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Aktuelles

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16. 03.2010
Bundesverwaltungsgericht bestätigt Urteil zu Datteln: Umweltverbände fordern Baustopp

Nach dem heutigen Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts zum Kraftwerk Datteln fordert der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den kompletten Baustopp für das umstrittene Vorhaben.

Quelle: BUND-NRW

02.02.2010
Rückzug: Kein Kohlekraftwerk von GDF Suez in Stade

Am Montag hat der Energiekonzern GDF Suez bekannt gegeben, dass das geplante Kohlekraftwerk in der Kreisstadt Stade nicht weiterverfolt wird. Damit inzwischen das dritte von insgesamt sieben seit Anfang 2009 in Planung befindlichen Kraftwerksprojekten in Niedersachsen vor dem Aus.
Quelle: Weser-Ems-Business

20.01.2010
Konzerne planen mehrere große Kohlekraftwerke bei Brunsbüttel

Vier Tage dauert der immissionsrechtliche Erörterungsmarathon für den von Südweststrom (SWS/Tübingen) geplanten Kohlemeiler in Brunsbüttel. Klimaschützer und Bürger sind entsetzt darüber, dass der gesamte Unterelberaum zu Deutschlands größtem Industriezentrum für Kohlekraft zu werden droht.
Quelle: ND

19.01.2010
Kohlekraftwerk Datteln - Ein Großkraftwerk als „Schwarzbau“

Eine Bürgerwindanlage muss wieder abgerissen werden, weil sie 30 Meter zu nah an ihren Häusern stehe und eine optisch bedrängende Wirkung habe. Für den widerrechtlichtlichen Neubau des Kohlekraftwerks Datteln ändert die von CDU/FDP geführte Landesregierung eigens die Gesetze. #Lex E.on
Quelle: ARD-Plusminus

Demokratie in ernster Gefahr (17.12.2009)

Die Korrespondenten von ARD und ZDF, die nach Kopenhagen gereist sind, unterliegen massiven Beschränkungen. Aus diesem Grund haben die Sender einen Protestbrief veröffentlicht. Im Folgenden der Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir möchten hiermit gegen die massive Beschränkung der freien Berichterstattung auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen protestieren. Seit heute dürfen sich Journalisten im Konferenzzentrum nicht mehr frei bewegen. Drehs außerhalb des Pressezentrums sind nur noch möglich, wenn ein Delegationsmitglied das Kamerateam und den Reporter an der Sicherheitsschleuse abholt und das Team dann von einem UN-Verantwortlichen begleitet wird. Spontane Drehs sind unmöglich. Selbst die UN-Medienkoordination wurde offenbar von diesen Maßnahmen überrascht, da die Verschärfung nicht angekündigt war. Diese Maßnahmen verstoßen gegen die Presse- und Rundfunkfreiheit und behindern die Arbeit der Medien in höchstem Maße. Wir sehen das Recht der freien Berichterstattung massiv eingeschränkt. Daher fordern wir die sofortige Aufhebung dieser Einschränkung für alle Journalistinnen und Journalisten auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen.

Mit freundlichen Grüßen,

Nikolaus Brender, Thomas Baumann

11.12.2009
Dong Energy macht Rückzieher - Lubminer Kraftwerksprojekt löst sich in Rauch auf

Die Entscheidung ist gefallen: Das umstrittene Steinkohlekraftwerk in Lubmin wird nicht gebaut. Der dänische Energiekonzern Dong Energy gibt seine Pläne auf, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. [...] "Kampf hat sich gelohnt" - Der Sprecher der Lubminer Bürgerinitiative sagte, er sei unendlich glücklich. Der Kampf der 400 Mitglieder in vier Bürgerinitiativen gegen das tourismusfeindliche Projekt habe sich gelohnt. Zugleich appellierte er an den dänischen Investor, sich in Mecklenburg-Vorpommern für erneuerbare Energien zu engagieren. Mehr dazu ...
Quelle: NDR Online

09.12.2009
BKW stellt Planungsarbeiten an Kohlekraftwerk ein

Bern: Das Projekt eines Kohlekraftwerks mit BKW- Beteiligung im niedersächsischen Dörpen ist definitiv vom Tisch. Die zuständige Planungsgesellschaft stellt die Planung ein, wie das bernische Energieunternehmen BKW am Mittwochabend mitteilte. [...] Eine wesentliche Voraussetzung für das Projekt sei die gleichzeitige Wärmeerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung gewesen. Nachdem das in Dörpen ansässige Unternehmen Nordland Papier die direkte Beteiligung abgelehnt hat, «hat die weitere Projektentwicklung unter diesen Voraussetzungen keine Grundlage mehr», schreibt die BKW. Mehr dazu ...
Quelle: Berner-Zeitung

09.12.2009
„Aus“ für Kohlekraftwerk in Dörpen

Dörpen: Die Planungen für den Bau eines Steinkohlekraftwerkes in Dörpen werden eingestellt. Die Investoren begründeten ihre Entscheidung mit der Ankündigung des Dörpener Unternehmens UPM Nordland Papier, die Planungen für den Bau eines eigenen Gaskraftwerkes weiterentwickeln zu wollen. Mehr dazu ...
Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung online

12.2009
Protest gegen Atomaufseher - Offener Brief gegen Lobbyisten im Umweltministerium

Berlin: Gegen die Berufung des Atom-Lobbyisten Gerald Hennenhöfer zum obersten Atom-Aufseher im Bundesumweltministerium (taz von gestern) regt sich Protest. Die Anti-Atom-Initiative Ausgestrahlt hat einen offenen Brief ins Internet gestellt, in dem Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) aufgefordert wird, die Personalentscheidung rückgängig zu machen. Unter www.ausgestrahlt.de kann jeder dieser Forderung unterstützen. Hennenhöfer hatte in den letzten Jahren auf diversen Posten die Interessen der Atomwirtschaft vertreten. Link zur Meldung ....
Quelle: taz

02.12.2009
Brandenburg: Klimasünder Nummer eins

Berlin: Dank Braunkohle Deutschlands Klimasünder Nummer eins: Brandenburg ist das Bundesland mit dem höchsten Ausstoß an Treibhausgasen pro Einwohner. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg. Während der bundesweite Durchschnitt jährlich bei 10,5 Tonnen pro Kopf liegt, stiegen die Emissionen in Brandenburg zwischen 1995 und 2006 von 23 auf 26 Tonnen pro Kopf. Bis 2050, so fordern Klimawissenschaftler, müsse der Pro-Kopf-Ausstoß auf gerade mal eine Tonne begrenzt werden. Mehr dazu ...
Quelle: taz

01.12.2009
Streit um Kohlekraft: Stader hoffen auf Kopenhagen

Die geplanten Energieanlagen könnten vor dem Aus stehen - wenn die Politik den CO2-Ausstoß tatsächlich reduzieren will.

Stade: 513,7 Tonnen CO2 pustet ein 800 Megawatt-Kohlekraftwerk pro Tag in die Luft. In Stade sind drei Kraftwerke mit 800 beziehungsweise 1100 Megawatt Leistung geplant. Für die "Bürgerinitiative Stade-Altes Land" ist diese Energie-Vision eine "ökologische Katastrophe". Die Gegner der bis zu drei geplanten Kohlekraftwerke in Stade setzen auf Kopenhagen: Sie hoffen, dass die Weltklimakonferenz, die am kommenden Montag beginnt, dafür sorgt, dass die Werke nicht gebaut werden. Konkret bedeutet das: Sollten sich die Staats- und Regierungschefs sowie ihre Vertreter in der dänischen Hauptstadt darauf verständigen, den CO2-Ausstoß vergleichsweise stark zu reduzieren, dann hätten Kohlekraftwerke in Stade keine Zukunft. Das jedenfalls wünscht sich die Bürgerinitiative "Stade-Altes Land" (BI). Mehr dazu ...
Quelle: Hamburger Abendblatt

27.11.2009
Auf zum Gipfel

Duisburg-West: Was drei Rheinhauser Umweltschützer motiviert, zum Weltklimagipfel nach Kopenhagen zu fahren. Und: Warum sich 16 Gruppierungen, darunter auch die Rheinhauser Bürgerinitiative Saubere Luft, jetzt als "Klimabündnis Niederrhein" auftreten und den brennenden Eisbar auspacken. Wenn die Welt im Dezember nach Kopenhagen blickt, dann wollen sie ganz nah vor Ort dabei sein: Drei Rheinhauser machen sich auf den Weg zum Weltklimagipfel in Kopenhagen. Sie gehören zu einer Art inoffiziellen, fünfköpfigen Delegation von Duisburger Umweltverbänden und Bürgerinitiativen. Auf welcher Seite des Zauns sie stehen werden, ist auch klar: Schwerpunkt ihrer Reise ist die Großdemo am 12. Dezember in der dänischen Hauptstadt, zu der die Veranstalter bis zu 30 000 Teilnehmer erwarten. „Alleine die Suche nach einer Unterkunft war schon ein Abenteuer”, sagt Norbert Bömer. Mehr dazu ...
Quelle: DerWesten

26.11.2009
BI kämpft nach Sieg weiter gemeinsam mit anderen

Emden: Die Bürgerinitiative «Saubere Luft Ostfriesland» will nach dem Stopp für ein Kohlekraftwerk bei Emden auch gegen ähnliche Projekte außerhalb Ostfrieslands kämpfen. Der Verein werde mit Kraftwerksgegnern im emsländischen Dörpen und im niederländischen Eemshaven zusammenarbeiten, kündigte die Initiative am Donnerstag an. Außerdem sei die Gefahr für Emden noch nicht gebannt, sagte Sprecherin Susanne Gersema. «Solange im Flächennutzungsplan ein Großkraftwerk vorgesehen ist, kann jederzeit ein neuer Investor für ein Kohlekraftwerk vor der Tür stehen.» Die Bürgerinitiative fordere stattdessen die Ansiedlung von regenerativen Kraftwerken. Link zur Meldung
Quelle: dpa/lni

11.2009
Der Bau von Ökostrom-Kraftwerken in Deutschland kommt derzeit schneller voran als geplant

Berlin: In Deutschland boomt die Produktion von Ökostrom, es gehen deutlich mehr neue Anlagen als von der Regierung eingeplant ans Netz. Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), die der Berliner Zeitung vorliegen, gehen im Jahr 2009 Öko-Kraftwerke mit einer maximalen Leistung von mehr als 4,5 Gigawatt in Betrieb - das entspricht bei optimalen Bedingungen der Stromerzeugung von fünf großen Kohlekraftwerksblöcken. Mehr dazu ...
Quelle: Berliner Zeitung

25.11.2009
Staudinger: Quecksilber in den Main?

Nach dem Ende eines Erörterungsmarathons im Rahmen des Genehmigungsverfahrens um den am E.on-Standort-Staudinger geplanten Block 6 des Kohlekraftwerks im hessischen Großkrotzenburg am vergangenen Freitag gehen Klimaschützer davon aus, dass das Regierungspräsidium Darmstadt die Neubaupläne genehmigen wird. Nun setzen sie auf eine Auseinandersetzung vor Gericht: „Juristisch wird dieses Neubauvorhaben keinen Bestand haben", sagt Winfried Schwab-Posselt, Sprecher der "Bürgerinitiative Stopp Staudinger". Weil die neue EU-Richtlinie zum Schutz von Gewässern und Fischen vor giftigem Quecksilber nicht eingehalten werde, verlangen auch die Deutsche Umwelthilfe, BUND Hessen und Bund Naturschutz in Bayern den Abbruch oder die Aussetzung des Verfahrens und kündigen für den Fall der Genehmigung Klagen an. Mehr dazu ...
Quelle: Neue Rheinische Zeitung

25.11.2009
Klimakongress der EnBW: Scheinheiligkeit, Rückschritt und Unfug

Berlin/Karlsruhe: Wenige Tage vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen diskutieren beim 4. Klimakongress der EnBW in Berlin zahlreiche Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft über ein mögliches weltweit wirksames Klimaabkommen. Umweltschützer kritisierten bei einer Protestaktion vor dem Veranstaltungsort, der Kongress habe angesichts der klimaschädlichen Investitionspolitik des Konzerns den Charakter einer Alibi-Veranstaltung. [...] „Der Konzern inszeniert sich im Vorfeld des kommenden Klimagipfels in Kopenhagen medienträchtig als Klimaschützer, während er zugleich mit seiner Investitionspolitik fortgesetzt den Klimawandel anheizt“, kritisiert Daniela Setton, Energieexpertin der Klima-Allianz. Mehr dazu ...
Quelle: ka-news.de

24.11.2009
Initiative will jetzt vor Gericht ziehen

Wriezen: [...] Die Neutrebbiner Bürgerinitiative gegen eine CO 2 -Verpressung im Oderbruch hat unterdessen abgekündigt, auch juristisch gegen eine mögliche CO 2 -Verpressung vorzugehen. "Wir wollen das CCS-Gesetz und Probebohrungen zur Lagerung von CO 2 in unterirdischen Gesteinsschichten verhindern", erklärte Ulf Stumpe, Sprecher der Initiative. [...] Die Pläne für das von Vattenfall beantragte Erkundungsverfahren würden auf einem unklaren Antragsverfahren beruhen. Vor dem Verwaltungsgericht wolle die Bürgerinitiative daher klären, ob dieses Verfahren rechtmäßig ist und wer für etwaige Schäden haftet. Die vielen ungeklärten Fragen würden für zig Klagen reichen, so die Auffassung in der Bürgerinitiative. Mehr dazu ...
Quelle: Märkische Oderzeitung

23.11.2009
Bürgerinitiative sagt Kampf gegen CO2-Lager an

Seelow: Die Neutrebbiner Bürgerinitiative gegen CO 2 -Verpressung im Oderbruch macht seit Wochen mobil. Ihr Vorwurf: Mögliche Gefahren, die von einer unterirdischen CO 2 -Speicherung ausgehen könnten, seien bislang nur unzureichend erforscht. Sie wollen ein Endlager in ihrer Heimat verhindern. Am Freitag gab es erneut eine Infoveranstaltung - diesmal in der Kreisstadt. Es war bislang die größte in der Region. Während Vertreter der Bürgerinitiative ankündigten, gerichtliche Schritte gegen das Vorhaben des Energiekonzerns Vattenfall einzuleiten, setzt Wirtschaftsminister Ralf Christoffers auf Dialog. [...] Wer sich an ihrer Heimat durch eine mögliche CO 2 -Speicherung tief im Erdreich vergehen will, der bekommt den Gegenwind der Neutrebbiner Bürgerinitiative zu spüren. [...] "Wenn das Geld, dass in Kohle verfeuert wird, konsequent in erneuerbare Energien gesteckt werden würde, in vernünftige Speichermodelle beispielsweise, dann könnten wir uns bis 2040 vollkommen darüber versorgen." Mehr dazu ...
Quelle: Märkische Oderzeitung

20.11.2009
Bürgerinitiative: Staudinger-Ausbau wird vor Gericht scheitern

Großkrotzenburg: Gegner der geplante Erweiterung des Kohlekraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg (Main-Kinzig-Kreis) rechnen mit dem Scheitern des Projektes des Versorgers E.ON vor Gericht. «Juristisch wird dieses Neubauvorhaben keinen Bestand haben», sagte der Sprecher der Bürgerinitiative «Stopp Staudinger», Winfried Schwab-Posselt, am Freitag. Die Zuversicht speise sich aus den Protokollen der Erörterung im Genehmigungsverfahren. Nach Auffassung der Umweltschützer dürfte das Darmstädter Regierungspräsidium dem Bauvorhaben nicht zustimmen, da für dieses Projekt ferner kein Bebauungsplan existiere. Es gebe aus «energiewirtschaftlicher Sicht» für den neuen Kraftwerksblock keinen Bedarf, fügte Schwab-Posselt hinzu. «Mittlerweile leugnet selbst E.ON die wachsenden Stromüberkapazitäten nicht mehr und überprüft die Wirtschaftlichkeit seiner Erweiterungspläne.» Mehr dazu ...
Quelle: ddp/na

