwerke am Bau des Kohlekraftwerks auf der Ingelheimer Aue. "Anstatt den Weg aus der Kohle-Sackgasse zu suchen, scheint einigen mehr daran gelegen zu sein, die Drohkulisse des vermeintlichen wirtschaftlichen Schadens für Stadtwerke und Stadt immer mehr aufzubauen", kommentierte KoMa-Sprecher Patrick Hassenpflug die Pressemeldung von SPD-Fraktionschef Oliver Sucher, in der dieser Leistungen der beiden stadtnahen Unternehmen für die Stadt aufgezählt hatte. Es sei die Aufgabe von "verantwortungsbereiten Vorständen und Politikern", die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Bau eines Kohlekraftwerks, aber auch die ablehnende Haltung der Stadtratsmehrheit zur Kenntnis zu nehmen und entsprechend zu handeln, so Hassenpflug. Mehr dazu ...
Quelle: Allgemeine Zeitung

05.07.2008
Parlament streitet um geplantes Kohlekraftwerk

Schwerin: Klare Fronten bei der Debatte im Landtag - Die Linke fordert den Verzicht auf das umstrittene Kraftwerk Lubmin, die SPD die Halbierung der Leistung. Ihr Koalitionspartner CDU und die FDP sind für das Projekt. Die Volksinitiative gegen das umstrittene Kohlekraftwerksprojekt in Lubmin bei Greifswald hat im Landtag heute zu einer erregten Debatte geführt. Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Wolfgang Methling, appellierte, den Bürgerwillen zu beachten, der in der Volksinitiative dokumentiert sei. Redner von CDU und FDP machten jedoch deutlich, dass die Volksinitiative ihre Meinung nicht wesentlich beeinflusse. Davon zeigten sich Vertreter der Bürgerinitiative gegen das Kohlekraftwerk aus Lubmin, die die Debatte auf der Zuschauertribüne verfolgten, entsetzt. Der Bürgerwille werde mit Füßen getreten, hieß es. Eine Vertreterin sagte, dass dem Wirtschaftsministerium Konzepte aus Lubmin für innovative Energie-Ansiedlungen in dem Gewerbegebiet mit mehr Arbeitsplätzen vorlägen, als das Kohlekraftwerk bieten könne. Darauf sei aber nie eine Antwort eingegangen. Mehr dazu ...
Quelle: dpa

04.07.2008
G8-Staaten halten Klimaversprechen nicht ein

Berlin: Studie zur Klimapolitik der G-8-Staaten - Kein Land lässt den Ankündigungen angemessene Taten folgen. Die Klimapolitik der G-8-Staaten reicht bei weitem nicht aus, um die Erderwärmung aufzuhalten. Das ist Ergebnis einer gemeinsam von WWF und dem Allianzkonzern beim Ecofys-Institut in Auftrag gegebenen Studie, dem sogenannten "G8 Climate Scorecards 2008". Die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen, das ist erklärtes Ziel der Industriestaaten. "Dafür müssen die Emissionen bis 2050 in den G-8-Staaten um 80 Prozent sinken", so Niklas Höhne, der Leiter der Studie. Mehr dazu ...
Quelle: taz

04.07.2008
Stromanbieter eprimo lässt Wechselwerbung tarnen

Stuttgart: Wie die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mitteilt, finden baden-württembergische Haushalte derzeit rosa oder weiße Karten mit dem Aufdruck "Wichtige Tarif-Information zu Ihrem Strom-Anschluss" in ihrem Briefkasten. Es ist nicht deutlich, dass es um einen Stromanbieterwechsel geht. [...] Die Karte fordert auf, unter einer kostenfreien Telefonnummer anzurufen und dabei die Stromrechnung bereit zu halten. Im Glauben, es bestünde Klärungsbedarf zum bestehenden Stromliefervertrag, rufen die Angeschriebenen an. Mit der Rückrufaufforderung umgeht ESD geschickt das Verbot, Privatpersonen zu Werbezwecken anzurufen. Ziel der Postkarten ist es, neue Stromverträge für den zum RWE-Konzern gehörenden Anbieter eprimo zu vermitteln. Mehr dazu ...
Quelle: verivox

02.07.2008
EnBW klagte gegen Sicherheitsauflagen

Leipzig/Biblis: Energiekonzerne müssen ihre Atomkraftwerke bei geringer Überschreitung von Grenzwerten nicht von sich aus unverzüglich abschalten. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig erklärte am Mittwoch die sogenannte Biblis-Auflage in weiten Teilen für rechtswidrig. [...] Die "Biblis-Auflage" war 2004 auf Weisung des Bundesumweltministeriums erstmals für das gleichnamige hessische Kernkraftwerk erlassen worden, sie sollte künftig für alle Atomkraftwerke in Deutschland gelten. Geklagt hatte die EnBW Kraftwerke AG gegen das Land Baden-Württemberg, weil sie die Auflagen für rechtswidrig hielt. [Man könnte auch behauten, weil das Bekanntwerden von Störfällen dem Image schadet ...] Mehr dazu ...
Quelle: ddp

28.06.2008
Vattenfall kämpft gegen Transparenz

Krümmel/Brunsbüttel: Zum Jahrestag der Pannen in den AKWs Krümmel und Brunsbüttel sind viele zugesagte Verbesserungen noch unerledigt. Der Betreiberkonzern Vattenfall wehrt sich gegen Aufzeichnung von Anweisungen und Weitergabe von Sicherheitsinformationen. Einem simplen Kurzschluss folgte gleich eine ganze Pannenserie: Heute vor einem Jahr ging das Atomkraftwerk Brunsbüttel vom Netz. Kurz darauf wurde auch das benachbarte AKW Krümmel per Schnellabschaltung runtergefahren, nachdem ein Großbrand in einem Trafogebäude ausgebrochen war. Erst nach und nach erfuhr die Öffentlichkeit das wahre Ausmaß der Panne - fehlerhafte Ventile am Sicherheitsbehälter, Druckabfall und Wasserverlust im Reaktor, Rauchgase in der zentralen Leitwarte. Mehr dazu ...
Quelle: taz