20.11.2009
Dunkle Wolken über dem Rübenacker

Bergheim: Im Schatten der Kraftwerke Niederaußem und Neurath klagen Bauern über Ernteeinbußen. Durch die geringere Sonneneinstrahlung könnten ihre Pflanzen nicht gedeihen. Die Bauern befürchten mit der Erweiterung der Braunkohlekraftwerke sogar weitere Einbußen. Willibert Schümmer ist Rübenbauer aus Leidenschaft. Um seine Scholle im Bergheimer Doppelort Rheidt-Hüchelhoven wird er von Kollegen im ganzen Rheinland beneidet. Schon die Römer schätzten die Region ihrer guten Böden wegen. „Ein altes Sprichwort sagt, dass einer hier eigentlich nichts falsch machen kann, wenn er nicht gerade das Säen vergisst“, weiß Schümmer. Mehr dazu ...
Quelle: Kölner Stadt-Anzeige

19.11.2009
Quecksilber-Belastung kann das Aus für Staudinger bedeuten

Berlin/Frankfurt/Regensburg: Die Zukunft des geplanten Block 6 des Kohlekraftwerks Staudinger im hessischen Großkrotzenburg ist wieder offen. Anlässlich der Erörterung des Vorhabens im Bürgerhaus der Gemeinde stellte sich seit Dienstag heraus, dass der Bauherr E.on bezüglich der Quecksilberbelastung des Mains und der mit dem geplanten neuen Kraftwerksblock verursachten Zusatzbelastung von grundsätzlich falschen Voraussetzungen ausgeht. Sollte das Vorhaben dennoch genehmigt werden, „droht ein ähnliches Investitionsfiasko wie am Kraftwerksstandort Datteln in NRW“. Mehr dazu ...
Quelle: Deutsche Umwelthilfe/BUND/Bund Naturschutz Bayern

19.11.2009
Auf dem Weg in die Katastrophe - CO2-Emissionen steigen weiter, während die puffernde Wirkung von Ozeanen und Biosphäre nachlässt

Hintergrund: Vergleicht man die Entwicklungen der Emissionen des wichtigsten Treibhausgases, des Kohlendioxid, mit den Szenarien, die den Projektionen der Klimawissenschaftler zugrunde liegen, dann kann einem das Gruseln kommen. Sie wachsen nämlich mit einem Tempo an, wie es dem Business-as-usual-Szenario entspricht, das uns bis zum Ende des Jahrhunderts einen Anstieg der global und übers ganze Jahr gemittelten Temperatur um bis zu sechs Grad Celsius bescheren könnte. Verhältnisse, die den Eismassen auf Grönland und in der Antarktis in den nächsten Jahrhunderten den Garaus machen würden und schon bis 2100 den Meeresspiegel um einiges mehr als einen Meter ansteigen lassen würde. Mehr dazu ...
Quelle: heise/telepolis

19.11.2009
Opposition im dänischen Parlament fordert Druck auf Staatskonzern

Kopenhagen: Jelinski sagt den Gastgebern, dass rund 32 000 Menschen mit ihrer Unterschrift ihren Unwillen gegen das von Dong geplante Steinkohlekraftwerk in der Urlaubsregion bekundet haben Die Parlamentarier sind sichtlich erstaunt Dass das Zwei-Milliarden-Projekt in Mecklenburg-Vorpommern derart in der Kritik stehe, sei in der dänischen Öffentlichkeit kaum bekannt, gesteht Ida Auken, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Linken (SF). Mehr dazu ...
Quelle: ddp

19.11.2009
Mit Kohlosaurus nach Kopenhagen

Kopenhagen: Schwarze Luftballons mit der Aufschrift CO2 fliegen gen Himmel und verlassen Kopenhagen. Der "Kohlosaurus", der auf dem Platz vor dem dänischen Parlament steht, hat sie ausgespuckt. Als "Symbol für die völlig veraltete Energiequelle Kohle" hat der Stoffdinosaurier Mitglieder von Bürgerinitiativen aus MV und deutsche Umweltschützer nach Dänemark begleitet. Mehr dazu ...
Quelle: Norddeutsche Neueste Nachrichten

18.11.2009
Nein der Region: Pläne für CO²-Lager unverantwortlich

Schleswig-Holstein/Dänemark: Die Post an Bundeskanzlerin Angela Merkel ist seit gestern unterwegs: Die Region lehnt Endlager für Kohlendioxid in ihrem Bereich strikt ab. Auf den Weg gebracht ist die Resolution, welche die Regionalversammlung in ihrer jüngsten Sitzung in Gramm bei Hadersleben verabschiedet hatte. Im Resolutionstext, der sowohl der Kanzlerin als auch Ministerpräsident Peter Harry Carstensen zugestellt wird, heißt es: Mehr dazu ...
Quelle: Der Inselbote

11.2009
Protest gegen dänischen Staatskonzern Dong Energy als Offizieller Partner des UN-Klimagipfels

Lubmin/Kopenhagen: Nur wenige Wochen vor Beginn der UN-Klimaverhandlungen in Kopenhagen werden am 19. November Mitglieder von Bürgerinitiativen aus Mecklenburg-Vorpommern sowie dänische und deutsche Umweltschützer gemeinsam in Kopenhagen gegen den vom dänischen Staatskonzern Dong Energy geplanten Neubau eines Kohlekraftwerkes in Lubmin protestieren. Mehr dazu ...
Quelle: MVregio

14.11.2009
Steinkohlekraftwerk bedroht Luftkurort-Status
Bürgerinitiative auf Info-Tour in Arendsee / "Politik unterwirft sich Profitgedanken"

Arendsee: Mit EU-Mitteln wird ein Biosphärenreservat geschaffen, um es dann wieder mit einem Riesenkraftwerk in Frage zu stellen. Durch dieses Vorhaben könnte eine ganze Region sterben. Und Arendsee den Titel verlieren. Mehr dazu ...
Quelle: Allgemeine Zeitung online

14.11.2009
Kohle: Klimakiller Nummer Eins

Berlin: [...] Ohne CCS hat die Kohle zumindest in Deutschland keine Zukunft – das wissen auch die Kohlefreunde. Aber mit CCS auch nicht – das glauben jedenfalls Umweltschützer. „CCS spielt eine wichtige Rolle, aber nicht für die Kohleverstromung“, sagt Christian Hey, der Generalsekretär des Sachverständigenrats für Umweltfragen, der in ökologischen Angelegenheiten die Bundesregierung berät. Ausgangspunkt für die Einschätzung ist mal wieder die Politik: „Unter den neuen politischen Rahmenbedingungen werden neue Kohlekraftwerke völlig unattraktiv“, sagt Hey und meint damit vor allem die von der neuen Bundesregierung angekündigte Verlängerung der Laufzeiten für einige Kernkraftwerke. „Die Bundesregierung läutet der Kohleverstromung die Totenglocke, aber niemand traut sich das zu sagen.“ Mehr dazu ...
Quelle: Tagesspiegel

14.11.2009
Vattenfall: Erst Rauscher, dann Josefsson

Berlin: Die in Berlin ansässige Vattenfall Europe ist mit Abstand die wichtigste Tochter des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall AB, der von Josefsson geführt wird. Noch. Am Freitag legte die schwedische Wirtschaftsministerin Maud Olofsson auf den Spitzenmanager an. Die Regierung wolle „so schnell wie möglich“ einen Wechsel an der Konzernspitze; schon „seit längerem“ suche man einen Nachfolger. Das ist der Blattschuss für den 59-jährigen, passionierten Elchjäger. Der Physiker und Ingenieur ist der Politik zu eigenmächtig geworden. Seinen Plan, das schwedische Stromnetz zu verkaufen und mit dem Erlös ein Atomkraftwerk in Großbritannien zu bauen, kassierte die Ministerin. Seit längerem kritisiert sie das Engagement von Vattenfall in der ostdeutschen Braunkohle, mit Abstand der schmutzigste Brennstoff bei der Stromgewinnung. Mehr dazu ...
Quelle: Tagesspiegel

13.11.2009
Teilerfolg für die Nordfriesen

Schleswig-Holstein: Wegen massiven Widerstands stoppt RWE den Bau einer CO2-Pipeline nach Schleswig-Holstein. Die Bundesregierung befürwortet die CCS-Technik weiter. Bürgerinitiativen bleiben in "Lauerstellung". "Wunderbar", sagt Werner Asmus, Sprecher der Bürgerinitiative gegen CO2-Speicherung in Schleswig-Holstein, und fügt mit nordfriesischer Gelassenheit hinzu: "Das ist ein Teilerfolg, mehr nicht." Allerdings kein kleiner: Die Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk AG (RWE) legt den Bau eines Braunkohlekraftwerks in Hürth bei Köln zunächst auf Eis - und damit auch die Pipeline, die CO2 aus diesem Werk nach Schleswig-Holstein transportieren sollte. Mehr dazu ...
Quelle: taz

13.11.2009
Bewegung in Dörpen - ansässiges Unternehmen favorisiert Gaskraftwerk

Dörpen: Wir sind froh über die Neuigkeiten des Tages. Die Entscheidung, der Nordland Papierfabrik sich um ein eigenes Gaskraftwerk zu bemühen, begrüßen wir. Dies ist ein eindeutiges Signal zur Sicherung des Standortes Dörpen. Die Gemeinde Dörpen will den Bebauungsplan neu auslegen, wir sehen diese Entscheidung auch als zwangsläufige Folge unserer umfangreichen Einwendungen an. [...] Unsere Einwendungen haben dafür gesorgt, dass das Urteil von Datteln berücksichtigt werden muss. Ohne diese Einwendungen wäre der Plan spätestens im August verabschiedet worden und die Dörpener Gemeinde hätte alle Gestaltungsmöglichkeiten aus der Hand gegeben. Landrat Bröring hat bei der Vorstellung seiner Klimaschutzinitiative im Landkreis das neu entwickelte Klimabewusstsein, das durch die Diskussion um das Kohlekraftwerk entstanden ist, anerkannt. Mehr dazu ...
Quelle: BI Saubere Energie Dörpen

12.11.2009
Kirchlicher Widerstand gegen CO2-Lagerung wächst

Berlin: In dem von Plänen der Energiewirtschaft betroffenen Oderbruch hätten bereits sämtliche Kirchengemeinden sowie der Kirchenkreis wegen der unberechenbaren Risiken der Technologie eine Absage erteilt, sagte die Synodale Mareike Brune-Böttcher als Vertreterin des Kirchenkreises am Donnerstag vor der Synode der evangelischen Landeskirche in Berlin. Mehr dazu ...
Quelle: Hamburger Abendblatt

11.11.2009
Gebremster Schaum für Hürth

Rhein-Erft-Kreis: Es wird weiter geforscht und entwickelt, aber die teuren Investitionen für ein CO-armes Kraftwerk in Hürth sind vorerst zurückgestellt. Der ursprüngliche Plan, bereits 2014 / 15 ans Netz zu gehen, sei damit nicht mehr einzuhalten, sagte RWE-Power-Vorsitzender Johannes Lambertz bei einer Pressekonferenz auf der Wiedenfelder Höhe. „Wir haben etwas Tempo rausgenommen.“Grund für die neue Zurückhaltung: Es fehlt nach wie vor die gesetzliche Grundlage, das sogenannte CCS-Gesetz (Carbon Capture and Storage - Kohlendioxid auffangen und speichern). Hier hat die schwarz-gelbe Koalition allerdings für die laufende Legislaturperiode zügiges Arbeiten vereinbart. Mehr dazu ...
Quelle: Kölnische Rundschau

11.11.2009
Bundesregierung startet neuen CCS-Anlauf

Berlin: Die Bundesregierung macht Dampf beim Thema Carbon Capture and Storage (CCS), also der Abscheidung und unterirdischen Verpressung von Kohlendioxid. Auf dem deutschen Steinkohletag - einer Lobby-Veranstaltung der Steinkohleindustrie, vergleichbar mit der Jahrestagung des Deutschen Atomforums - erklärte am Dienstag in Essen Jochen Homann, beamteter Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, das entsprechende Gesetz dazu solle zügig erlassen werden. Mehr dazu ...
Quelle: klimaretter.de

10.11.2009
Westpolnische Gemeinde lehnt Braunkohletagebau nahe der deutschen Grenze ab

Gubin: In einem Volksentscheid haben sich die Bürger der westpolnischen Gemeinde Gubin gegen den Aufschluss eines Braunkohletagebaus nahe der deutschen Grenze ausgesprochen. Den 1.855 Stimmen gegen den Tagebau standen 874 Zustimmungen gegenüber. Auch der Bau eines Braunkohlekraftwerks mit einer Leistung von 2.400 Megawatt war hier geplant. Im Juni hatte bereits die südlich gelegene Gemeinde Brody in einem Volksentscheid gegen die Tagebaupläne in der Region votiert.Mehr dazu ...
Quelle: wir-klimaretter

09.11.2009
Bäume statt CO2-Speicherung

Quappendorf: Mitglieder des Vereins BruchKultur [ www.bruchkultur.de Anm. d. Red.]haben in Quappendorf 130 Bäumen gepflanzt. "Eichen, Kastanien, Ahorn, Buchen, Eiben, Bergulme und Akazien sollen die Antwort sein auf das grüne Licht zur Erkundung der Gesteinsschichten für die CO 2 -Verpressung unter dem Oderbruch, dass das Bergamt an Vattenfall gegeben hat", so Vereinsvorsitzender Rolf Ignatz. Die Mitglieder des Vereins hätten sich dem Heimaterhalt verschrieben und stünden verantwortungsvoll mit Vernunft und Zuversicht für eine enkeltaugliche Zukunft. Mit der Aktion wolle man ein Zeichen dafür setzen, dass es Alternativen zur CCS-Technologie gibt. [...] Seit der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages in Brandenburg wisse man, dass sich die Bürger im Oderbruch nur auf sich selbst verlassen können. Mehr dazu ...
Quelle: Märkische Oderzeitung

05.11.2009
Region lehnt CO2-Speicherung ab

Schleswig-Holstein/Dänemark: Resolution verabschiedet / Vorsitzender Jens Andresen: Sie ist deutlich angezeigt gegenüber Kiel und Berlin. Die Regionalversammlung Sønderjylland-Schleswig lehnt eine unterirdische Einlagerung von Kohlendioxid in der Grenzregion ab. Dazu verabschiedete sie gestern per Akklamation in Gramm eine Resolution. »Die Region Sønderjylland-Schleswig lehnt die Planungen und Durchführung von Maßnahmen zu CCS (Carbon Capture an Storage) in Schleswig-Hols­tein ab, da solche Maßnahmen für die deutsch-dänische Grenzregion in ihren Auswirkungen nicht überschaubar und somit nicht zu verantworten sind. Es wird eine verstärkte Öffentlichkeitsbeteiligung, auch über die Grenze hinweg, gefordert«, heißt es in der Resolution. Mehr dazu ...
Quelle: nordschleswiger.dk (Deutsche Tageszeitung in Dänemark)

02.11.2009
Umweltschützer: Block 7 schon in Planung

Großkrotzenburg: Die Erweiterung um den umstrittenen Block 6 ist noch nicht genehmigt, dennoch gibt es nach Informationen von Umweltschützer schon weiterreichende Ausbaupläne für das Kohlekraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg (Main-Kinzig-Kreis). Langfristig solle der Standort noch zwei Blöcke erhalten, teilten Umweltschützer am Montag mit. Ein Block 7 solle mit Steinkohle und ein Block 8 mit Gas betrieben werden. Sie verweisen auf ein integriertes Klimaschutzprogramm Hessen, nach dem die Stilllegung der Staudinger-Blöcke 1 bis 3 neue Kapazitäten erforderlich machen. Am kommenden Dienstag beginnen in Großkrotzenburg die Erörterungen im abschließenden Genehmigungsverfahren für Block 6. Link zur Meldung ...
Quelle: dpa/lhe

01.11.2009
Sichtbarer Protest gegen Kohlekraft

Haselau/Haseldorf: Rund 650 Teilnehmer bei Demonstration in Haselau. Hunderte Menschen aus der Region haben am Sonnabend auf dem Deich an der Deekenhörn ein sichtbares Zeichen gegen die Kohlekraftwerke auf der anderen Elbseite gesetzt. [...] Im Industriegebiet Bützfleth am anderen Elb-ufer gingen gerade die Lichter an, als die gut 650 Demonstranten mit Fackeln auf den Deich zogen. Auf einer Länge von mehr als 500 Metern bildeten sie auf der Deichkrone eine Lichterkette, die auch im Indus-triegebiet gegenüber gut zu sehen gewesen sein dürfte.
Zuvor hatten an der Deekenhörn Kinder mehrere Hundert bunte Luftballons mit Protestpostkarten aufsteigen lassen. Mehr dazu ...
Quelle: Uetersener Nachrichten

30.10.2009
Sofortvollzug des Vorbescheids für Kohlekraftwerk aufgehoben

Mainz/Wiesbaden: Der Sofortvollzug des immissionsschutzrechtlichen Vorbescheids, der ersten Teilgenehmigung und der wasserrechtlichen Erlaubnisse für das Mainzer Kohlekraftwerk wird aufgehoben. Grund dafür sei die Erklärung der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW), dass die Finanzierung derzeit nicht gesichert sei, teilte die Struktur- und Genehmigungsbehörde (SGD) Süd am Freitag in Neustadt an der Weinstraße mit. [...] Die KMW kündigte an, das laufende Verfahren weiter zu betreiben, um zügig eine gerichtliche Entscheidung über die bereits erteilten Genehmigungen zu erhalten. [...] Auch die Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz (KoMa) wertete die Entscheidung als «durchschlagenden Erfolg» der vielen regionalen Initiativen. [...] Das Bündnis für eine kohlekraftwerkfreie Region Mainz-Wiesbaden erklärte, dass damit die Realisierung des Projekts «höchst unwahrscheinlich» geworden sei. Mehr dazu ...
Quelle: na/ddp

30.10.2009
Ingelheimer Aue "Kohlemonster" vor dem Aus

Mainz/Wiesbaden: Erst fehlt das Geld - und jetzt ist auch noch die Baugenehmigung weg. Das geplante Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue wird immer mehr zum Auslaufmodell.
Zwischenzeitlich hatten die Mitglieder der Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz (Koma) Angst bekommen. 26 Kohlekraftwerke waren mal in Deutschland geplant. Nirgendwo wurde so viel Aufwand gegen ein solches Projekt betrieben wie in Mainz und Wiesbaden. Aber es waren die anderen Orte, die das Ende der Pläne melden durften: Ensdorf, Bremen, Berlin oder Kiel. Nur in Mainz ging es weiter. Jetzt kommt die Meldung, auf die die Bürgeriniative gewartet hatte: Die Genehmigungsbehörde SGD Süd zieht den "Vorbescheid" zurück. Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) steht fortan ohne eine Genehmigung für ihr Kohlekraftwerk da. Mehr dazu ...
Quelle: FR-online.de

29.10.2009
Kraftwerk Staudinger Initiative kritisiert Weihbischof

Großkrotzenburg: Die Bürgerinitiative "Stopp Staudinger" wirft dem Mainzer Weihbischof Ulrich Neymeyr vor, er gebe seinen Namen und seine Funktion "für die Öffentlichkeitsarbeit der Firma Eon" her.Initiativen-Mitglied Heinz Klein bezieht sich dabei in einem offenen Brief an Neymeyr auf eine Pressemitteilung des Kraftwerks Staudinger. Dort wird der Weihbischof nach einem Besuch mit dem Satz zitiert: "Wir haben hier am Standort das aufrichtige Bemühen erfahren, Lösungen zu finden, die die Belange aller Beteiligten in möglichst großem Umfang berücksichtigen." Mehr dazu ...
Quelle: FR-online.de

29.10.2009
„Sieg des Bürgerwillens“ - Kraftwerkspläne in Arneburg sind vorerst vom Tisch

Westhavelland: Die Nachricht sorgte für Jubel und Erleichterung in der Region Westhavelland. „Der Bürgerwille hat sich durchgesetzt“, sagte Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger. Die Kreisstadt war vor einigen Wochen Mitglied der Bürgerinitiative gegen den Bau eines Kohlekraftwerkes in Arneburg geworden. Der Meiler wäre nur rund 14 bis 20 Kilometer Luftlinie von den Städten und Gemeinden der Region entfernt gewesen. Mehr dazu ...
Quelle: Märkische Allgemeine

28.10.2009
Hafen wird jetzt planerisch verankert

Stade: Die Stadt Stade will ganz schnell den Bebauungsplan für die große Hafenerweiterung des Seehafens in Bützfleth auflegen. Zunächst einmal muss der Rat aber für die längst fertige kleine Erweiterung den B-Plan als Satzung beschließen. Das soll am Montag, 9. November, passieren. Vorher wird noch der Ortsrat Bützfleth sein Votum abgeben.
Für Stades Bürgermeister Andreas Rieckhof hat die Hafenplanung zunächst Vorrang vor anderen Bauleitplänen - etwa auch vor dem für ein Kohlekraftwerk von GDF Suez. Mehr dazu ...
Quelle: Tageblatt online

28.10.2009
Stadtrat Arneburg verschiebt Entscheidung über Flächennutzungsplan

Arneburg: Einen neuen Flächennutzungsplan ( FNP ) für die Stadt Arneburg und damit eine Planungsgrundlage für ein mögliches Steinkohlekraftwerk nördlich der Stadt wird es in diesem Jahr nicht mehr geben. [...] Damit kann der Zeitplan für die Auslegung weder eingehalten noch eine Entscheidung für einen neuen Flächennutzungsplan in diesem Jahr gefällt werden. Fast 200 anwesende Bürger und Sympathisanten der Initiative gegen das Steinkohlekraftwerk verfolgten den Verlauf der Sitzung und applaudierten lautstark nach dem Kippen der Tagesordnung. " Das ist ein großer Erfolg für uns ", sagte Katrin Herrmann von der Bürgerinitiative der Kraftwerksgegner nach der Mehrheitsentscheidung. Erst seit wenigen Tagen ist sie die neue Chefin an der BI-Spitze. Vor Sitzungsbeginn hatte sie mit knapp 300 Menschen vor dem Rathaus protestiert. Mehr dazu ...
Quelle: Volksstimme

27.10.2009
Merkel watscht Carstensen für Bürgernähe ab

Berlin: Erst Lob, dann Dresche: Gestern segnete ein Kleiner Parteitag der CDU in Berlin den Koalitionsvertrag mit der FDP auf Bundesebene ab. [...] Carstensen hatte nach LN-Informationen in der letzten Woche einen Brief an Merkel geschrieben. Darin verwies er auf das Nein im Kieler Koalitionsvertrag zur unterirdischen Kohlendioxid-Verklappung. Als mögliche Speicherstätte ist Nordfriesland ins Auge gefasst, aber auch Ostholstein gilt als geeignet. Carstensen wollte mit seinem Schreiben erreichen, dass auch im Berliner Koalitionsvertrag von Union und FDP eine Absage an die CCS- Technologe festgeschrieben wird. Die Antwort bekam er in Form einer öffentlichen Watsche vor den versammelten Delegierten. Im Berliner Koalitionsvertrag von Union und FDP heißt es zudem unmissverständlich: „Wir wollen auch weiterhin den Bau von hocheffizienten Kohlekraftwerken ermöglichen.“ Und: Die Bundesregierung werde die EU-Richtlinie zur Abscheidung und unterirdischen Einlagerung des Klimakillers CO22 „zeitnah umsetzen“. Mehr dazu ...
Quelle: Lübecker Nachrichten

27.10.2009
Konsumrevolution statt Klimapolitik ohne Ziel

Die Energie- und Klimawochenschau: Festlegung auf vier Jahre energiepolitische Unentschlossenheit bei uns und Raffgier statt Perspektiven vor der Kopenhagen-Klimakonferenz. Am Wochenende wurden im Koalitionsvertrag die Eckpunkte für eine Energiepolitik ohne klare Perspektiven festgelegt. Die Koalitionäre lavierten entlang einer Kompromisslinie mit den Koordinaten "Wirtschaftsinteressen bedienen" und "aussitzen statt festlegen". Energiepolitisch lief das darauf hinaus, dass vordergründig die Wünsche aller Energieproduzenten bedient werden sollen. Die großindustriellen Lösungen der fossil und atomar betriebenen Kraftwerke erhielten Bestandsschutz, dezentrale und regenerative Erzeuger sollen dagegen in einen Konzentrationsprozess gezwungen werden, um die Gunst der Koalitionäre nicht zu verlieren. Mehr dazu ...
Quelle: telepolis/Heise

23.10.2009
Kohlekraftwerk erst 2013? - Südzuckerprojekt in Offstein verzögert sich deutlich

Offstein: Eigentlich, so war geplant, sollte die Genehmigung für das neue Kohlekraftwerk, das die Südzucker AG am Standort Offstein bauen will, Ende dieses Jahres auf dem Tisch liegen. Doch es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis das behördliche Verfahren durch ist, der Antrag auf Genehmigung bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd in Neustadt konnte bis jetzt noch gar nicht gestellt werden. „Wir haben sehr lange für die Umweltverträglichkeitsprüfung gebraucht. Es sind dabei eine ganze Menge von Punkten zu beachten und zu prüfen, wir hatten mit einem solchen Umfang nicht gerechnet“, erläutert Dr. Arnd Reinefeld, der Werksleiter am Standort Offstein. Mehr dazu ...
Quelle: Main Spitze

.2009
Das Kombikraftwerk: Jederzeit hinreichende Energieversorgung durch Erneuerbare - auch wenn die Sonne nicht scheint

Berlin: Noch im Jahr 2006 glaubte Frau Merkel, sie müsse im Dunkeln sitzen, wenn die Energieversorgung in Deutschland von den Erneuerbaren übernommen würde, und Wind und Sonne gerade Pause machten. Schlaue Köpfe waren dem Kenntnisstand von Frau Merkel jedoch weit voraus und traten zum Beweis des Gegenteils an. Und so geschah es, dass die Enercon GmbH - bekannt für ihr Engagement gegen das Dörpener Kohlekraftwerk - , Schmack Biogas AG und SolarWord AG ein Erneuerbarenkraftwerk auf die Beine stellen ließen. Zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) wurde das regenerative Kombikraftwerk entwickelt und realisiert. Es wies nach, dass "jederzeit und an jedem Ort Deutschlands eine bedarfsgerechte Vollversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern mit heute schon verfügbarer Technik möglich ist" (aus der Pressemitteilung der DUH). Dem IWES-Bereichsleiter Dr. Kurt Rohrig hat die Deutsche Umwelthilfe den Klimaschutzpreis 2009 verliehen.
Quelle: DUH / kombikraftwerk

26.10.2009
Bergamt gibt grünes Licht

Potsdam: Der Energiekonzern Vattenfall darf im Kreis Oder-Spree die geologischen Schichten für die Lagerung von Kohlendioxyd erkunden. Das Brandenburgische Landesbergamt genehmigte die Erkundungen. Vattenfall geht davon aus, dass im Sommer 2010 mit der wissenschaftlichen Untersuchung begonnen werden kann. Das ebenfalls für die CO2-Speicherung vorgesehene Gebiet um Neutrebbin (Märkisch-Oderland) wird vom Landesbergamt weiter geprüft. In Beeskow und Umgebung überraschte die Nachricht nicht, die Stadt sinnt weiter nach Wegen, eine Speicherung zu verhindern. Mehr dazu ...
Quelle: Märkische Oderzeitung

26.10.2009
Protestreise in die Schweiz

Brunsbüttel: Mit einer weiteren Protestreise in die Schweiz reagiert die Bürgerinitiative für Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe auf die Pläne Schweizer Energieunternehmen, sich am geplanten Steinkohlekraftwerk in Brunsbüttel zu beteiligen. Sie unterstützt damit eine von der Greenpeace Regionalgruppe Basel organisierte Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft. [...] Die BIGKU schickt am 28. Oktober einen Vertreter zu einer Protestreise und Podiumsdiskussion nach Binningen bei Basel im Kanton Baselland. Die dort ansässige Elektra Bierseck Münchenstein (EBM) will sich mit 30 MW, entsprechend 95 Millionen Franken (62,5 Millionen Euro), am SWS-Kohlekraftwerk an der Nordseeküste beteiligen. Auf der Podiumsdiskussion wird Dr. Arne Firjahn das Anliegen der Einwohner der Region vortragen und den Kanton Baselland und dessen Bevölkerung eindringlich bitten, die Entscheidung über eine weitere Beteiligung der EBM an sich zu ziehen und den Ausstieg aus der geplanten Kraftwerksbeteiligung zu fordern.
Quelle: Bürgerinitiative für Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe / Brunsbüttel

25.10.2009
BI Arneburg ruft zu Demo am Dienstag auf und twittert

Die recht umtriebige BI Arneburg verfügt auch über einen eigenen twitter-account. Wer die Internetadresse http://twitter.com/BI_Arneburg aufruft, gelangt zum twitter-Konto der Bürgerinitiative. Heute wurde eine Demoankündigung getwittert. Sie lautet:
Dienstag, 27.10. um 17.30 Uhr, RWE spricht vor den Stadträten - BI trifft sich um 17.15 Uhr vor dem Rathaus zur Demo - alle sind willkommen!
Quelle: BI Arnburg

22.10.2009
Klimaschutzexperte Alt kritisiert Stadtwerke scharf

Dachau: So scharf wie Franz Alt am Mittwochabend hat bisher noch nicht einmal die Bürgerinitiative (BI) Kontra-Kohlestrom Dachau die Stadtwerke angegriffen. In seinem Vortrag zum Thema Klimaschutz rief der bekannte Publizist die Dachauer auf, den Stromanbieter zu wechseln. Unterstützung bekamen die Stadtwerke von ungeliebter Seite: von BI-Sprecher Emmy Frey. Kaum jemand in Deutschland wirbt so leidenschaftlich und überzeugend für den hundertprozentigen Umstieg auf erneuerbare Energien wie Franz Alt. Das tat der mit dem Dalai Lama befreundete Journalist und Buchautor auch im Thoma-Haus mit seinem Vortrag „Sonnige Aussichten – wie Klimaschutz zum Gewinn für alle wird“ (Bericht folgt). Und er ging auf die Geschäftspolitik der Dachauer Stadtwerke ein. Mehr dazu ...
Quelle: merkur-online.de

22.10.2009
Umweltberater Schellnhuber: Rente mit 67 für AKW

Der Umweltberater der Bundesregierung, Professor Hans-Joachim Schellnhuber, spricht sich für längere Laufzeiten eines Teils der deutschen Atomkraftwerke aus. "Die Kernkraftwerke mit hohen Sicherheitsstandards sollten zehn bis zwölf Jahre länger am Netz bleiben dürfen", sagt der Wissenschaftler der FR. Allerdings müssten die Stromkonzerne dafür "mehr als 50 Prozent" der Zusatzgewinne, die sie durch diesem Deal einfahren, in einen öffentlich verwalteten Fonds zur Förderung der erneuerbaren Energien und den Aufbau eines "intelligenten Stromnetzes (Super-smart Grid)" einzahlen. Schellnhuber zufolge muss "Safety first" die oberste Maxime bei einer Laufzeitverlängerung sein. Das könne auch bedeuten, dass ältere, weniger sichere Anlagen früher als im rot-grünen Atomkonsens vorgesehen abgeschaltet werden müssen. [...] Der PIK-Direktor warnt davor, die Laufzeiten unbegrenzt freizugeben. "Der endgültige Betriebsschluss muss von der Politik klar festgelegt werden, weil sonst der Innovationsdruck zur Entwicklung der erneuerbaren Energien weg fällt und alternative Energieanbieter keine Investitionssicherheit haben", sagt er. Mehr dazu ...
Quelle: FR online

21.10.2009
Braunkohle forever in Brandenburg?

Brandenburg: Das Einknicken der brandenburgischen Linken bei den Koalitionsverhandlungen mit der SPD über die künftige Kohlepolitik sorgt weiter für innerparteilichen Ärger. Das Mitglied im Brandenburger Braunkohleausschuß und der Linkspartei, René Schuster, befürchtet Parteiaustritte, sollte es mit dem Koalitionsvertrag einen Kurswechsel der Linken geben. Der rbb-Welle RadioEins sagte Schuster am Dienstag, seine Partei sei im Wahlkampf mit einer klaren Ablehnung neuer Tagebaue und der CO2-Verpressung angetreten und habe damit viele Stimmen bekommen. Es sei nicht zu vermitteln, das dies jetzt alles Makulatur sein solle. Mehr dazu ...
Quelle: jungeWelt

21.10.2009
Sonnenkraft statt Sondermüll: Manager gegenüber Kernkraft skeptisch

Deutschland: Rund 70 Prozent der deutschen Führungskräfte lehnen laut einer Umfrage des manager magazins den Neubau von Atommeilern ab. Stattdessen fordert fast die Hälfte der hiesigen Manager mehr staatliche Förderung für die erneuerbaren Energien.
Erstaunlich viele Führungskräfte in Deutschland lehnen den Bau neuer Atomkraftwerke ab. Dies ergab eine Umfrage des manager magazins, dessen neue Ausgabe ab Freitag (23. Oktober) im Handel erhältlich ist. Rund 70 Prozent der Teilnehmer votieren gegen neue Atomkraftwerke. Lediglich 27,5 Prozent der Befragten wären mit neuen Meilern einverstanden. [...] Einig sind sich die Führungskräfte bei der langfristigen Ausrichtung der Energiepolitik: Die Umfrage ergab, dass fast drei Viertel der befragten Entscheider erneuerbare Energien befürworten: Die staatliche Förderung grüner Technik solle erhöht werden, gaben 45 Prozent der Manager an. 28,6 Prozent halten die derzeitige Unterstützung für angemessen, und nur jeder vierte Entscheider möchte die Förderung reduzieren. Mehr dazu ...
Quelle: Manager Magazin/contratom

20.10.2009
Surfempfehlung: Neue Anti-Kohle-Seiten bei der Deutschen Umwelthilfe (DUH)

Berlin: Die Deutsche Umwelthilfe hat ihren Internetauftritt zum Thema Kohlekraftwerke aktualisiert. Wer auf der Startseite "Projekte" anklickt, auf der folgenden Seite die Kategorie "Klimaschutz & Energie" und dann in der alphabetischen Auflistung "Keine neuen Kohlekraftwerke" anwählt, hat es geschafft und wird mit vielfältigen nützlichen Informationen, auch zur juristischen Auseinandersetzung mit neuen KKWs belohnt. Link direkt zur Kohleseite ...
Quelle: DUH

15.10.2009
Trianel: Kohlekraftwerk ist unwirtschaftlich

Lünen: Im Bericht der Financial Times Deutschland räumt Trianel Chef Sven Becker ein, dass Kohlekraftwerke unwirtschaftlich sind. "Das Unternehmen stelle ein geplantes Kohlekraftwerk in Krefeld nur deshalb nicht infrage, weil gleichzeitig Dampf für ein Industriegelände produziert" wird, so die Trianel. Trianel gibt als zu, dass Lünen unwirtschaftlich ist, weil dort keine Wärmeauskopplung möglich ist. Offensichtlich war Lünen von Anfang an nicht so erfolgversprechend und mit höheren Risiken behaftet wie es immer dargestellt wurde. Aber auch in Krefeld wird nur ein kleiner Teil der Wärme im angrenzenden Industriegebiet genutzt. Das Kraftwerk ist weit überdimensioniert, mit dem Ziel möglichst viel Strom zu erzeugen, nicht um eine wirkliche Kraft-Wärme-Koplung zu erreichen. Liebe Stadtwerke Dachau, wann merkt Ihr, dass Ihr nur Spielball seid für größenwahnsinnige Manager? Macht Euch endlich wirklich unabhängig und investiert in Dachau!! Link zur Meldung ...
Quelle: BI Kontra-Kohle-Dachau

14.10.2009
Kraftwerksgegner für Stopp der Kohlendioxidabscheidung - Angst vor Aminosäure

Großkrotzenburg: Die Interessengemeinschaft gegen Block 6 des Kraftwerks Staudinger hat die Abschaltung der seit Ende September laufenden Versuchsanlage zur Kohlendioxidabscheidung (CCS) gefordert. Wegen der Beimischung von Säuresalzen zur Prozessdurchführung und der späteren Wiedereinleitung des Kohlendioxids in die Rauchgase sieht die IG eine weitere Belastung und vor allem eine mögliche Gesundheitsgefahr für die umliegende Bevölkerung. Die IG fordert vom Regierungspräsidium Darmstadt den sofortigen Stopp der Anlage. Mehr dazu ...
Quelle: ed/ op-online

13.10.2009
Energiekonzern will CO2 sparen

Der dänische Energiekonzern Dong gibt die Pläne für drei von vier im Ausland geplante Kohlekraftwerke auf. An Lubmin in Vorpommern will er trotz aller Proteste aber festhalten.

Emden: Das vom dänischen Energiekonzern Dong bei Emden geplante Kohlekraftwerk wird nicht gebaut. Das teilte die Firma am Montag mit. Demnach hat der Konzern die gesamten Neubaupläne für das Ausland revidiert. Von vier geplanten Kohlekraftwerken - zwei in Großbritannien, zwei in Deutschland - solle nur noch der Bau eines einzigen weiterverfolgt werden: des Kraftwerks im deutschen Lubmin. Dong, mehrheitlich im Eigentum des dänischen Staats, will sich mit dieser Entscheidung auf das einstellen, was Firmenchef Anders Eldrup im Gespräch mit der Kopenhagener Zeitung Information als "Revolution" auf dem Energiesektor bezeichnet: "Schwarz wird zu grün gemacht." Dazu werde man zusätzlich zwei dänische Werke schließen und zwei andere von Kohle auf Biomasse umstellen. [...] "Wir hatten schon leise Vorahnungen, die sich heute bestätigten", erklärt Susanne Gersema, Sprecherin der BI "Saubere Luft Ostfriesland" der taz: "Wir denken, dass der Widerstand der Bevölkerung im großen Maße zu diesem Erfolg beigetragen hat. Um anderen möglichen Investoren den Bau nicht zu ermöglichen, bleiben wir am Ball." Mehr dazu ...
Quelle: taz

12.10.2009
Kohlekraftwerk in Emden wird nicht gebaut

Dänischer Konzern lässt Pläne fallen - Kraftwerksgegner werten Rückzug als «Riesenerfolg»

Emden: Das umstrittene Kohlekraftwerk in Emden wird nicht gebaut. Wie ein Sprecher des dänischen Energie-Konzerns Dong Energy am Montag sagte, sei beschlossen worden, «kein konkretes Projekt in Emden zu realisieren». Zur Begründung, warum das Projekt fallen gelassen wurde, sagte er lediglich: «Es war eine Kombination von mehreren Sachen, die für uns entscheidend war.» Die Kraftwerksgegner in Emden werteten unterdessen den Rückzug von Dong als «Riesenerfolg». «Ich kann noch gar nicht fassen, dass unser Protest plötzlich erfolgreich gewesen sein soll», sagte die Sprecherin der Bürgerinitiative «Saubere Luft Ostfriesland», Susanne Gersema. Über ein Jahr hätten die Bürger und der Gemeinderat mit dem Konzern gestritten. Der nun erfolgte Rückzug zeige, dass neue Kohlekraftwerke eine «veraltete, heute nicht mehr wirtschaftlich zu betreibende Technologie zur Stromerzeugung» sind. Der Landschaft in Ostfriesland blieben so nun rund neun Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid jährlich erspart. Mehr dazu ...
Quelle: ddp

08.10.2009
Interview Klimapolitik: Das Ende der Goldenen Kröte

Andreas Fischlin ist Klimawissenschaftler und nimmt an den internationalen Klimaverhandlungen teil. Mit der WOZ spricht er über Verständnisprobleme zwischen Forschung und Politik, über das Aussterben erster Tierarten und schnarchende Umweltminister.

WOZ: Vor zwei Jahren ist der letzte Bericht des Uno-Klimarats IPCC erschienen, an dem Sie mitgearbeitet haben. Was weiss die Klimawissenschaft seither Neues?
Andreas Fischlin: Es sind vor allem Erkenntnisse, die darauf hindeuten, dass der Klimawandel sich beschleunigt. Wir hatten zwar beim Verfassen des Berichts bereits das Gefühl, dass es in diese Richtung gehe, konnten es aber noch nicht belegen. Im Jahr 2007, nach der Publikation des Berichts, kam es für mich dann wie ein Schock, Schlag auf Schlag. Beispielsweise schmilzt das arktische Packeis signi­fikant schneller, als die Modellrechnungen erwarten liessen, und auch in der Antarktis nimmt das Eisvolumen ab – das war im IPCC-Bericht noch nicht klar. Zweitens schwindet die Fähigkeit der Ozeane, CO2 aufzunehmen. Drittens sind die Treibhausgas­emissionen schneller gestiegen, als dies das pessimis­tischste Szenario des IPCC annahm. Mehr dazu ...
Quelle: WOZ (Schweiz)

07.10.2009
Krise öffnet Zeitfenster für Klimaschutz

Bangkok: Die gute Nachricht zuerst: Nach Erhebung der Internationalen Energie-Agentur IEA wird der Treibhausgasausstoß 2009 um 3 Prozent unter dem des Vorjahres liegen. Schuld ist die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, die zu einem geringeren Energiehunger geführt hat. [...] Das nächste G-8-Treffen werde sich mit CCS befassen und Modellprojekte auswählen, versprach IEA-Chef Tanaka. Klar sei, dass es ohne Atomkraft und CCS nicht gehen werde: "Klappt CCS nicht, müssen mehr Atomkraftwerke gebaut werden." Ausgerechnet, was das kostet, hat die IEA auch. Demnach sind zwischen 2010 und 2030 Investitionen von 10 Billionen US-Dollar im Energiesektor nötig. Mehr dazu ...
Quelle: taz

Kommentar d. Red.: Die Äußerungen von Herrn Tanaka darf man wohl als Kohle- u. Atomlobbyismus verstehen. Wer Atomkraft nicht will, muss Kohlekraft nehmen. Obwohl in seinem Szenario ohnehin beides vorkommt. Von einer Energiewende kein Wort, lediglich ein sehr bescheidener Anteil Erneuerbarer Energien. Auf solche Visionen können wir verzichten.

07.10.2009
Auf unsicherem Grund

Hamburg-Moorburg: Bumm! Die Erde bebt. Bumm! Die Erschütterung setzt sich im Körper bis in die Fingerspitzen fort. Es ist ein menschengemachtes Beben, das den Hamburger Boden in Abständen von zehn Sekunden erzittern lässt. Das Epizentrum liegt auf einer Baustelle: der Baustelle des Vattenfall-Kohlekraftwerks Moorburg an der Süderelbe. [...] Wo kommt die CCS-Anlage hin? Vielleicht an diese Ecke? "Nein", sagt Warzawa. "Nichts von dem, was jetzt hier entsteht, hat mit CCS zu tun." Sprecherin Sabine Neumann springt erklärend dazu. Für den Bau dieser Anlage habe man lediglich bestimmte Flächen vorgesehen. [...] Klaus Baumgardt vom Förderkreis "Rettet die Elbe". Der Chemiker ist schon seit 30 Jahren aktiv in der Region im Kampf gegen Umweltsünder an der Elbe. CCS ist aus seiner Sicht reine Augenwischerei. Wie sein Kollege vom BUND stellt auch er die Sicherheit und Nachhaltigkeit der Technik in Frage: "Wir fangen mit der CO-Speicherung etwas an, von dem wir das Ende nicht kennen." Mehr dazu ...
Quelle: Badische Zeitung

07.10.2009
Kohlekraftwerk Staudinger- Viele Bürger geben Kontra

Großkrotzenburg/Darmstadt: Mehr als 8500 Beschwerden gegen die geplante Erweiterung des Kohlekraftwerks Staudinger am Main sind bei der Genehmigungsbehörde eingegangen. Die Argumente der Privatleute und Anregungen der Fachbehörden werden vom 10. November an bei öffentlichen Sitzungen im Bürgerhaus der Gemeinde Großkrotzenburg (Main-Kinzig-Kreis) erörtert, wie das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt am Mittwoch mitteilte. Die eingegangenen Beschwerden würden nun Eon zur Stellungnahme zugesandt. Mehr dazu ...
Quelle: dpa

07.10.2009
Dong: Offizieller Verschmutzer der COP15

Berlin: Die dänische Botschaft bekommt Besuch: Aktivisten der Bürgerinitiativen „Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin und „Saubere Luft Ostfriesland", der Klima-Allianz und der „Klimapiraten" haben am Mittwoch in Berlin gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke durch den dänischen Staatskonzern Dong Energy in Deutschland demonstriert. Mehr dazu ...
Quelle: wir-klimaretter.de

06.10.2009
Millionen für CCS - EU fördert Vattenfall

Cottbus: Der Vattenfall-Konzern bekommt von der Europäischen Union voraussichtlich 180 Millionen Euro für die Erforschung der CO2-Abscheidung in Braunkohlekraftwerken. Das geplante Demonstrationskraftwerk in Jänschwalde (Spree-Neiße) sei von der EU-Kommission als eines der Projekte vorgestellt worden, die im Rahmen des Konjunkturprogramms Fördermittel erhalten sollten, sagte der brandenburgische SPD-Europaabgeordnete Norbert Glante. Aus Klimaschutzgründen könne man auf die Technologie zur Abscheidung und unterirdischen Speicherung von CO2 (CCS) nicht verzichten, sagte Glante. Der Cottbuser Vattenfall-Sprecher Ralf Krüger zeigte sich über die Aussicht auf Fördergelder erfreut. Das EU- Parlament und die Mitgliedstaaten müssen sich allerdings noch zu dem Vorschlag der Kommission äußern. Link zur Meldung ...
Quelle: Märkische Allgemeine

05.10.2009
Energiewende auf Amerikanisch

U.S.A.: Das Pentagon baut ökologisch saubere Bomber - und nicht nur das. Wind, Sonne, Verkehr, Effizienz, die USA steuern um. Mehr dazu ...
Quelle: Berliner Zeitung

Anm. d. Red.: Lesenswerter Artikel, Teil 1 einer Reihe. Amiland ist uns wie immer voraus - den deutschen Kohle- und Atombesitzstandswahrern wird nur das übliche Hinterherjubeln bleiben ...

04.10.2009
Riesige CO2-Blase unter Nordsee - Risiken auch nach 13 Jahren Tests unbekannt

Norwegen: In Deutschland ist die Speicherung von CO2 im Erdreich umstritten. Norwegen erhofft sich von der Technik ein Milliardengeschäft. Nach einer Stunde Kontrollgang durch ihre kleine Stadt auf dem Meer klapst Marit Berling mit der flachen Hand zweimal kräftig auf ein dickes braunes Rohr. „Das hier ist unser größter Stolz“, sagt sie. Etwa 80 Zentimeter dick, vom Salzwasser und dem Wind leicht angefressen, verschwindet es mit anderen Pipelines senkrecht in einem gigantischen Betonsockel, der aus der 80 Meter tiefen Nordsee ragt. Durch dieses eine Rohr strömt klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) hinab. Einen Kilometer tiefer unter dem Meeresboden endet die Leitung in einer porösen Sandsteinschicht, der Utsira-Formation. Dort soll das Gas bleiben – am besten für immer. Mehr dazu ...
Quelle: Tagesspiegel

02.10.2009
Initiativen machen mobil gegen Kohlehafen

Voerde/Walsum: Wohlmöglich hat der geplante Kohlehafen in Voerde Auswirkungen auf Walsum. Zumindest sind das die Befürchtungen der Bürgerinitiative (BI) Kohlehafen, der BI gegen Umweltgifte und der BI gegen das Kohlekraftwerk Walsum. Bei einer Informationsveranstaltung im Hotel-Restaurant „Am Rubbert” in Walsum berichteten die Aktivisten über die Pläne von Evonik Steag. [...] Neben den allgemeinen Bedenken, dass der Bau des Kohlehafens massive Umweltbelastungen mit sich bringt, steht noch eine andere Befürchtung im Raum. Die Bürgerinitiativen vermuten, dass durch das Projekt die Grundlage für eine Erweiterung der Kohlekraftwerke in Walsum und Voerde geschaffen wird. Die Kapazitäten des Kohlehafens sind nämlich größer als der derzeitige Bedarf des Kraftwerks in Voerde, das der Hafen versorgen soll. „Wofür brauchen sie so viele Reserven?”, fragt sich Ingo Kock-Wingenfeld, stellvertretender Vorsitzender der BI Kohlehafen. Mehr dazu ...
Quelle: DerWesten

01.10.2009
Engagement lohnt sich - gesellschaftliche Akzeptanz bei CCS wichtiger Faktor

Düsseldorf: Die Energie-Agentur NRW veranstaltet am 24. und 25. November in Essen einen workshop zu CCS. Zwar gibt die Energie-Agentur zu, es habe sich weltweit die Erkenntnis durchgesetzt, dass die CO2-Emissionen stark reduziert werden müssten. Dennoch betrachtet sie, ich möchte behaupten wider besseres Wissen, Kohle als Primärenergieträger. Der workshop soll u.a. dazu dienen technische Umsetzungsmöglichkeiten, die benötigten Gesetze und die Wirtschaftlichkeit von CCS zu klären. Weiter soll CCR diskutiert werden - CO2-Recycling. Zu was CO2 recycelt werden soll ist eine der von uns mit Spannung erwarteten Aussagen. Ebenfalls realisiert hat man offenbar auch Folgendes: "Eine entscheidende Voraussetzung ist dabei jedoch auch die gesellschaftliche Akzeptanz." Mehr dazu ...
Quelle: Energie.Agentur.NRW

29.09.2009
Junge Rapper gegen CO2-Endlager fordern: Stoppt diesen Wahnsinn

Zwei Jungs aus Schleswig-Holstein rechnen ab. Mit ihrem Protest-Rap-Song gegen das geplante CO²Endlager in Schleswig-Holstein, treffen zwei Jungrapper den Nerv vieler betroffener Bürger. In diesem Song geht es um die von den großen Energiekonzernen geplanten CO²Endlager, wodurch mittels CCS-Technologie CO² in tiefe Schichten des Erdreichs verpresst werden soll. Das Verfahren ist hoch umstritten und die Langzeitschäden völlig unbekannt. Wie im Video deutlich zu sehen, sprechen sich die Rapper für den Einsatz erneuerbarer Energien aus. Seit Bekanntwerden dieses Vorhabens sind rund um den geplanten Bauabschnitt die Grundstückspreise ins bodenlose gefallen. Daraufhin haben sich Bürgerinitiativen gebildet die mit allen Mitteln versuchen, gegen das geplante Vorhaben vorzugehen. Link zur Meldung ...
Quelle: photovoltaik-guide.de

30.09.2009
Wahlergebnis kein Grund für Resignation - BI ruft zu Einwendungen gegen SWS-Kohleriesen auf

Die Bürgerinitiative (BI) Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe/Brunsbüttel nimmt den Ausgang der Landtagswahl in Schleswig-Holstein gelassen zur Kenntnis. Von Resignation sei [...] nichts zu spüren, berichtet Dr. Karsten Hinrichsen aus Brokdorf über die Stimmung in Brunsbüttel und Umgebung: [...] Wir konzentrieren uns jetzt mit aller Kraft auf die Einsprüche gegen das SWS-Kohlekraftwerk und rufen die Bürger auf, sich mit Einwendungen zu beteiligen, sagte Dr. Hinrichsen. Bereits am Montag, den 28. September 2009 begann eine vierwöchige Auslegung der Unterlagen des immissionsrechtlichen Genehmigungsverfahrens für das Steinkohlekraftwerk von SüdWestStrom (SWS). Bis zum 10. November können Bürger ihre Rechte wahrnehmen und Widersprüche einreichen. Die BI erwartet mehrere tausend Einwendungen gegen den Kohleriesen, der grösstenteils aus der Schweiz finanziert wird. Mehr dazu ...
Quelle: PR-inside.com

30.09.2009
CCS: Kohlendioxid-Speicherung unter der Erde

Hintergrund: Kohlekraftwerke, vor allem solche, die Braunkohle verfeuern, gelten heute als unzeitgemäße Dreckschleudern. Zu Recht: Sie erzeugen weltweit jedes Jahr elf Milliarden Tonnen des Klimakillers CO2 - mehr als jede andere Art, Energie zu erzeugen. Eine globale Kehrtwende ist nicht in Sicht. Nicht einmal in Deutschland, das sich gern als Vorreiter in Sachen Klimaschutz präsentiert. [...] Im beschaulichen Wallsbüll, ein paar Kilometer westlich von Flensburg, ist die Aufregung groß. "Es geht hier nur ums Geld!", schimpft Werner Asmus, Bürgermeister der Gemeinde und Sprecher der Bürgerinitiative "Stoppt das CO2-Endlager". Um RWE-Geld, wohlgemerkt, denn über Kompensationen für die Bürger im Norden ist bisher nichts bekannt. Stattdessen befürchten die Menschen auch noch Einbußen im Tourismus. Wer will schon Urlaub auf einer Endlagerstätte machen? [...] Doch selbst, wenn die Befürchtungen der Bürger übertrieben sein sollten: Der technische und finanzielle Aufwand lohnt sich nur, wenn jährlich weniger als 0,1 Prozent des verpressten CO2 an die Oberfläche durch Lecks an die Oberfläche entweichen. Nutzlos ist CCS schon ab einem Prozent Leckage-Rate, heißt es in einer vom Bundesumweltamt in Auftrag gegebenen Studie. Unter dem Strich würde dann nämlich mehr CO2 in die Atmosphäre gelangen als ohne CCS. Denn die Abscheidung und Verpressung des Gases verbraucht selbst einen beträchtlichen Teil der im Kraftwerk erzeugten Energie. Mehr dazu ... Quelle: GEO.de

 

30.09.2009
Bund Naturschutz appelliert an havelländische Kommunalpolitiker

Rathenow: Der Geschäftsführer des Bund Naturschutzes im Land Brandenburg, Axel Kruschat, hat jetzt an die Kommunalpolitiker im Landkreis Havelland, an Stadtverordnete und Gemeindevertreter appelliert, die Bürgerinitiative gegen den Bau eines Steinkohlekraftwerkes in Arneburg zu unterstützen. „Die Technologie für das Arneburger Kraftwerk ist keineswegs zukunftsweisend“, sagte Kruschat kürzlich in Rathenow. Anders, als die havelländische Kreisverwaltung, hält Kruschat es für wichtig, Einwendungen gegen den Kraftwerksbau bereits jetzt im Flächennutzungsplanverfahren zu erheben. „Es spielt keine Rolle, ob der Landkreis am Verfahren beteiligt ist. Jeder, der es gut begründen kann, hat das Recht Einwendungen zu erheben.“ Dies sei insbesondere jetzt wichtig, weil das Flächennutzungsplanverfahren „das schärfste Schwert“ (Kruschat) im Kampf gegen den Bau des Kraftwerkes ist. Mehr dazu ...
Quelle: Märkische Allgemeine

29.09.2009
Endgültiger Verzicht auf Kohlekraftwerk verlangt

Mainz/Wiesbaden: Nach dem vorläufigen Baustopp für das Mainzer Kohlekraftwerk hat auch die Bürgerinitiative "Kein Kohlestrom Wiesbaden" einen endgültigen Verzicht auf das Projekt gefordert. Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) haben die Bauarbeiten wegen Finanzierungs-Problemen gestoppt. "Auf Eis legen" ist nur der erste Schritt, "Ad acta legen" ist die einzig logische Konsequenz", verlangte die Wiesbadener Bürgerinitiative am Dienstag in einer Mitteilung. Mehr dazu ...
Quelle: SWR.de


Kippt heute das Kohleprojekt?

Mainz: Am heutigen Montag, 11 Uhr, tagt der Aufsichtsrat der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) - erwartet wird eine Entscheiung, wie und ob es mit dem Bau des Kohlekraftwerks auf der Ingelheimer Aue weiter geht. Die Bürgerinitiative "Kohlefreies Mainz" (KoMa) warnte die KMW davor, das Projekt fortzusetzen und kündigte an, es in diesem Fall weiter hartnäckig zu bekämpfen. Link zur Meldung ...
Quelle: Allgemeine Zeitung

28.09.2009
Kommentar von FR-Online: Nicht nachlassen!

"Tod, Zombie, Leichenstarre." Durch die Diskussion über das Mainzer Kohlekraftwerk geistern viele morbide Vokabeln. An seine Vitalität glaubt kaum noch einer. Trotzdem wollen die Gegner in ihrem Protest nicht nachlassen. Sie tun gut daran. Schon manch einer ist von der Intensivstation zurückgekehrt. Mehr dazu ....
Quelle: FR-online.de

27.09.2009
Hintergrund: Experten sehen für CO2-Abscheidung und -Speicherung keinen Markt

Wolkenkraftwerksheim - Warum die CO2-Abscheidung für Kohlemeiler ein Irrweg ist

Weil sie kräftig klimaschädliches Kohlendioxid in die Luft blasen, haben Kohle-Kraftwerke eigentlich keine Zukunft mehr. Doch es scheint eine sverlängernde Maßnahme für die fossil befeuerten Großanlagen zu geben: Die Energiekonzerne wollen ihre Meiler mit CCS ausrüsten, mit "Carbon Capture & Storage". Doch ob es dazu kommt, ist zweifelhaft. "Wir sind jetzt hier auf dem Speichergelände, draußen bei den Ober-Tage-Anlagen, wie wir das nennen. Was man hier über die Geländegrenzen auch von der Straße aus wahrnehmen kann, sind letztendlich die Tankanlagen für das CO2. Also zwei große, aufrecht stehende Zylinder, die jeweils 50 Tonnen Kohlendioxid fassen." Mehr dazu ...
Quelle: Deutschlandfunk

26.09.2009
Schwarze Ballons warnen vor neuem Kohle-Kraftwerk

Marl/Haltern: Das fünf Meter hohe Dinosaurier-Gestell fauchte, dann schwebten aus dem Rücken schwarze Luftballons in den Marler Himmel vor den Rathaus-Türmen: Der „Kohlosaurus“ hatte „CO2“ abgelassen – die sinnbildliche Bilanz einer Politiker-Diskussion zum Thema Kraftwerks-Neubau in Marl. Wieder einmal hatten die (bundesweite) Klima-Allianz und die (Halterner) Bürgerinitiative für Lebensqualität und Umweltschutz, BLU, eingeladen, um vor Umwelt- und Gesundheitsschäden zu warnen. Aber auch vor technologischen Irrwegen, Geldverschwendung und Fehlentscheidungen. Zwei CDU-Landespolitiker standen vier Kritikern gegenüber, als es am Dienstag um die Frage ging, welchen Sinn ein neues Kraftwerk am Rande des Chemieparks macht. Immerhin waren auch die beiden Befürworter des Projektes der Meinung, man müsse im Gegenzug andere Kraftwerke abreißen – obwohl das gar nicht zu den bisherigen Vorstellungen des Chemiepark-Betreibers Evonik gehört. Mehr dazu ...
Quelle: MARL Aktuell & Sonntagsblatt online

24.09.2009
KohleWiderstand in der Schweiz: Sie kämpfen gegen 12.000 Megawatt

Schweiz: Seit Monaten gibt es regional Opposition gegen die Kohlekraftwerke, die Schweizer Energieunternehmen im Ausland planen. Doch es fehlt eine nationale Koordination. Dörpen ist weit weg, Brunsbüttel und Lünen auch. Diese Orte in Deutschland haben eines gemeinsam: Schweizer Ener­gieunternehmen planen dort, Steinkohlekraftwerke zu bauen, die eigentliche CO2-Fabriken sind (siehe WOZ Nr. 38/09). «Allein das Kraftwerk in Dörpen wird etwa gleich viel CO2 produzieren wie die gesamte Bevölkerung des Kantons Bern», sagt Thomas Mathis. Er ist freischaffender Biologe und engagiert sich seit langem in der Berner Greenpeace-Regionalgruppe. Das Projekt Dörpen des Berner Energieunternehmens BKW FMB Energie AG macht ihn fassungslos. Mehr dazu ...
Quelle: WOZ Die Wochenzeitung

24.09.2009
BUND und Bürgerinitiative wehren sich gegen Kohlekraftwerk

Arneburg: Die RWE ist in Endsorf im Saarland mit ihren Plänen gescheitert, ein riesiges Doppelblockkraftwerk auf Steinkohlebasis zu bauen. Die Bürgerinnen und Bürger in Ensdorf und den umliegenden Gemeinden wollten diese CO2-Schleuder nicht und konnten durch Geschlossenheit und Widerstand den Bau dieses Verbrennungsmonsters verhindern, argumentiert die Bürgerinitiative "Gegen Kohlekraftwerk Arneburg i.G." Nun soll dieses Projekt in Arneburg im Kreis Stendal verwirklicht werden. Die Stadt Arneburg liegt auf einer Hochfläche am Westufer der Elbe etwa zehn Kilometer nordöstlich von der Kreisstadt Stendal entfernt in der Altmark. Östlich schließen sich auf dem rechten Elbufer die Elbniederung, das etwas höher liegende Land Schollene und die Havelniederungen an. Fünf Kilometer nördlich der Stadt wurde das Kernkraftwerk Stendal errichtet, dessen Fertigstellung die DDR 1989 allerdings aufgab. Mehr dazu ...
Quelle: Europaticker Umweltruf

24.09.2009
Betriebe wollen Abwärme nutzen

Dörpen: Die Gemeinden Dörpen, Lehe und Neulehe haben mit Unterstützung des Landkreises Emsland Pläne für ein interkommunales Gewerbegebiet angestoßen. Anlass für die Überlegungen sind nach Angaben der Samtgemeinde (SG) Dörpen Anfragen mehrerer Gewerbebetriebe, die sich in der Nähe des in Dörpen geplanten Standortes für ein Kohlekraftwerk niederlassen wollen, um die Abwärme aus dem Kraftwerk zu nutzen. [...] Mit den Stimmen der CDU-Mehrheitsfraktion hat der Dörpener Rat unterdessen die Forderung der Bürgerinitiative „Saubere Energie“ nach einer Bürgerbefragung zum Kraftwerk abgelehnt. Ratsmehrheit und Verwaltung halten eine solche Befragung für rechtlich unzulässig. Kraftwerksgegner warfen der CDU vor, sich vor einem Bürgervotum zu drücken. Mehr dazu ...

Anm. d. Red.: Die Dörpener CDU zeigt wie gewohnt vollen Einsatz für das KKW. Als ob es der Partei gehören würde.
Quelle: Osnabrücker Zeitung

24.09.2009
Dörpen mutmasst über BKW

Bern: Einwohner des niedersächsischen Dörpen haben letzte Woche beobachtet, wie die BKW ihre Büros räumt. [...] Das wurde als Hinweis auf einen Rückzug gedeutet. «Da wurde nicht einfach aufgeräumt, sondern geräumt und mit einem Hochdruckreiniger vor der Tür geputzt», sagt etwa Josef Schlömer von der Bürgerinitiative Saubere Energie Dörpen. Ein BKW-Sprecher habe den Abbruch der Übung aber umgehend dementiert und gesagt, weitere Gruppen hätten sich im Besucherzentrum angemeldet. Eine Erklärung für die Arbeiten wurde aber nicht abgegeben und am nächsten Tag machten Mitarbeiter die Räumung rückgängig. Mehr dazu ....
Quelle: Der Bund

22.09.2009
Untersuchung der Universität Flensburg: Neue Kohlekraftwerke am Standort Brunsbüttel sind unwirtschaftlich

Dachau: Noch eine Studie, dieses mal von der Universität Flensburg (der Bericht ist übrigens auf der Homepage "innovations report " erschienen, gesponsert u. a. von Siemens, EnBW, Vattenfall). Allerdings ist diese Studie bereits ein Jahr alt. Und wieder kommen die Autoren zum gleichen Schluß, wie einige neuere Studien darlegen. Mit dem weiteren Ausbau von Erneuerbaren Energien - insbesondere von Windkraftanlagen - werden Kohlekraftwerke unwirtschaftlich. Mehr dazu ...
Quelle: BI Kontra-Kohle-Dachau

20.09.2009
Niemand hat die Absicht, neue Kernkraftwerke zu errichten

Deutschland: Ein youtube-Nutzer namens "thoseusualsuspect" hat ein Video mit folgender Inhaltsangabe eingestellt: "Gegenüberstellung der Behauptungen Merkels, Pofallas und Westerwelle, dass niemand die Absicht habe in Deutschland Kernkraftwerke zu bauen, mit gegenteiligen Äußerungen von Unions- und FDP-Politikern - mit einer Pointe ganz zum Schluss." Besondere Aufmerksamkeit verdient die eingebaute Grafik des Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWi) bei 01:47 Minuten. Die Grafik zeigt, wie man sich im Hause BMWi die Energieversorgung Deutschlands im Jahr 2030 wünscht: 33% Kernenergie (statt 26% wie im Jahr 2005), 33% Erneuerbare (statt 10%) UND: 33% Fossile Brennstoffe mit CO2-Abscheidung (statt 64%). Link zum Video ....
Quelle: youtube/"thoseusualsuspect"

13.09.2009
Brandenburg hat "erhebliche Defizite"

Potsdam: Obwohl Brandenburg mit Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) von einem Ex-Umweltminister geführt wird, gerät die SPD/CDU-Regierung wegen Rückständen beim Umweltschutz immer stärker in die Kritik. Jetzt rügt selbst der offizielle "Nachhaltigkeitsbeirat" des Landes deutliche Mängel. Mehr dazu ...
Quelle: Tagesspiegel

13.09.2009
Aktionstag "Bewahrung der Schöpfung"

Poserna: Großer Bahnhof im kleinen Poserna. Aus nah und fern trafen sich Politiker und Schauspieler, Geistliche und Bürger zum Aktionstag "Bewahrung der Schöpfung". Er reihte sich ein in die Aktionen der Bürgerinitiative zum Kampf gegen den geplanten Braunkohlentagebau in der Region Röcken und gipfelte in dr Erklärung von Poserna. Kirchengemeinden und Bürgerinitiative hatten gemeinsam zum Aktionstag eingeladen. Als prominentester Gast saß Ex-Polizeiruf-Kommissar Peter Sodann im Podium. "Wenn ein Verbrechen geschieht, dann möchte ich dagegen kämpfen", sagte er. Mehr dazu ...
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

12.09.2009
Dörpens Landesherr Bröring soll zurückrudern

Haren: In einer Pressemitteilung der BI heißt es: „Wir durften lesen, dass die CDU- und SPD-Ratsmitglieder der Stadt Haren die Gründung unserer Initiative nicht direkt als kontraproduktiv für die Ansiedlung der Firma Enercon ansehen.“ Gleichzeitig sei erklärt worden, dass weitere Verhandlungen liefen. „Wir halten fest, dass es durch den von uns geschaffenen Druck der Öffentlichkeit umgehend zu mehr Klarheit gekommen ist.“ Mehr dazu ...
Quelle: Meppener Tagespost

Kein CO2-Klo in Friesland

Friesland. Energiewirtschaft und Politiker wollten die unterirdische Speicherung von CO2 in einem Gesetz festschreiben. Sie scheiterten am erfolgreichen Widerstand einer Bürgerbewegung aus Friesland.
Der Vorsitzende Werner Asmus beschreibt die Ereignisse: Für erfolgreiches Wirtschaften und Geldverdienen zeigten die strebsamen Friesen stets Verständnis. Was diesen besonnenen Menschenschlag jetzt innerhalb weniger Wochen mit einer unglaublichen Wucht zusammengeschmiedet und zu Demonstranten hat werden lassen, ist die Absicht der RWE-DEA, oben im Norden, zehn Kilometer vor der dänischen Grenze, ein unterirdisches CO2-Lager einzurichten. Mehr dazu ...
Quelle: Bund der Energieverbraucher/ BI Kein CO2 Endlager

05.09.2009
Erfolgreiche Proteste: Aus für CCS in Dänemark; auch Norwegen sagt ab

Stockholm: In Dänemark wehren sich die Anwohner gegen die CCS-Technik - Vattenfall gibt klein bei. Nun will konzentriert sich der Konzern auf Projekte in Deutschland. In Dänemark waren es die Proteste von Anwohnern, in Norwegen das Geld: In dieser Woche sind gleich zwei Pilotprojekte gestoppt worden, mit denen die sogenannte CCS-Technik in der Praxis getestet werden sollte. Bei der Technologie geht es um die Abscheidung und Speicherung des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2), das sogenannte Carbon Capture and Storage. "Die CCS-Technik erwies sich als weit teurer als bislang angenommen und würde mehr kosten als das gesamte Kraftwerk", begründet der norwegische Stromversorger BKK den Verzicht auf den Bau eines neuen Gaskraftwerks bei Mongstad nahe Bergen. Mehr dazu ...
Quelle: taz

05.09.2009
Informationsveranstaltung des Bürgerbundes zur Mahlsdorfer CO2 -Endlagerung

2000 Quadratkilometer groß, in über 3000 Metern Tiefe gelegen, durch 1400 Kilometer Leitungen erschlossen : Das Erdgasfeld ist die Strukturreserve des Kreises. Am Donnerstagabend erklärten Experten im Hanseat, welche Möglichkeiten das Erdgasfeld für die Zukunft bietet. Der Bürgerbund hatte zu dieser Informationsveranstaltung rund um das CO 2 -Projekt bei Mahlsdorf geladen. [...] Neue Informationen gab es indes nicht. Vattenfalls CCSProjektleiter Wolfgang Rolland verteidigte die CCS-Strategie seines Hauses. Allerdings vergaß er zu sagen, dass ohne CCS die Braunkohleförderung in Brandenburg ein Auslaufmodell und den dortigen Vattenfall-Kraftwerken deswegen der Brennstoff ausgehen könnte. Mehr dazu ...
Quelle: Volksstimme

05.09.2009
Initiativen erinnern vor Wahl an Umweltthemen

Emden/Leer: Die Bürgerinitiativen in Ostfriesland machen vor der Bundestagswahl mit ihren umwelt- und naturschutzpolitischen Themen mobil. Mehr als 10 000 Unterschriften gegen ein neues Kohlekraftwerk will die Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland demnächst an Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) übergeben. Dies solle Wulff an sein Versprechen erinnern, einen Kraftwerksbau nicht gegen den Willen der Bevölkerung durchzusetzen, sagte eine Sprecherin in Emden. Mit Info-Ständen in Leer will die Bürgerinitiative «Rettet die Ems» vor der Wahl an die ungelösten Probleme durch die Ausbaggerungen des Flusses erinnern. Link zur Meldung ....
Quelle: dpa/lni

03.09.2009
Oberverwaltungsgericht kippt Bebauungsplan für E.On Kraftwerk in Datteln

Düsseldorf: Als „wegweisende Entscheidung für den Klimaschutz und herbe Schlappe für die Kraftwerkslobby“ wertete der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die heutige Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster zum Bebauungsplan für das E.On-Steinkohlenkraftwerk in Datteln. In dem von einem Privatkläger angestrengten Normenkontrollverfahren hatte der 10. Senat des OVG Münster heute den Bebauungsplans für unwirksam erklärt (Az. 10 D 121/07.NE). Dieser sollte die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das bereits in Bau befindliche größte Steinkohle Monoblock-Kraftwerk Europas mit einer elektrischen Leistung von ca. 1.050 MW und einem CO2-Ausstoß von jährlich bis zu 6,5 Millionen Tonnen schaffen. Der BUND kündigte an, jetzt einen gerichtlichen Baustopp erwirken zu wollen.
Quelle: BUND. Pressekontakt: Dirk Jansen, BUND-Geschäftsleiter, T. 0211 / 30 200 5-22; für Rückfragen steht auch der BUND-Prozessbeobachter RA Dirk Teßmer unter 0177 / 526 95 34 zur Verfügung.

03.09.2009
Kohlekraftwerk trotz hoher Feinstaub-Belastung geplant

Krefeld: Dicke Luft im Krefelder Hafen. Der genehmigte Grenzwert der Feinstaub-Belastung wurde in diesem Jahr bereits überschritten. Trotzdem sieht das Unternehmen Trianel kein Hindernis für das geplante Kraftwerk: Der Kohleumschlag soll weiter stromabwärts entstehen. Der Krefelder Rheinhafen hat ein Feinstaub-Problem: An 36 Tagen - und damit das eine entscheidende Mal öfter als zulässig - wurde in diesem Jahr am Uerdinger Logistik-Standort der genehmigte Grenzwert der Feinstaub-Belastung überschritten, teilte das Landesumweltamt Anfang der Woche mit. Pikant: Mit dem Zementwerk und dem Trianel-Kohlekraftwerk im Chempark stehen in Uerdingen gleich zwei Industrieprojekte in der Warteschleife, die laut ihren Kritikern die Feinstaub-Belastung noch einmal deutlich vergrößern werden. Mehr dazu ...
Quelle: DerWesten

03.09.2009
Bislang tausende Einwendungen gegen Staudinger-Ausbau

Darmstadt: Beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt sind bislang rund 5500 Einwendungen gegen die Genehmigung des Kohlekraftwerks Staudinger in Groß-Krotzenburg eingegangen. Wie ein RP-Sprecher auf ddp-Anfrage am Donnerstag sagte, erreichten die Behörde bislang rund 2000 Schreiben, 90 Prozent stammten von Privatleuten. Bürgerinitiativen hatten dem RP am Morgen zudem Kisten mit weiteren 3500 Schreiben übergeben. [...] Der RP-Sprecher erwartet jedoch noch weitere Einwendungen in den kommenden Tagen. Zum einen aus den mehr als 20 Kommunen, in denen die Antragsunterlagen des Kraftwerksbetreibers E.ON für den neuen Block 6 des Kraftwerks auslagen. Dort konnten die Bürger direkt ihre Einwendungen abgeben. Zudem gelte beim Postversand von Einwendungen der Poststempel. Mehr dazu ...
Quelle: ddp-hes

02.09.2009
Informationsabend mit Schützenhilfe aus dem Saarland

Arneburg: Das mögliche RWE-Steinkohlekraftwerk bei Arneburg sorgt weiterhin für heiße Diskussionen in der Region. Angeheizt von einem überarbeiteten Flächennutzungsplan, der noch bis nächste Woche öffentlich ausliegt. Am Montagabend gab es eine Informationsveranstaltung für die Arneburger. Arneburg. " RWE hat eine ungeheure Macht. Wehren Sie sich und ziehen Sie alle Register " : Seit mehr als 30 Jahren ist die deutsche Energiepolitik das Schlachtfeld des Saarländers Karl-Heinz Winkler. In Ensdorf haben er und seine Mitstreiter den Bau eines 1600-Megawatt-Steinkohlekraftwerkes verhindert. Jenes Kraftwerk, das nun für Arneburg im Gespräch ist und weshalb am Montag Karl-Heinz Winkler in dem Elbestädtchen ein mit viel Beifall bedachter Gastredner während der Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative " Kein Steinkohlekraftwerk Arneburg " war. Mehr dazu ...
Quelle: Volksstimme

01.09.2009
Bürger schreiben wegen Kohlekraftwerk an niederländische Königin

Borkum: Bereits mehrfach hatten die Bürger der Nordseeinsel in den vergangenen Monaten mit friedlichen Aktionen gegen den geplanten Kraftwerksbau auf sich aufmerksam gemacht Bei ihren Protesten wurde einerseits der Sorge um einen Rückgang des Inseltourismus Ausdruck verliehen. Mit einer Postkarten-Aktion will die Bürgerinitiative «Besorgte Borkumer Bürger» (BBB) bei der niederländischen Königin Beatrix gegen ein geplantes Kohlekraftwerk im niederländischen Eemshaven protestieren. Wie die Initiative am Dienstag mitteilte, sollen mit der Aktion die Sorgen der Inselbewohner über das nur 15 Kilometer entfernet Kraftwerk zum Ausdruck gebracht werden. Mehr dazu ...
Quelle: ddp

29.08.2009
Bürgerbefragung zum Kraftwerk weiter akut

Emsland: Die Bürgerbefragung zum geplanten Kohlekraftwerk in Dörpen bleibt auf der politischen Tagesordnung. Wilhelm Gebken, Gründungsvorsitzender des UWG-Verbands Emsland Nord, kündigte unmittelbar nach seiner Wahl weitere Initiativen der Unabhängigen Wählergemeinschaft in dieser Sache an. Mehr dazu ...
Quelle: Osnabrücker Zeitung

28.08.2009
PM der BI kontra-kohle-dachau zur Mitteilung der Stadtwerke

Die Stadtwerke Dachau haben am 18.08.2009 einen Informationsbrief zu seinen Kraftwerksbeteiligungen und dabei insbesondere zu seinen Kohlekraftwerksbeteiligungen an seine Kunden in Dachau verschickt. Die BI Kontra-Kohlestrom-Dachau nimmt dazu folgendermaßen Stellung: Zunächst freuen wir uns als noch sehr junge Gruppierung in Dachau innerhalb kurzer Zeit (Gründung am 02.02.2009) eine so hohe Aufmerksamkeit erreicht zu haben. Dies zeigt uns, dass zum Thema Kohlekraftwerksbeteiligung und Erneuerbare Energien in Dachau erheblicher Diskussions- und Informationsbedarf herrscht. Wir werden uns dieser Aufgabe weiter stellen. Der nächste Termin für unseren Infostand wird der Samstag 05.09.2009 am unteren Markt sein, weitere Termine sind in Planung. Wir laden alle Dachauer Bürger ein uns an unserem Infostand zu besuchen und sich zu informieren. Mehr dazu ...
Quelle: BI kontra-kohle-dachau

28.08.2009
Staudinger 6 - Auch aus Indien kommt Protest

Weltweit: Die indische Menschenrechtlerin Nafisa D'Souza hat eine förmliche Einwendung gegen den Bau des Kohlekraftwerks Staudinger 6 beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt eingereicht. Das teilt die Ökumenische Werkstatt in Langenselbold mit, wo die 58 Jahre alte Direktorin des Netzwerkes für Ethik und Klimawandel im vergangenen Jahr zu Gast war. D'Souza erklärte, es sei nicht zu akzeptieren, dass in einem Land, das eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz für sich beanspruche, für die kommenden "40 bis 50 Jahre die schmutzigste Art der Stromversorgung stattfinden soll".
Mehr dazu ...
Quelle: FR-online.de

26.08.2009
Demonstration für Arbeitsplätze in Haren geplant

Haren: Die Harener sollen am Sonntag, 6. September, gegen 11 Uhr auf dem Neuen Markt für den Bau eines Werkes für Windkraftanlagen im Industriegebiet Hüntel demonstrieren und damit gegen das Kohlekraftwerk Dörpen. Dies plant die am Montagabend gegründete Bürgerinitiative „1000 Arbeitsplätze für Haren“. 28 Bürger hatten sich eingefunden, um darüber zu diskutieren, wie die vom Unternehmen Enercon angekündigte Investition unterstützt werden kann. Denn Firmenchef Aloys Wobben hatte bei einer Diskussionsrunde in Sögel erklärt, ein Rotorenwerk für Windkraftanlagen in Haren mit bis zu 1000 Arbeitsplätzen nur unter der Bedingung zu bauen, dass kein Kohlekraftwerk in Dörpen errichtet wird. Mehr dazu ...
Quelle: Meppener Tagespost

25.08.2009
Stadtrat berät am Mittwoch über Zukunft des Mainzer Kohlekraftwerks

Mainz: Der Mainzer Stadtrat berät am Mittwochnachmittag in einer Sondersitzung erneut über die Zukunft der umstrittenen Planungen für ein Kohlekraftwerk. Der Stadtrat hatte mehrere Gutachten in Auftrag gegeben, die mögliche rechtliche und insbesondere haftungsrechtliche Folgen eines Austiegs aus dem Projekt untersuchen sollten. Diese Gutachten sollen nun am Mittwoch den Stadtratsmitgliedern in nicht-öffentlicher Sitzung vorgestellt und anschließend wohl auch diskutiert werden. Eine Beschlussfassung ist zunächst nicht vorgesehen. Mehr dazu ...
Quelle: ddp

24.08.2009
Kraftwerksgegner setzten auf stillen Protest - Aktivisten fühlten sich beobachtet

Lünen: Es gab durchaus Versuche seitens der Kraftwerksgegner, die Besucher des Trianel-Familienfestes am Samstag über ihre eigenen Positionen zu informieren. Die Bürgerinitiative (BI) Kontra-Kohle-Kraftwerk berichtete gestern, was sich im Vorfeld und am Veranstaltungstag vor dem Festgelände abgespielt hat. Laut Thomas Matthe´e von der BI war die Bürgerinitiative am Samstag an der Kreuzung Frydagstraße/Am Stummhafen mit einer - O-Ton - „Mahnpatrouille” vertreten gewesen. Den Bürgersteig sei man auf und ab gelaufen, ganz bewusst still, weil man das Fest nicht habe stören wollen. „Die BI ist von Trianel zum Fest eingeladen worden und wir hatten am Mittwoch Abend überlegt, gehen wir hin oder machen wir was”, so Matthe´e. Mehr dazu ...
Quelle: DerWesten

22.08.2009
Besucherandrang bei BI-Veranstaltung

Marl/Haltern: Es ging schleppend los und endete nach zwei Stunden in Hektik, persönlichen Angriffen und Zwischenrufen. Ansonsten brachte die Podiumsdiskussion zum Thema Kraftwerksbau im Chemiepark nichts Neues. Sieht man mal von dem unterschiedlichen Engagement ab, mit dem sich die acht Bewerber für das Marler Bürgermeisteramt für ihre Position einsetzten. Kritischer Gegenwind kam wie erwartet aus Haltern. Dort, so befürchten die Gegner des geplanten Kraftwerkes, sind die negativen Auswirkungen am ehesten zu spüren. Doch um die ging es nur ganz am Rande. Im Mittellpunkt stand die Frage, ob der Chemiepark so ein großes Kraftwerk (900 MW) braucht. Die Halterner Bürgerinitiative für Lebensqualität und Umweltschutz (BLU) hatte ins Marler Pfarrheim St. Franziskus eingeladen, das die fast 200 Besucher kaum fassen konnte. Mehr dazu ...
Quelle: Marl Aktuell & Sonntagsblatt

21.08.2009
Eon soll Daten manipuliert haben

Großkrotzenburg: Die Interessengemeinschaft gegen Block 6 bei Staudinger sieht nach wie vor gravierende Mängel in den Genehmigungsunterlagen für die umstrittene Erweiterung des Kohlekraftwerks in Großkrotzenburg. Sie wirft dem Betreiber Eon vor, Daten zu manipulieren; an die Genehmigungsbehörden geht der Vorwurf, trotz falscher Daten und damit wider geltendes Recht den Bau von Block 6 zuzulassen. Mehr dazu ...
Quelle: FR-online.de

21.08.2009
CCS führt zu Energiepreisanstieg

Beeskow: "Das ist auch ein Zeichen des Klimawandels", wertete Donnerstagabend Prof. Wolfgang Methling in der Kupferschmiede den heißesten Tag des Jahres. Der frühere Umweltminister in Mecklenburg-Vorpommern war Gast einer Diskussionsrunde unter dem Thema "Nein zu CCS - und was dann?" Mehr dazu ...
Quelle: Märkische Oderzeitung

20.08.2009
Kohle-Gegner wiegeln Banken auf

Wiesbaden/Mainz: Den Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) droht eine Zitterpartie: Bis Dezember müssen sie Geldgeber für das geplante Kohlekraftwerk finden oder das 1,7 Milliarden Euro teure Projekt scheitert. Eine Bank ist bereits abgesprungen, wie das kommunale Unternehmen indirekt bestätigt. [...] Die Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz (Koma) kündigt an, die Suche der KMW hinterlaufen zu wollen. "Wir informieren die Banken über die immense Ablehnung vor Ort, aber auch über unsere juristischen Schritte gegen das Kraftwerk", sagt Koma-Vorstand Christof van den Bruck. Die Initiative hat vor dem Oberverwaltungsgericht Koblenz einen Einspruch gegen den Bau eingelegt. Das Gericht forderte die KMW daraufhin auf, den im Mai offiziell begonnen Bau bis zum Ende des Verfahrens zu stoppen. Bisher liegen Koma nach eigenen Angaben von fünf der zehn größten deutschen Banken schriftliche Erklärungen vor. Mehr dazu ...
Quelle: FR-online.de

17.08.2009
Bürgerinitiativen erzürnt über Politiker

Stade: Mehrere Stader Bürgerinitiativen und Mitglieder des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Stade sind verärgert über Politik und Verwaltung. Stein des Anstoßes ist die jüngste Entwicklung bei den geplanten neuen Kohlekraftwerken in Stade-Bützfleth. Vertreter des Energiekonzern E.on, der dort eines der Kraftwerke bauen möchte, baten in der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umweltfragen darum, dass ein Bebauungsplan für das Bützflether Gebiet, auf dem das Unternehmen den Bau eines 1100 Megawatt Kohlekraftwerkes plant, aufgestellt wird. Die Stader Politiker begrüßten im Ausschuss den Vorstoß des Unternehmens, sprachen von einer "vertrauensbildenden Maßnahme" des Energiekonzerns. Problem: Ein identisches Anliegen, das erst Anfang Mai von den Bürgerinitiativen und dem BUND im Rathaus vorgetragen wurde, hatte die Stadt Stade am 3. Juni noch abgelehnt. Mehr dazu ...
Quelle: Hamburger Abendblatt

13.08.2009
Lichterkette gegen Kohlekraftwerk

Mit einer Lichterkette am Deich will die „Bürgerinitiative gegen massive umweltbelastende Industriekonzentration in Stade“ am 31. Oktober öffentlichkeitswirksam gegen den Bau von vier Kraftwerken auf der niedersächsischen Seite der Elbe protestieren.

Haseldorf/Hetlingen/Haselau/ Neuendeich. „Bisher sind wir den Weg gegangen, im Dialog mit Politikern unseren Protest kund zu tun“, erklärt Joachim Pragal, Sprecher der „Bürgerinitiative gegen massive umweltbelastende Industriekonzentration in Stade“. Nun wolle man die Strategie erweitern, erklärt er auch mit Blick auf den begrenzten Erfolg, den die BI mit diesem Weg hatte. „Wir wollen die Bevölkerung stärker einbeziehen“, erklärt der Haselauer. Friedlicher Protest im Rahmen einer Lichterkette ist am Sonnabend, 31. Oktober, angesagt. 1000 Lichter sollen am Haselauer Elbdeich unter dem Motto „Saubere Luft zum Atmen“ brennen. Mehr dazu ...
Quelle: Uetersener Nachrichten

13.08.2009
Wind von vorn für Emder Kohlekraftwerk-Gegner

Emden: Auf keinen grünen Zweig gekommen sind gestern Kohlekraftwerk-Gegner und Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) während einer kurzen Diskussion in Borssum. [...] Dort hatten mehrere Vertreter der Bürgerinitiative „Saubere Luft Ostfriesland” auf Gabriel gewartet und ihn mit Transparenten begrüßt: „Klimaschutz statt Kohleschmutz” und „Kein Fußbreit den Klimakillern”. Man wolle „ein Zeichen setzen, dass die Region keine Kohlekraftwerke will”, sagte Dr. Holger Balder, Pastor in Rysum und Campen. Genauso wie der Ausstieg aus der Kernenergie müsse auch ein Ausstieg aus der Kohlekraft gesetzlich geregelt werden, forderte Balder. Ein Kohlekraftwerk, wie es am Rysumer Nacken geplant ist, sei mit einem Standort, der für regenerative Energieträger stehe, nicht vereinbar. Mehr dazu ....
Quelle: Emder Zeitung

11.08.2009
Dubiose Genehmigung für Vattenfall - Infoveranstaltung zur Fernwärmetrasse-Demo

Hamburg: taz: Herr Gajewski, was stört Sie an der von Vattenfall geplanten Fernwärmetrasse für das Kohlekraftwerk Moorburg?
Volker Gajewski, Bürgerinitiative Bernstorffstraße: Zuerst einmal sind die Genehmigungsvorgänge äußerst dubios verlaufen. Wegen der Auswirkungen auf die Natur hätte es ein Verfahren mit Anwohnerbeteiligung geben müssen. Wir wurden aber erst im Nachhinein informiert. Mehr dazu ....
Quelle: taz

10.08.2009
Inspiration von Antiatombewegung: Demonstrieren mit a-Moll gegen A-Müll

Gorleben: Atomkraftgegner sind am Samstag auf das Gelände des geplanten Endlagers in Gorleben eingedrungen. Mit Kammermusik protestierten sie dort gegen Atomenergie. "Wir haben das Endlager besetzt und geben jetzt ein Konzert", erklärte Katja Tempel, die Sprecherin von der Aktionsgruppe Lebenslaute. Mehr dazu ...
Quelle: dpa

07.08.2009
Alarmschwelle bei Dreckausstoß Staudinger überschritten

Großkrotzenburg: "Das muss das Aus für den Block 6 bedeuten", verlangt Sigrid Kargl, Sprecherin der Interessengemeinschaft (IG) gegen die Erweiterung des Eon-Kohlekraftwerks Staudinger. Die Gegner des umstrittenen Milliardenprojekts in Großkrotzenburg nahe Hanau reklamieren "lebensgefährliche Zusatzbelastungen" im Nahbereich", die der geplante Kohleblock verursachen werde. Das habe der Eon-Konzern selbst in den Unterlagen zum immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren dokumentiert, die seit 21. Juli in 22 Städten und Gemeinden öffentlich ausliegen. Mehr dazu ...
Quelle: FR-online.de

30.07.2009
Altmark: Widerstand in Arneburg gegen Kohlekraftwerk

Arneburg: Voller Saal am Dienstagabend im Arneburger Rathaus. Gut 100 Kraftwerksgegner kamen. Laut Gemeindeordnung durften sie allerdings nur bedingt reden. Mehr dazu
Quelle: Altmark Zeitung

30.07.2009
Vermutung des Kohlekraftbefüworters Bröring (CDU-Landrat und EWE-Aufsichtsrat) haltlos

Nach Angaben der Bürgerinitiative "Saubere Energie" wollte Enercon-Chef Aloys Wobben seine Bedingung für den Neubau einer Rotorblattfabrik in Haren eine Woche später ohnehin öffentlich machen. Der emsländische Landrat Hermann Bröring vermutet: Der Windkraft-Pionier hat sich am vergangenen Donnerstag hinreißen lassen. Mehr dazu
Quelle: General Anzeiger

29.07.2009
EU-Politiker Udo Bullmann (SPD):KoKW Mannheim unter Verletzung des EU-Umweltrechts genehmigt

Der SPD-Europaabgeordnete Udo Bullmann hat sich bei der Europäischen Kommission erneut gegen das geplante Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue eingesetzt. In einem Brief an den für Umweltpolitik zuständigen Kommissar Stavros Dimas forderte Bullmann diesen zum Einschreiten auf, nachdem die rheinland-pfälzischen Behörden das Projekt "unter Verletzung des europäischen Umweltrechts genehmigt haben.Mehr dazu
Quelle: Allgemeine Zeitung

28.07.2009
Neubau des Kohlekraftwerk Arneburg: Flächennutzungsplan soll wesentlich von RWE mitfinanziert sein

Die Bürgerinitative "Kein Steinkohlekraftwerk Arneburg" vermutet jedoch, hinter verschlossenen Türen würden die Planungen längst vorangetrieben: "Die Erstellung des Vorentwurfs für den Flächennutzungsplan wurde wesentlich von RWE mitfinanziert", sagt BI-Sprecherin Katrin Timmreck .Mehr dazu
Quelle: Klimaretter

22.07.2009
BI Saubere Energie Dörpen startet neue Kampagne gegen Kohlekraftwerk von EnBW und BKW

Dörpen (dpa/lni) - Die Bürgerinitiative gegen das geplante Kohlekraftwerk im emsländischen Dörpen startet eine neue Kampagne für eine Bürgerbefragung. Mit Plakaten in Fenstern und Wimpeln an Autos solle für eine Beteiligung der Bürger geworben werden, teilte die Initiative heute in Dörpen mit. Mehr dazu ...
Quelle: dpa/lni

20.07.2009
Trianel-KKW produziert bislang nur Papier

Lünen: Ab Herbst 2012 soll das Trianel-Kraftwerk in Lünen Strom produzieren. Vorerst produziert es aber immer wieder eine Menge Papier – in Form von anwältlichen Schriftsätzen. Für das Verfahren vor dem Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften (EuGH) mussten die Verfahrensbeteiligten bis Montag ihre Stellungnahmen einreichen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) tat das auf 63 Seiten. Mehr dazu ...
Quelle: Dorstener Zeitung

20.07.2009
Zoff an der Emschermündung

Dinslaken/Voerde: Die Ruhe im sonst so beschaulichen Dinslakener Stadtteil Eppinghoven ist dahin: Im Juni wurde den Anwohnern mit der Änderung des Regionalplans erstmals klar, dass auf den Äckern am Rheinufer zwischen dem Ortsteil Am Stapp und dem Kraftwerk Voerde ein zehn Hektar großes Kohlelager mit Hafenbecken entstehen soll, das bis zu 500 000 Tonnen Kohle, 14 Meter hoch aufgetürmt, aufnehmen kann. All das wird die Landschaft zwischen der Rotbachmündung und der Mündung der Emscher, die im Rahmen einer Renaturierung noch verlegt werden soll, massiv verändern. Und die nächsten Wohngebiete liegen nur wenige hundert Meter entfernt. Auf entsprechend große Resonanz stieß die erste öffentliche Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative Kohlehafen (BIK) in Eppinghoven. Mehr dazu ...
Quelle: Der Westen

21.07.2009
Britische Studie: EU-Emissionshandel bringt nichts fürs Klima

Brüssel: Die Wirtschaft habe zu viele Verschmutzungsrechte, klagen Umweltschützer. Jetzt fielen die Preise, und Firmen hätten keinen Anreiz, CO2-Ausstoß zu reduzieren. Der europäische Handel mit Rechten zum Ausstoß des Treibhausgases CO2 ist in seiner jetzigen Form ein Flop. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der britischen Klimaschutzorganisation Sandbag, die am Montag in Brüssel veröffentlicht wurde. Demnach werden die in das System einbezogenen Industriezweige für die Jahre 2008 bis 2012 Zertifikate für 400 Millionen Tonnen CO2 übrig haben - nicht zuletzt wegen der gedrosselten Produktion in der Wirtschaftskrise. Die nicht verbrauchten Zertifikate können sie entweder weiterverkaufen oder für die nächste Phase des Emissionshandels aufheben. Beides führt dazu, dass der Preis verfällt und kein Anreiz geschaffen wird, in CO2-arme Herstellungsmethoden zu investieren. Mehr dazu ...
Quelle: taz

22.07.2009
Nach dem Erdrutsch - Kohleindustrie fürchtet Schuldzuweisungen

Leipzig: Nach dem Erdrutsch von Nachterstedt verwahrt sich die deutsche Braunkohleindustrie gegen Pauschalverurteilungen. „Es ist nicht akzeptabel, dass selbsternannte Experten und Naturschützer versuchen, das Unglück auszuschlachten, um ihre alten Vorurteile gegen die Braunkohle zu befeuern“, sagt Matthias Hartung, Vorstandsmitglied des größten deutschen Braunkohleverstromers RWE Power. [...] Dem widersprechen Umweltschützer. „Braunkohleverstromung ist überflüssig, schädigt die Umwelt, bekommt vielerlei Vergünstigungen und ist lebensgefährlich, wie wir nicht erst seit Nachterstedt wissen“, kritisiert der Geograph und Geologe Dirk Jansen, Braunkohlefachmann im Bund für Umwelt und Naturschutz. Mehr dazu ...
Quelle: FAZ

25.07.2009
Piranhas bald auch im Rhein?

Duisburg: Die Angler vom ASC Kruppsee warnen vor dem geplanten Steinkohlekraftwerk in Krefeld-Uerdingen. Sie befürchten, dass die Wassertemperatur des Rheins weiter ansteigt und sich exotische Fische ansiedeln könnten, die den heimischen Arten gefährlich werden. Im Kampf gegen den Bau des Kohlekraftwerks in Krefeld-Uerdingen bekommt die Rheinhauser Bürgerinitiative "Saubere Luft" jetzt Rückenwind vom Angelsportclub. Mehr dazu ...
Quelle: RP online

25.07.2009
Erschütterung in den Grundfesten

Kreis Emsland: Enercon-Chef Aloys Wobben hat dem Widerstand gegen das geplante Kohlekraftwerk in Dörpen eine neue Qualität gegeben. Seine Ankündigung, die Produktionsstätte für Rotorblätter für Windräder in Haren nicht zu errichten, falls das Dörpener Vorhaben realisiert wird, erschüttert das Kraftwerksprojekt in seinen Grundfesten. Mit unvermittelter Härte prallt im Emsland der Systemkonflikt bei der Stromerzeugung zwischen Kohle-kraftwerken und regenerativen Technologien aufeinander. Dabei geht es nicht nur um den Klimaschutz, sondern auch um Hunderte von Arbeitsplätzen. Kann die Region die Machtprobe – Wobben stellt 100 neuen Jobs in Dörpen 1000 in Haren gegenüber – aushalten? Ins Stottern geraten ist indessen die Bauleitplanung für das Kohlekraftwerk. Die Gemeinde Dörpen hat die für den 11. August angesetzte Ratssitzung zum Satzungsbeschluss über den Bebauungsplan verschoben. Die Kraftwerksgegner verspüren deutlichen Rückenwind. Link zur Meldung...
Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

17.07.2009
Der Kohlehafen interessierte viele

Dinslaken: Der kleine Saal im Landgasthaus Freesmann platzte aus allen Nähten, der Informationsbedarf in Eppinghoven war groß: Die Evonik Steag, deren Kohlekraftwerk seit knapp 40 Jahren aus wenigen Kilometern Entfernung Dorf und Rheinaue überragt, plant einen Kohlehafen bis 300 Meter an die Grenze des Dorfes zu setzen. Vor knapp zwei Wochen gründete sich eine Bürgerinitiative gegen dieses Vorhaben, jetzt lud die BI Kohlehafen (BIK) zu ihrer ersten öffentlichen Informationsveranstaltung ein. Die Initiative präsentierte Zahlen, die Bürger diskutierten über mögliche Vorgehensweisen und anwesende Politiker nutzten die Gelegenheit zum Wahlkampf. Grundtenor: Wir haben nichts gewusst, nichts erfahren und waren schon immer dagegen. Doch vielleicht kommen gerade die Kommunalwahlen dem Interesse der Bürgerbewegung entgegen. Mehr dazu ...
Quelle: Der Westen

17.07.2009
Kommunen sagen Nein zu CO2-Endlager

Nordfriesland: Der Gemeindetag Nordfriesland hat sich einer Resolution gegen ein CO2-Endlager ausgesprochen. Er will die Politiker nach der Wahl in die Pflicht nehmen, sich nicht plötzlich anders zu entscheiden. Mehr dazu ...
Quelle: Der Inselbote

16.07.2009
Bürgerinitiative und Umweltverbände protestieren gegen geplantes Kohlekraftwerk in Marl

Marl: Mit Informationskampagnen will eine «Bürgerinitiative für Lebensqualität und Umweltschutz» im nordrhein-westfälischen Marl den Bau eines geplanten Kohlekraftwerks des Industriekonzerns Evonik verhindern. Wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Donnerstag mitteilte, wenden sich über 100 Organisationen gegen den Neubau. Am 23. Juli soll es vor Ort eine Podiumsdiskussion geben, um die Bürger über das Kraftwerk aufzuklären. Im Umkreis von Marl gebe es bereits acht Steinkohlekraftwerke und drei inzwischen genehmigte neue Kraftwerkblöcke. Diese Luftverschmutzung sei für Mensch und Umwelt unzumutbar, hieß es. Mehr dazu ...
Quelle: ddp.djn

16.07.2009
Brunsbütteler Rat stimmt mit 1 Stimme Mehrheit gegen Erneuerbare und Klimaschutz und für Kohlekraftwerk von GDF Suez/Electrabel

In Brunsbüttel hat am heutigen Donnerstag der Rat der Stadt am Abend mit knapper Mehrheit von 12:11 für den Bebauungs-Plan zugunsten von GDF Suez gestimmt. Aus dem Lager von SPD und CDU (jeweils 8 Ratsmitglieder) haben 6 gegen den so genannten "B-Plan" gestimmt, das genaue Stimmverhalten war bei Redaktionsschluß nicht bekannt. Die drei FDP-Stadträte stimmten für das Kraftwerk, die Wählerinitiative W.I.R stimmte mit ihren fünf Stimmen dagegen. Eine CDU-Abgeordnete erklärte sich für Befangen, weshalb sie nicht mit abstimmte - ihr Mann soll beim Stadtwerkeverbund SWS arbeiten, und der will sich am Kraftwerk beteiligen. [...] In Brunsbüttel soll gemäß Atomkonsens im kommenden Jahr das AKW abgeschaltet werden. Das ist wichtig für den Klimaschutz: In Brunsbüttel ist eine Koppelstelle, mit der ursprünglich Windstrom aus Offshore-Farmen ins Netz eingespeist werden soll. Werden die drei Kohlekraftwerke gebaut, ist dafür keine Kapazität mehr frei. Ergo kann man die Offshore-Projekte vergessen. Mehr dazu ...
Quelle: wir-klimaretter.de

14.07.2009
Stadtwerke Kiel stoppen Kohlekraftwerk - Alternative Gas?

Kiel: Seit Monaten hat es sich abgezeichnet, seit Dienstag ist es offiziell: Die Stadtwerke Kiel AG haben die Pläne zum Bau eines Steinkohlekraftwerks auf dem Kieler Ostufer gestoppt. „Wir prüfen jetzt den Neubau eines Gaskraftwerks“, sagte der Vorstandsvorsitzende Stefan Grützmacher. Mehr dazu ...
Quelle: Kieler Nachrichten online

11.07.2009
Die Altmark braucht kein Kohlekraftwerk

Arneburg: Die Zukunft der Altmark liegt in den erneuerbaren Energien. Das belegt eine aktuelle Studie, die am 04.Mai 2009 in Klietz vorgestellt wurde. Demnach kann die Region aus Biomasse, Windkraft, Solarenergie, Erdwärme sowie effizienter Kraftwärmekopplung (KWK) bis zum Jahr 2030 soviel elektrische Energie bereitstellen, dass damit die Hälfte der Bedarfs von ganz Sachsen-Anhalt gedeckt werden kann. Damit könnten rund 5500 Arbeitsplätze geschaffen werden. Anlass für die Veröffentlichung der Studie sind die Pläne des Energieversorgers RWE, am Standort Arneburg im Landkreis Stendal ein Kohlekraftwerk mit 1600 Megawatt installierter Leistung zu errichten. Mit verheerenden Folgen für die Region, wie Autor Björn Schering in der Studie auflistet: Nicht nur, dass die Chance vertan würde, die Altmark zu einem bedeutenden Standort für Erneuerbare Energien auszubauen und die damit verbundenen Arbeitsplatzpotenziale auszuschöpfen — ein Kohlekraftwerk würde auf Dauer etwa 150 Arbeitsplätze schaffen. Mehr dazu ...
Quelle: BI gegen das Steinkohlekraftwerk Arneburg e.V.

10.07.2009
Oberverwaltungsgericht Koblenz verhängt faktischen Baustopp

Das rheinland-pfälzische Oberverwaltungsgericht OVG in Koblenz hat den Kraftwerken Mainz Wiesbaden KMW in einem Schreiben am 10.07.09 mitgeteilt, dass diese bis zur Entscheidung im Eilverfahren keine vollendeten Tatsachen schaffen sollen. Insbesondere solle die vorgesehene Errichtung des Hauptschornsteins zurückgestellt werden. Die Aufforderung des OVG Koblenz zum Einstellen der Bauarbeiten ist eine direkte Folge des Eilantrages der vom 'Bündnis für eine kohlekraftwerksfreie Region Mainz Wiesbaden' unterstützten Privatkläger und ein wichtiger Erfolg für die Kraftwerksgegner. Faktisch gibt es damit einen Baustopp. Sollte sich die KMW nicht an diese Bitte des OVG halten, könnte es nach Auskunft des OVG-Sprechers eine 'förmliche Zwischenentscheidung' geben, welche dann das Urteil im Eil- oder dem späteren Hauptverfahren zwar nicht vorweg nimmt, den Baustopp aber offiziell anordnen würde. Mehr dazu ...
Quelle: KeKoWi - BI Kein Kohlestrom Wiesbaden

08.07.2009
7.000 Einwendungen in Dörpen

Emsland: Die Bürgerinitiative Saubere Energie Dörpen hat am Mittwoch 7.000 Einwendungen gegen den Bebauungsplan Nr. 59 zum "Industriegebiet südlich des Küstenkanals" übergeben. Die Berner Kraftwerke (BKW) wollen gemeinsam mit Konzern EnBW in Dörpen ein 900 Megawatt-Kohlekraftwerk bauen. Seit dem 6. Juni lagen deshalb die Unterlagen zum Bebauungsplan aus, der nach dem Willen des Dörpener Gemeinderats den Bau des Kraftwerks ermöglichen soll. Mehr dazu ...
Quelle: wir-klimaretter.de

02.07.2009
CDU-Bürgermeister redet Unterschriften weg - Bürgerbeteiligung unerwünscht

Dörpen: Mehrheit oder keine Mehrheit? Das ist hier die Frage. Aus Sicht der Gemeinde Dörpen hat die Unterschriftenaktion der Bürgerinitiative (BI) „Saubere Energie“ für eine Bürgerbefragung zum geplanten Kohlekraftwerk die Mehrheit verfehlt. Die BI behauptet das Gegenteil. Zudem wirft sie der Gemeindeverwaltung „Zahlentrickserei gegen den Bürgerwillen“ vor. Davon unabhängig, hält die Gemeinde eine Bürgerbefragung nach wie vor für rechtlich unzulässig. Mehr dazu ...
Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

01.07.2009
Union stellt ihr Atom- und Kohleprogramm vor, Hintergrundwissen zu CCS und Gorleben

Die Energie- und Klimawochenschau: Die Vorstände von CDU und CSU haben am Montag ihr gemeinsames Wahlprogramm verabschiedet, das in aller Unbescheidenheit als Regierungsprogramm 2009 bis 2013 bezeichnet wird. [...] Die Union präsentiert sich als die alte Atom- und Kohlepartei, die wir kennen, wobei man darauf geachtet hat, die Rhetorik ein wenig aufzufrischen. [...] Die von der Union befürworteten neuen Kohlekraftwerke werden schon in wenigen Jahren in Konkurrenz zu den Erneuerbaren treten. Um sich zu rechnen, müssen sie mindestens 6.000 Stunden im Jahr laufen, also annähernd 75 Prozent des Jahres. Für die Konzerne werden sie nur wirtschaftlich zu betreiben sein, wenn der Vorrang des Stroms aus Wind und Sonne gekippt wird, oder sie staatliche Subventionen kassieren. Mehr dazu ...
Quelle: telepolis / heise

 

 

 

Nach Merkel-Rede: "Unser Programm hätte auch von ihnen mitgeschrieben sein können", sagt Energielobby-Chef Schmitz beim BDEW-Kongress, Jun 24th
Energielobby-Chef Schmitz: "Frau Merkel, ich habe das Gefühl, dass sie uns nicht nur lassen, sondern uns antreiben." BDEW-Kongress, 6:16 AM Jun 24th. Quelle: http://twitter.com/kess_